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Hannah Bailly erlöst die Baskets

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Von: Alexander Wolf

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Sie sorgte im letzten Angriff der Rhein-Main Baskets für die entscheidenden Punkte: Hannah Bailly sicherte mit ihrem Dreier das Weiterkommen ihres Teams ins Final-Four. FOTO: marcel lorenz
Sie sorgte im letzten Angriff der Rhein-Main Baskets für die entscheidenden Punkte: Hannah Bailly sicherte mit ihrem Dreier das Weiterkommen ihres Teams ins Final-Four. © Marcel Lorenz

Die U18-Jugend steht im Final-Four

Hofheim -Dieses Finish im zweiten Viertelfinale der Play-offs war nichts für schwache Nerven. Damit die U18-Basketballerinnen der Rhein-Main Baskets in ihr erstes Final-Four-Turnier um die Deutsche Meisterschaft seit neun Jahren einziehen konnten, brauchten sie heiße Herzen, kühle Köpfe und am Ende auch ein wenig Glück. "Die Mädels wussten, worum es geht und haben sich den Sieg nach viel Hin und Her verdient", lobte Rolo Weidemann seine Schützlinge nach dem 54:52 (19:30)-Sieg gegen das Team Mittelhessen.

Das 63:63 im Hinspiel hatte für den Trainer schon darauf hingedeutet, dass es in der Brühlwiesenhalle erneut Spitz auf Knopf gehen könnte. Tatsächlich lag sein Team früh mit 4:8 hinten (6.), um dann mit 14:10 zu führen (9.). Am Ende der ersten zehn Minuten stand der knappe 14:15-Rückstand.

"Im zweiten Viertel waren wir gar nicht da", kritisierte der Hofheimer Trainer seine Mannschaft. Während die Gäste aus Grünberg mit Elisa Mevius auftrumpften, brachten die Baskets nur fünf Punkte in zehn Minuten zustande. "Verteidigt haben wir sogar noch annehmbar", dachte Weidemann an 15 zugelassene Punkte für den Gegner, "unsere Würfe waren aber eine Katastrophe".

Trotz des 19:30-Pausenrückstands wurde der Coach in der Halbzeit nicht laut. "Was die Mädels brauchten, war Vertrauen in die eigene Stärke. Sie wussten ja, woran es liegt", beschrieb der Trainer die Stimmung in der Kabine. Und aus dieser kamen die Rhein-Main Basket-Talente entschlossen heraus. "Unsere Defense war dann deutlich stärker und wir haben dann langsam, aber sicher auch wieder die richtigen Würfe genommen." So gewann das Heimteam den dritten Abschnitt mit 17:13, lag aber noch mit 36:43 hinten.

Im finalen Viertel waren also gute Nerven gefragt. Als es in der 37. Minute noch 47:51 stand, schalteten beide Teams in den Kampf-Modus. In den folgenden 120 Sekunden gelang nur den Grünbergerinnen eine Punkt - 47:52 (39.). "Johanna Kirchner hat dann drei Punkte in Folge gemacht, sodass wir 90 Sekunden vor Schluss wieder dran waren", erklärte Weidemann das 50:52. Ein Foul gegen Hannah Bailly und deren Freiwurf zum 51:52 ließ die Spannung wenige Sekunden vor Schluss ins Unermessliche steigen. "Wir haben uns dann den Rebound geholt und Hannah Bailly hat dann tatsächlich noch einen Dreier getroffen", beschrieb der Trainer die entscheidenden Szene zum 54:52. Zehn Sekunden vor Schluss brachte das Team Mittelhessen nochmals Elisa Mevius (24 Punkte) in Ballbesitz. Deren Dreier-Versuch flog aber deutlich neben den Baskets-Korb. "Dann durfte gejubelt werden", sprach Weidemann die dritte Final-Four-Teilnahme der Vereinsgeschichte an. Am 30. April/1. Mai geht es in Chemnitz gegen Bonn, Berlin und das Gastgeber-Team um die Deutsche Meisterschaft.

Rhein-Main Baskets U18: Senta Hafner (2 Punkte), Marta Gelhaar (2), Akosua Ahmed (1), Hannah Bailly (9), Mailien Rolf (10), Juli Clausen (6), Johanna Kirchner (11), Monika Crnjak (13), Emma Veysset, Marlene Sinn, Carlotta Jüterbock. awo

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