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Wenn der Eschhöfer Luca Weber (rechts) am Ball ist, droht dem Gegner Ungemach.

Spieler des Monats

Hattrick in nur 20 Minuten

Die Nassauische Neue Presse hat sich bei der Wahl zum „Spieler des Monats Februar“ für Luca Weber vom VfL Eschhofen entschieden. In die engere Auswahl kommt jeweils ein Fußballer/eine Fußballerin, der/die auf oder neben dem Sportplatz besonders positiv aufgefallen ist.

VON PATRICK JAHN

In der Fußball-Kreisoberliga kämpft der VfL Eschhofen aktuell um den Klassenerhalt. Nach starkem Saisonstart lief monatelang gar nichts zusammen, so dass der drittletzte Tabellenplatz zur Winterpause Sorgenfalten bereitete. Umso wichtiger war es, unmittelbar zum Start in die Restrunde ein Zeichen zu setzen. Und in welchem Spiel geht das am besten? Natürlich in einem Derby.

Gegen den TuS Dietkirchen 2 waren gerade einmal 22 Minuten gespielt, da war die Partie schon entschieden. Vor allem einer präsentierte sich in prächtiger Verfassung und schnürte in dieser Zeit einen Hattrick: Luca Weber. „In der Vorrunde habe ich noch an mir und meinem Schuhwerk gezweifelt. Prompt habe ich mit meinen alten Schuhen auch wieder getroffen. Es war schon ein Stück weit besonders für mich, vor allem weil bei den drei Toren eines dabei war, dass ich mit meinem schwächeren rechten Fuß erzielt habe“, erzählt Weber.

Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 4:0, und die Partie war gelaufen. Nur Teamkollege Marius Jung sorgte mit seinem zwischenzeitlichen Treffer zum 2:0 dafür, dass Luca Weber der „lupenreine“ Hattrick verwehrt blieb. Der 25-Jährige ist im Übrigen mittlerweile als Co-Trainer von Adem Bülbül in einer neuen Rolle. Doch so viel hat sich für den dreifachen Torschützen eigentlich gar nicht geändert. Er sagt: „Ich mache das gleiche wie vorher auch. Ich berate mich natürlich mit Adem immer, wie wir das nächste Spiel angehen wollen. Innerhalb der Mannschaft genieße ich fußballerisch schon ein hohes Ansehen, aber meine Mannschaftskameraden passen schon auf, dass ich meine Nase nicht zu hoch trage. Ich passe gut zum VfL und der VfL gut zu mir. Die Jungs kennen all meine Macken, von daher passt das schon alles ganz gut zusammen.“

Der 4:1-Erfolg gegen den TuS Dietkirchen 2 hat freilich für die Eschhöfer immense Aussagekraft. Das weiß auch Luca Weber: „Der Derbysieg war extrem wichtig für uns. In der Hinrunde hatten wir trotz teilweise guter Leistungen einfach ein Ergebnisproblem. Für die Moral waren die drei Punkte von großer Bedeutung, fest steht aber, dass wir eifrig weiter punkten müssen, um die Liga zu halten.“ Dass das Saisonziel Klassenerhalt heißt, versteht sich also für den VfL von selbst.

Und was erhofft sich Luca Weber sonst noch? „Ich würde mir mal eine ruhige Saison wünschen, in der wir neue, junge Leute integrieren. Wir haben in Eschhofen eine super Gemeinschaft, auch wenn wir sportlich einer Wundertüte gleichen.“ Wie dem auch sei, durch den Sahnetag des Metallbauers hat seine Mannschaft neues Leben eingehaucht bekommen. Geht es nach dem Geschmack von Luca Weber, dann sollte am nächsten Sonntag gegen die SG Selters ein weiterer Heimsieg folgen. Gegen einen neuerlichen Dreierpack dürfte er auch nichts einzuwenden haben.

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