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Hannah Schneider gelingt das DM-Triple

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Von: Volker Hofbur, Harald Joisten

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Konzentriert neben dem Startblock: Hannah Schneider schwamm bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im 50-Meter-Becken in Berlin zu drei Goldmedaillen FOTOs: Hofheimer SC
Konzentriert neben dem Startblock: Hannah Schneider schwamm bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im 50-Meter-Becken in Berlin zu drei Goldmedaillen FOTOs: Hofheimer SC © Hofheimer SC

Die Brust-Spezialistin des Hofheimer SC gewinnt dreimal Gold - "Historischer Erfolg"

Main-Taunus -Die deutschen Jugendmeisterschaften der Schwimmer in Berlin verliefen für den Hofheimer SC so erfolgreich wie nie. Und das lag in erster Linie an der Hannah Schneider, die alleine drei Titel gewann. Ihre Vereinskollegen fischten zudem vier Bronzemedaillen aus dem 50-Meter-Becken der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE).

Der SCW Eschborn blieb hingegen diesmal ohne Medaille und musste sich mit zwei Finalteilnahmen begnügen.

"Der Trainer des SC Potsdam kam zu uns und fragte, ob wir ein ganz normaler Verein seien", erzählte Trainerin Nicola Petzoldt und sah dies als großes Kompliment für das Trainerteam mit ihrem Kollegen Michael Mrozinski und für ihre Schützlinge an. Mit sieben Medaillen hatte wohl kaum einer vorher gerechnet. Und schon gar nicht damit, dass Hannah Schneider in ihrem Jahrgang 2008 gleich alle drei Titel auf den Brust-Strecken holen würde. Das große Talent, das dem Nachwuchskader 2 des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) angehört und die Normen dafür in dieser Saison erfüllt hat, legte gleich furios über die Kurzstrecke von 50 Metern los und ließ bei ihrem Sieg in der Zeit von 33,19 Sekunden ihre nächste Konkurrentin eine halbe Sekunde hinter sich. In ihrem Sog schwammen drei Club-Kollegen am ersten Wettkampf-Tag zur Bronzemedaille: Ankush Yalgi (2007) über 200 Meter Schmetterling sowie Artur Geis (2008) und Melvyn Faber-Billot über 50 Meter Brust. Geis war aus Aschaffenburg nach Hofheim gewechselt und hat sich bereits deutlich verbessert .

Hannah Schneider legte tags darauf nach. Obwohl es im Vorlauf über 100 Meter Brust nicht optimal lief, gewann sie im Finale mit Bestzeit und Vereinsrekord mit 1:13,14 Minuten ihre zweite Goldmedaille. Melvyn Faber-Billot und Artur Geis landeten über die selbe Strecke auf den Plätzen vier und fünf.

Dann machte Schneider das Triple perfekt. Mit Bestzeit und Vereinsrekord gewann sie in 2:38,20 Minuten auch über 200 Meter Brust. "Das ist ein historischer Erfolg", freute sich Nicola Petzoldt über die drei Goldmedaillen ihrer jungen Schwimmerin. Auch Thomas Kittel, Geschäftsführer des Hessischen Schwimmverbandes (HSV), sprach ein Lob aus. "Es freut uns sehr, dass sie so gut abgeschnitten hat. Die Zeiten sind ansprechend", meinte Kittel und sagte mit Vorsicht: "Was sich daraus entwickeln wird, kann man schwerlich voraussehen. Die Voraussetzungen bringt sie mit." In jedem Fall werde Hannah Schneider bestens betreut. "Hofheim macht eine sehr gute Nachwuchsarbeit", so Kittel.

Nur Wiesbaden

besser als Hofheim

Auch Melvyn Faber-Billot schwamm über 200 Meter Brust aufs Treppchen. Im Spurt auf der letzten Bahn konnte er noch zwei Konkurrenten überholen und sich mit persönlicher Bestzeit von 2:25,39 Minuten Bronze sichern. "Wir hatten 13 Final-Teilnahmen, drei Gold- und vier Bronzemedaillen und waren 25. von 264 Vereinen im Medaillenspiegel", war Petzoldt sehr zufrieden. Nur Wiesbaden schnitt als hessischer Verein besser ab. Die Hofheimer ließen selbst erfolgreiche Vereine wie Frankfurt und Darmstadt hinter sich. 60 Prozent der Leistungen lagen im Bestzeitbereich. "Es hätte in der Breite besser sein können", erklärte die Trainerin, "aber das ist den ganzen Umständen geschuldet durch Corona und den Trainingseinschränkungen. Wir hatten in diesem Jahr erstmals wieder ein Trainingslager auswärts, auf Mallorca. Das war für den Kopf so gut. Wir sind super zufrieden".

Vom SCW Eschborn hatten sich zehn Talente für die Jahrgangsmeisterschaften qualifiziert. Dennoch reichte es diesmal "nur" zu zwei Final-Teilnahmen durch Julius Montag und Moritz Becker über 50 Meter Brust. Einige Vereinskollegen verpassten den Einzug in die Finals knapp. "Wir haben ein recht großes Aufgebot für die Meisterschaft gestellt und blicken optimistisch auf die nächste Jahrgangsmeisterschaft", meinte Eschborns Trainer und Sportwart Manuel Martin. Grund für den Optimismus sei, dass dann der Jahrgang 2010 hinzukommt, in dem Eschborn erfolgreich ist. vho/joi

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