Volleyball, 2. Bundesliga Süd Damen

Hannah Gürsching ist in guter Form

  • VonMarcus Mühlenbeck
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Die Bad Sodener Damen treffen auf alten Bekannten

Bad Soden -Sie ist ein Bad Sodener Eigengewächs: Hannah Gürsching stand für die Volleyball-Damen IV und II auf dem Feld. Seit dem letzten Abstieg aus der 2. Liga ist sie fester Bestandteil der Ersten Mannschaft der TG Bad Soden. Zuletzt bestätigte sie ihre starke Form mit der Auszeichnung zur besten Spielerin des Spiels beim 3:0-Sieg in Vilsbiburg.

Hannah Gürsching kommt aus einer Volleyball-Familie. Sowohl die Schwester, Eltern, Onkel und ihre Cousinen teilen ihre Leidenschaft für diesen Sport. Ihre Mutter Barbara unterstützt den Verein als Betreuerin. Ihre Schwester Paula weilt im Zuge ihres Volleyball-Stipendiums in den USA. In den vergangenen zwei Jahren standen sie im Training und in den Spielen auf dem Feld. "Ich finde es ziemlich cool, mit ihr zusammen zu spielen. Da ich in Darmstadt wohne, haben wir uns durch das Training häufiger gesehen", betont die Master-Studentin. Wegen des Altersunterschiedes von knapp vier Jahren war das bis zum Aktivenbereich Seltenheit.

Die ältere der Gürsching-Schwestern trat vor zehn Jahren durch das Tor in die Welt des Volleyballs. In der Schulmannschaft des SCK Königstein begann sie, bestritt auch einige Wettkämpfe. Ihr gefiel es dort nicht mehr so gut, so dass sie sich der TG Bad Soden IV anschloss. Dort spielte sie unter Elena Kiesling, der heutigen Trainerin des SV Lohhof. Sie arbeitete sich hoch. "Nach zwei, drei Jahren habe ich es in die Damen II zu Tanja Kunstmann geschafft", blickt sie zurück. Dort war sie in der Ober- und Regionalliga aktiv. Nach dem Abstieg aus der 2. Liga war sie Teil des Teams, das sich nach dem Weggang vieler Spielerinnen nicht gesucht, aber gefunden hatte - und nun in der zweiten Saison in der 2. Bundesliga für Furore sorgt.

Trotz der fabelhaften Meisterschaft in der 3. Liga dachte die Master-Studentin der Wirtschaftsinformatik ans Aufhören. "Ich war mir nicht sicher, ob ich den noch höheren Aufwand in der 2. Liga und die weiteren Auswärtsfahrten mit meinem Studium schaffe", merkt die 23-Jährige an. "Ich wollte es aber nicht unversucht lassen", ergänzt sie. Aus dem Versuch ist das zweite Jahr geworden, in dem sie ihren Bachelor-Abschluss geschafft hat. Mit Kapitänin Jennifer Burda bildet sie das Zuspieler-Duo. "Wir ergänzen uns gut. Das sieht man an der Anatomie. Jenny ist klein, wendig und stark in der Abwehr. Ich bin groß und kann den Block verstärken", erklärt Gürsching. Mit Marco Vourliotis rückte zur neuen Spielzeit ein ehemaliger Zuspieler an die Seite von Headcoach Steffen Pfeiffer. "Er leitet uns gut an und gibt uns viele Tipps", lobt sie die Arbeit des Co-Trainers. Zielgenaues Zuspiel und die Abstimmung mit den Schnell-Angreiferinnen sowie das Spiel durch die Mitte sind Trainingsinhalte, auf die das Trainerteam verstärkt Wert legt.

Am Sonntag (16 Uhr, Otfried-Preußler-Halle) ist der stark gestartete Aufsteiger SSC Freisen zu Gast. "Schon in der Regionalliga haben wir gegen Freisen gespielt. Man kann das Team aufgrund der Historie als Konkurrenten bezeichnen", so die Zuspielerin. "Dennoch müssen wir unsere mentale Stärke behalten und uns nicht zu sehr unter Druck setzen", gibt sie ihren Mitspielerinnen mit. mü .

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