Fußball-Gruppenliga Wiesbaden

Das Heiko-Weidenfeller-Phänomen

SV R

SV RW Hadamar 2 ? RSV Weyer 2:1 (1:0). Weyer legte vor ansprechender Derby-Kulisse gut los. In der 5. Minute verpasste Michael Schmitz im Fünfer eine Hereingabe von Patrick Kolodziejczyk nur um Haaresbreite. Schmitz hatte wenig später nach einem Fehlpass von Noguchi freie Schussbahn und zielte über das Gehäuse. Mit der ersten Offensivaktion ging Hadamar in Führung. Mo Zouaoui führte einen Freistoß kurz vor dem Strafraum gedankenschnell aus, Simon Neugebauer hielt den Fuß rein: 1:0. Weyer hatte bis zur 40 Minute keine Torchance mehr, bis Kolodziejczyk mit einem trockenen Schuss den Posten traf. Hadamars Gianni Petrone hatte kurz vor der Pause noch einmal einen Torschuss zu verzeichnen. Die SVH-Abwehr um David Sembene und Alapi Ladipo hielt den nominell stark besetzten RSV-Angriff gut unter Kontrolle; schließlich hatte man ja noch Leon Hasselbach im Tor. Hadamar agierte bis zur Einwechselung von Kuyosei Takano (62.) ohne echten Stürmer. Der Japaner brachte gleich mehr Leben ins Angriffsspiel der Hausherren, Julian Gerwalt prüfte Weyers Keeper Hisenay (65.), Mo Zouaoui traf mit einem sehenswerten Schuss aus 18 Metern die Querlatte. (68.) Nachdem Yuki Noguchi (72.) am Weyerer Keeper gescheitert war, machten die Grün-Weißen in der Schlussviertelstunde noch einmal richtig Dampf. Was aus dem Spiel heraus nicht gelang, holte Michael Schmitz mit einem Freistoß (80.) nach. Aus gut 18 Metern traf der Goalgetter zum bis dahin verdienten 1:1. Der Uhrzeiger hatte gerade eine Umdrehung gemacht, da jubelten die Rot-Weißen wieder. Einen idealen Pass in die Schnittstelle der RSV-Abwehr verwerte Yuki Noguchi zum 2:1 (81.). Zweimal noch hatte der RSV Weyer die Möglichkeit, erneut auszugleichen: Zunächst verpasste Timo Wind mit einem Kopfball, und Michael Schmitz hatte in der Nachspielzeit bei einem Schuss Pech. So blieb es beim insgesamt etwas glücklichen Derby-Erfolg der Truppe von Heiko Weidenfeller, der mit seiner Arbeit in den vergangenen zehn Tagen schon einiges bewegt hat. ?Es liegt noch viel Arbeit vor uns, bis wir auch mal wieder ein Spiel bestimmen können und nicht bis zum Schluss zittern müssen. Wir sind aber auf einem guten Weg?, so das Fazit des Rot-Weiß-Trainers. Sein Gegenüber Frank Wissenbach nahm die Niederlage sportlich: ?Wir wussten, dass wir heute auf einen deutlich stärkeren Gegner treffen würden, als es noch bis vor zwei Wochen den Anschein hatte.? rei

Hadamar: Hasselbach, Mehmeti, Ladipo, Sembene, Dörnte, Matthias Neugebauer, Zouaoui, Simon Neugebauer, Petrone (63. Takano), Gerwalt, Noguchi ? Weyer: Hisenay, Orani, Roth (60. Wind), Sawall, Haberkorn, L. Seibel, D. Seibel (25. Wecker), Schmidt, Schmitz, Kolodziecjczyk, Petri ? Tore: 1:0 Simon Neugebauer (9.), 1:1 Michael Schmitz (80.), 2:1 Noguchi (81.) ? SR: Eren (Schlangenbad) ? Zuschauer: 200 ? Rot: Gerwalt (H/83.).

RSV Würges ? SC Meso-Nassau Wiesbaden 0:2 (0:0). Die erste gute Chance entstand in der 20. Minute durch einen Konter des RSV. Der SC-Keeper parierte stark gegen den auf ihn zulaufenden Tobias Glasner. Nach 37 Minuten setzte sich Alen Nukovic gegen seinen Gegenspieler durch und kam im Doppelpass mit Nick Erwe gefährlich zum Abschluss. Dann rettete erneut der Meso-Schlussmann, nachdem der RSV einen Konter über drei Stationen gut ausspielt hatte. In der 62. Minute mussten die Wiesbadener ihren Torwart wechseln, der sich ohne Gegnereinwirkung verletzt hatte. Einer der seltenen Meso-Konter (75.) brachte dann den Schock: Omar Njie verwandelte zum 0:1. Direkt im Anschluss spitzelte Noah Ay einem Würgeser Innenverteidiger den Ball vom Fuß. Jens Rock rettete im Eins-gegen-Eins. Als der RSV (85.) erneut im Mittelfeld unglücklich den Ball verlor, trug sich Omar Njie erneut als Torschütze ein. Manuel Meuth traf noch den Pfosten (90.).

Würges: Rock, Becker, Nukovic, Fries, Glasner, Erwe, Hohly, Schmick, Max. Meuth, Pedraza, Harmouch (Bücher), Pickhardt, Reitz, Man. Meuth, Guerreiro-Chaparro, Morawiec-Zingel ? Tore: 0:1 (75.), 0:2 (85.) beide Omar Njie.

SV Elz ? Spvgg. Eltville 2:4 (2:2). Es dauerte knapp 20 Minuten, bis die Zuschauer etwas mehr geboten bekamen als gutes Wetter. Markus Balmert leitete mit einem schicken Pass auf Dennis Dietrich das Ereignis ein. Der Elzer Stürmer nahm Fahrt auf und krönte seinen Sololauf mit dem 1:0 (21.). Kaum fünf Minuten später markierten die Eltviller durch Patrick Veith den Ausgleichstreffer (26.). Kurz vor der Pause zeigte Referee Alexander Müller auf den Punkt. Der Foulelfmeter für die Rheingauer verwandelte Patrick Veith zur 1:2-Gästeführung (38.). Dies sollte es aber noch nicht gewesen sein. Max Häckel erkämpfte sich an der Grundlinie das Spielgerät und brachte es in die Gefahrenzone, wo Timo Schlag mit dem Pausenpfiff zum 2:2 einnickte (45.). Die Gelb-Schwarzen verloren allmählich etwas die Ordnung, vermochten eine vermeintlich harmlose Flanke nicht aus der Gefahrenzone zu klären, und Eric Bender nutzte das Durcheinander zum 2:3 (60.). Eltville legte durch Julian Vogler das 2:4 nach (64.), und der Faden war gerissen. höl

Elz: Schmitt, M. Born, Amin (44. Lübke), Häckel, A. Born, Balmert, Kesgin (59. Frackowiak), Schlag, Mohri, Neis, Dietrich (69.Peters) ? Tore: 1:0 Dennis Dietrich (21.), 1:1 (26.), 1:2 (38./FE) beide Patrick Veith, 2:3 Eric Bender (60.), 2:4 Julian Vogler (64.) ? SR: Müller (Gießen).

SG Kirberg/Ohren/Nauheim ? SG Höchst 2:3 (1:1). Auf dem ?Weiherflo? sahen die Zuschauer von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. KON nutzte einen Eckball zur Führung: Steven Pfeiffer hatten den zu kurz abgewehrten Ball aus der Luft ins lange Eck genagelt. In der 23. Minute hatte die SGH die erste deutliche Torchance, doch Nikolai Pyatt scheiterte freistehend an Torhüter Yannik Großmann. Danach hatte zunächst die Heimelf bei einem schnellen Gegenstoß über Lukas Scheu und Robin Butzbach die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen. Die nächste Höchster Chance nutzte dann Nikolai Pyatt in der 34. Minute zum 1:1. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Gelegenheiten hüben wie drüben. Jens Scheib scheiterte in der 50. Minute aus spitzem Winkel am Pfosten. Als kurze Zeit später Lukas Reusch kurz vor der Strafraumgrenze gefoult wurde, erzielte Björn Enderich mit einem Freistoß die Führung für Kirberg/Ohren/Nauheim. In dem weiter abwechslungsreichen Spiel wussten die Höchster in der 69. Minute auszugleichen und in der 83. Minute die Führung zu markieren ? beide Treffer erzielte Adrien Antinac. Mit aller Macht versuchte die Dylong-Elf wenigstens einen Punkt zu retten, scheiterte jedoch mehrfach ganz knapp. Kirberg/Ohren/Nauheim belohnte sich nicht für eine sehr engagierte Leistung.

Kirberg/Ohren/Nauheim: Y. Großmann, Kraft, Schulz, Pfeiffer, Enderich, Dylong, Reusch, R. Butzbach, Stephan, L. Scheu, Scheib (Mantel, Paulus, Reichardt, Gapp) ? SR: ? Tore: 1:0 Steven Pfeiffer (13.), 1:1 Nikolai Pyatt (34.), 2:1 Björn Enderich (57.), 2:2 (69.), 2:3 (83.) beide Adrien Antinac.

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