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Das hätte schon der 3:3-Ausgleich für Dorndorf sein können, doch nicht der Ball, dafür aber Daniele Parisi fliegt ins Tor.

Fußball-Gruppenliga Wiesbaden

In der Hammel-Elf stimmt die Moral

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Am 9. Spieltag der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden hat der FC Dorndorf seine Position als bestes Team aus dem NNP-Land verteidigt.

Dem FC Dorndorf genügte ein 3:3 gegen den SV Wiesbaden, um als Sechster seinen Vorsprung gegenüber dem SV RW Hadamar 2 sogar noch auszubauen, denn die Hessenliga-Reserve unterlag der SG Walluf daheim mit 1:2 und ist Neunter. Und die beiden Sorgenkinder aus dem NNP-Land? Der RSV Würges kassierte ein 1:4 in Niederhöchstadt und ist Vorletzter, die SG Niedershausen/Obershausen ein 0:6 bei Hellas Schierstein und ist Drittletzter.

FC Dorndorf – SV Wiesbaden 3:3 (3:3). Die FCD-Elf hatte in den ersten Minuten völlig den Durchblick verloren, denn bereits nach acht Minuten hatte Wiesbadens Bier nach zwei haarsträubenden Fehlern in der Dorndorfer Defensive zweimal Grund zum Torjubel. Sascha Merfels und Spielertrainer Florian Hammel, der beim ersten SVW-Treffer zu weit vor seinem Kasten gestanden hatte, ließen sich allzu leicht überrumpeln. Im Gegenzug fiel zwar das 1:2 durch eine feine Einzelleistung von Kazerooni (13.), doch nur acht Minuten später machte wiederum Bier das 1:3 (21.). Die Hammel-Elf erholte sich aber schnell von diesem Schock und glich noch vor der Pause durch Koochi (23.) und Spielführer Merfels aus. Daniele Parisi und der gut aufgelegte Johannes Neumann machten ordentlich Dampf im Angriff, und die Dorndorfer dachten, dass nach der Halbzeit die spielerische Überlegenheit des FCD auch in weiteren Toren münden würde. Dem war aber nicht so, beide Teams hatten ihr Pulver schon verschossen. Bis zur 70. Minute ließen zweimal Parisi (60./67.) und je einmal Reifenberg mit einer Granate aus 30 Metern (62.) und der eingewechselte Murayama beste Chancen liegen. Auf der Gegenseite hatten die Wiesbadener doppelt Pech, denn zweimal kratzte Franjo Tuzlak den Ball für den geschlagenen Hammel von der Linie. Ansonsten verlegten sich die Männer von Trainer Löbelt aufs Kontern. lah

Dorndorf: Hammel, Sa. Mansur, Schneider, Merfels, Tuzlak, So. Mansur, Neumann (72. Arslan) Reifenberg, Kazerooni (71. Murayama), Parisi (88. Koyun), Koochi – Tore: 0:1 (3.), 0:2 (8.) beide Bier, 1:2 Kazerooni (13.), 1:3 Bier (21.), 2:3 Koochi (23.), 3:3 Merfels (45.) – Zuschauer: 150 – SR: Kakmaci (Niedernhausen).

Tura Niederhöchstadt – RSV Würges 4:1 (0:0). Es ging um viel, und es wurde intensiv gespielt. Die erste große Chance gehörte dem RSV (12.): Ein Konter über El Wadi wurde erst im Strafraum in letzter Sekunde durch ein gegnerisches Abwehrbein gestoppt. Beide Teams hielten das Tempo hoch und nutzten die Freiräume auf dem großen Platz für Konter, die immer wieder zu Chancen führten. Niederhöchstadt nutzte immer wieder Ballgewinne im Mittelfeld zu schnellen Vorstößen. In der 38. Minute tauchte El Wadi erneut gut vor dem TuRa-Gehäuse auf; den platzierten Schuss in die linke Ecke holte der Keeper gerade noch von der Linie. Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. In der 47. Minute setzte sich Klaus auf der linken Seite durch, als er den mitgelaufenen Manuel Meuth am Elfmeterpunkt anspielte, wurde dieser im 16er umgerissen. Den fälligen Elfmeter verschoss Harmouch. Kurz darauf wurde Mansouri am Strafraumeck völlig freistehend angespielt und verwandelte sicher ins lange Eck. Nur zehn Minuten später verlor der RSV in der gegnerischen Hälfte den Ball, und Breckheimer machte das 2:0. Ab der 65. Minute spielte TuRa nur noch zu zehnt; Krämer hatte Gelb-Rot den gesehen. Trotzdem schoss sein Team (69.) das 3:0 Fries – erneut nach einem Konter. Fries erhöhte später sogar auf 4:0 mit einem Fernschuss. In der 82. Minute gelang dem RSV wenigstens der Ehrentreffer durch Pickhardt.  dmü

Würges: J. Rock, P. Becker, N. Hecht, D. Klaus, T. Stillger (65. D. Leopold) , T. Glasner, M. Neuhof, M. Meuth, M. El Wadi, T. Böhmer (59. D. Pickhardt), H. Harmouch (77. E. Loshaj) – Tore: 1:0 A. Mansouri (50.), 2:0 R. Breckheimer (60.), 3:0 (69.), 4:0 (80.) beide F. Fries, 4:1 D. Pickhardt (82.) – Gelb-Rot: Krämer (N/63.), R. Breckheimer (N/91.).

SV RW Hadamar 2 – SG Walluf 1:2 (0:1). Im Aufeinandertreffen der Vereine mit den bis dato besten Abwehrreihen, war im keine Trefferflut zu erwarten. Trotzdem hatten die Jungs von Trainer Heiko Weidenfeller in den 90 Minuten genügend Möglichkeiten, um das Spiel für sich zu entscheiden. Es mangelte an Erfahrung. Dieser Unterschied war schließlich entscheidend für den etwas glücklichen Erfolg der mit zwei Ex-Profis (Barg, Mintzel) sowie zahlreichen Akteuren mit Verbandsliga-Erfahrung gespickten Truppe aus dem Rheingau, die aus wenig das Optimale machte. Das Auslassen bester Tormöglichkeiten begann für Rot-Weiß bereits in der 10. Minute als Sammy Kilic aus fünf Metern nur das Aluminium traf. Hadamar hätte (4.) durch Kilic bereits in Führung gehen können. Hadamar hatte bis zur Pause ein leichtes Übergewicht, geriet aber trotzdem drei Minuten vor der Pause durch Dalbert in Rückstand. Schrecksekunde kurz nach der Pause, als Faist (W) eine Tändelei in der Abwehr nicht erfolgreich zu nutzen wusste. Die Hessenliga-Reserve drängte mit aller Macht auf den Ausgleich, den Markus Rausch (50.) in bester Position versiebte und den Dahlen (W) mit einem Rettungsversuch auf der Torlinie gegen Kliic zunächst noch vereitelte (64.). Drei Minuten später setzte sich dann Torjäger Niklas Kern mit seiner ganzen Angriffskraft durch und markierte mit einem Drehschuss das überfällige 1:1. Die Freude darüber währte aber nicht lange denn, Ex-Wehen-Wiesbaden-Profi Alf Minzel hebelte mit einem geschickten Pass in die Schnittstelle die Hadamarer Abwehr aus. Dennis Fais stand frei vor Leon Hasselbach, überwand diesen per Flachschuss zum 1:2 (70.). rei

Hadamar: Hasselbach, Steinebach (82. Lorkwoski), Rausch, Pandov, Kunz, Kretschmer, S. Neugebauer, Ker, Dillmann, Brand (62 . Schreiner), Kilic (75. Günes) – Tore: 0:1 Dalbert (42.), 1:1 Kern (67.), 1:2 Faist (70.) – SR: Haase (Offenbach) – Zuschauer: 120.

SV Hellas Schierstein – SG Niedershausen/ Obershausen 6:0 (4:0). Die erste Chance für Hellas ergab sich durch einen Eckball. Keeper Huttarsch parierte stark. Der darauffolgende Eckball wurde erneut schwach verteidigt, so dass Aodicho nur noch einschieben musste. Quasi mit der nächsten Aktion nach dem Anstoß kam es wieder zum Eckball für Schierstein. Aus ihrem Fehler zuvor hatte die SG offensichtlich nichts gelernt, denn Kapitän Konstantios Koukoulis durfte aus sieben Metern freistehend per Seitfallzieher vollenden. So langsam wurde die SG NO auch mal wach und kam durch Sebastian Steckenmesser und Florian Klaner per Kopf zu ersten Chancen. Besser machten es auf der Gegenseite jedoch die Griechen, die wirklich vollkommen freistehend und unbedrängt kurz vor der Halbzeit mit einem Doppelpack auf 4:0 erhöhten. Da die Kallenbachtaler auch nach der Pause erneut nicht in der Lage waren, druckvoll nach vorne zu spielen, verflachte die Partie, bis Mike Afonso de Sousa Pontes (78.) per Kopf auf 5:0 erhöhte. Die Oberlahner spielten verletzungsbedingt mittlerweile nur noch zu neunt und fingen sich dann noch das halbe Dutzend ein. niz

Niedershausen/Ob.: Huttarsch, Rathschlag, Fischer, Störzel, Becker, Fröhlich, Jacobs, Bruns, Steckenmesser, Florian Klaner, Kretschmann (Gossmann, Müller, Brusch) – Tore: 1:0 Ninos Aodicho (4.), 2:0 Konstantios Koukoulis (5.), 3:0 Athanasios Nakos (41.), 4:0 Nikolaos Poursanidis (43.), 5:0 Mike Afonso de Sousa Pontes (78.), 6:0 Koukoulis (83.).

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