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Auf eine starke Jugend kann er beim HC Bad Homburg bauen: Trainer Moritz Schneider.

Hockey, Hochtaunus

HCH-Trainer Moritz Schneider: Sein Ziel ist die Bundesliga

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Vor einem Jahr wurde Moritz Schneider von den Lesern der Taunus Zeitung zum "Trainer des Jahres" gewählt - wie es mit ihm weiterging.

Zwar ist es nur noch theoretisch möglich, den Titel in der 1. Verbandsliga zu gewinnen. Trotzdem hat Spielertrainer Moritz Schneider gute Aussichten, mit dem HC Bad Homburg in die Hockey-Oberliga Hessen aufzusteigen. Spitzenreiter TEC Darmstadt III verfügt über ein Vier-Punkte-Polster und hat noch ein Nachholspiel zu absolvieren. Allerdings wird die 2. Mannschaft des Clubs sehr wahrscheinlich nicht den Sprung von der Oberliga in die 2. Regionalliga schaffen. Somit wäre die „Dritte“ nicht aufstiegsberechtigt.

„Wir haben es in der eigenen Hand“, sagt Schneider zur Ausgangslage. Drei Siege in den letzten drei Partien reichen für den Sprung in die Oberliga, dann würde das HCH-Herrenteam künftig nicht nur auf dem Feld, sondern auch in der Halle auf höchster hessischer Ebene vertreten sein.

Die sportliche Vita von Schneider, den die Leserinnen und Leser dieser Zeitung vor zwölf Monaten zum „Trainer des Jahres“ im Hochtaunuskreis gewählt hatten, wäre um ein Erfolgskapitel reicher. Für die aktuelle Sportlerwahl können Sie bis zum Samstag im Internet unter fnp.de noch Ihre Stimme abgeben.

Die Wahl hatte der Trainer, den sie im Verein „Mo“ rufen, gewonnen, weil er auch mit der U18 erfolgreich war, sie zur hessischen Vizemeisterschaft und Platz fünf bei den „Süddeutschen“ führte. Jetzt gilt seine volle Konzentration den Herren.

So richtig in Schwung geraten sind die Bad Homburger, Seriensieger der vergangenen Spielzeiten, erst in den vergangenen Wochen. Zum einen mussten sechs Abgänge verkraftet werden, zum anderen ließ der direkte Konkurrent Rüsselsheimer RK III wegen fehlender Kadertiefe nach. Am Sonntag (10 Uhr, Hochtaunushalle) peilt der HCH gegen den SC SAFO Frankfurt II nun den vierten Sieg in Serie an.

Sollte es mit der doppelten Oberliga klappen, sieht der 32-Jährige den Club an einem Punkt angelangt, von dem aus es nur unter größeren Anstrengungen weiter nach oben ginge. „Uns fehlen die Spieler zwischen 20 und 30 Jahren“, betont A-Lizenz-Inhaber Schneider. So zog es vier der sechs Abgänge aus Studiengründen nach Konstanz, München, Münster oder Sankt Gallen, die beiden anderen sind nun bei der Bundeswehr.

Einige Spieler aus diesem Sextett hätten das Niveau, Regionalliga zu spielen. Andere im Team wiederum scheuten längere Fahrten, die in der Regionalliga anstünden. Aufgrund dieses strukturellen Problems sei die Oberliga „die passendste Liga für den HCH“, erklärt der ehemalige Bundesliga-Akteur des SC Frankfurt 1880.

Trotz des Abgangs der ehemaligen Jugendspieler sei es wichtig, den Nachwuchs weiterhin zu fördern. „Da stehen wir auf einer stabilen Basis. Ziel ist es, dass alle Teams auf Hessenebene ein Wörtchen mitreden“, sagt Schneider. So konnten zuletzt die Homburger A-Mädchen die hessische Feldmeisterschaft gewinnen.

„Momentan bin ich glücklich in Bad Homburg“, sagt der gebürtige Osthesse, der mit seiner Familie im Frankfurter Stadtteil Riedberg lebt und in der Kelkheimer Eichendorffschule Mathematik und Sport unterrichtet. Einen vielleicht nicht ganz so kleinen Wunsch hegt Moritz Schneider, wenn er auf seine langfristigen sportlichen Ziele angesprochen wird. Er möchte einmal einen Herren- oder Damen-Bundesligisten trainieren.

Finalturnier um die U16-Hessenmeisterschaft steigt am Sonntag in der Hochtaunushalle

Die U16 des HC Bad Homburg spielt am Sonntag vor heimischem Publikum um die Hessenmeisterschaft im Hallenhockey. Der Tabellendritte der Vorrunde trifft in der Hochtaunushalle um 16.50 Uhr im Halbfinale auf den Viertplatzierten, den Limburger HC. Großer Favorit ist der SC Frankfurt 1880, der mit zwei Teams die Vorrunde dominiert hatte, beim „Final Four“ aber nur mit einer Mannschaft antreten darf. Die Finalisten des Sonntagabends qualifizieren sich für die süddeutschen Hallenmeisterschaften der Jugend B.

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