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Im Clinch sind hier Rot-Weiss-Kapitän Payir Dogukan (rechts) und der Wehener Philipp Basmaci.

Jugendfußball

Härte allein reicht für Rot-Weiss Frankfurt nicht

Für Rot-Weiss Frankfurt, die SG Rosenhöhe und erst recht für Germania Schwanheim sieht es aktuell nicht gut aus.

20 Punkte haben die A-Jugendfußballer von Kickers Offenbach nach dem Derbysieg auf der Rosenhöhe nun Vorsprung auf den Stadtrivalen. Drei sind es für den Hessenliga-Tabellenführer immerhin auf den SV Wehen Wiesbaden, der Rot-Weiss Frankfurt wieder auf einen Abstiegsplatz schickte. Schlusslicht Germania Schwanheim zeigte gegen Fulda Moral, blieb aber einmal mehr erfolglos.

SG Rosenhöhe – Kickers Offenbach 0:1 (0:0). – Das Wiedersehen mit Ex-Trainer Steven Keßler, der die Rosenhöhe ja nicht in totaler Harmonie verlassen hatte und kurz darauf beim Nachbarn anheuerte, endete für die Gastgeber mit einer weiteren Enttäuschung. Und schon vor der Partie war das Verhältnis zwischen beiden Vereinen weiter strapaziert worden. Der OFC habe einer Verlegung nicht zugestimmt, obwohl man von sechs erkrankten Spielern ärztliche Atteste vorgelegt habe, beklagte sich die Rosenhöhe. Im Spiel waren die Gastgeber mit dem Spitzenreiter dann trotzdem annähernd auf Augenhöhe und ließen nur ganz wenige richtige Torchancen zu. Giorgian-Andrei Veleanu stocherte den Ball in der 67. Minute aber doch einmal über die Linie (67.). Den großen Jubel bei den Kickers nach dem Schlusspfiff empfand man beim Nachbarn ob der Umstände übrigens als „unangemessen und überzogen“.

Rot-Weiss Frankfurt – SV Wehen Wiesbaden 0:3 (0:1). – Acht Mal „Gelb“, zwei Zeitstrafen und eine Rote Karte gab es für die Gastgeber, die Wehen auch mit ihrer ruppigen Herangehensweise nicht aufhalten konnten. Giona Leibold (36./71.) und Vassilios Polichronakis (69.) trafen für die spielerisch auch nicht zu 100 Prozent überzeugenden Gäste, deren Trainer Stefan Kühne sich aber zufrieden äußerte: „Gegen einen harten und zweikampfstarken Gegner haben wir eine gute Partie gezeigt. Die Jungs haben das neue, offensive System angenommen und schnell nach vorne gespielt.“

Germania Schwanheim – Viktoria Fulda 3:4 (1:4). – Ehe die Gastgeber so richtig im Spiel angekommen waren, hatten sie es auch schon so gut wie verloren. Hamed Noori (19.), Yunus Kocak (24.), wieder Noori (29.) und Anto Vinojcic (37.) stellten im ersten Abschnitt auf 4:0 für die Osthessen. Die hatten damit zwar ihr Pulver verschossen, die Frankfurter konnten trotz einer beherzten Aufholjagd und der drei Tore von Albion Bitiq (40./63./90.+3) aber nichts mehr ausrichten. „Wir haben uns leider in der ersten Halbzeit überrumpeln lassen, aber dann haben die Jungs wieder gezeigt, dass Potenzial da ist“, befand Jugendleiterin Sabine Menger, die auch klar stellte, dass Verein und Mannschaft keineswegs an ein Aufgeben denken: „Klar wissen wir, dass es auf jeden Fall eng wird, aber noch befinden wir uns in der Hinrunde.“ Und die soll unter Spieler-Vater Helmut Molner zu Ende gespielt werden, der seit der Trennung von Fernando Baio als Interimstrainer fungiert. „Alles andere ist noch nicht spruchreif“, sagte Menger.

(rst)

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