Nun soll es bei den Jugendfußballern bis 14 Jahren weitergehen. Doch die Vereine sind vorsichtig und wollen nichts riskieren. Foto: dpa
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Nun soll es bei den Jugendfußballern bis 14 Jahren weitergehen. Doch die Vereine sind vorsichtig und wollen nichts riskieren.

Jugendfußball Main-Taunus-Kreis

Heimische Vereine kamen gut durch die Pandemie

  • vonKlaus Wiebe
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Umfrage über Austritte und wie die Vereine wieder beginnen wollen

Main-Taunus -Wegen der seit einem Jahr bestehenden mehrfachen Unterbrechungen des Spiel- und Trainingsbetriebes beklagen etliche Vereine in einigen Sportarten (zum Beispiel bei den Turnern), dass im Jugendbereich eine Vielzahl von Abmeldungen erfolgt ist. Erfreulich für die heimischen Vereine: Bei den Jugendfußballern im Main-Taunus-Kreis ist dies jedoch nicht der Fall. Mit den Lockerungen keimt Hoffnung auf, dass sie wieder in den Trainingsbetrieb gehen können.

"Unsere Erfahrung ist, dass sich zum Jahresende hin immer Abmeldungen ergeben. Doch auch in den Zeiten der Pandemie hielt sich dies im gleichen Rahmen wie in den Vorjahren", sagt Christa Klöckner, Jugendleiterin der TuS Hornau, "wir mussten aber feststellen, dass sich im Gegensatz zu den Vorjahren keine Kinder angemeldet haben. Sonst kamen zu Beginn eines Jahres die Kleinsten hinzu, daher werden wir kaum Nachwuchs im Bambini-Bereich haben". 260 Jugendliche spielen dort. Gemeinsam mit der SG Kelkheim spielen die A-Junioren in der Hessen-, die B- und C-Junioren in der Verbandsliga. Aus den A-Junioren rekrutiert Hornau seit Jahren viele Spieler, die in den Teams in der Gruppenliga und der A-Liga zum Einsatz kommen. Nach der seit Montag erfolgten Lockerung werden die Jugendlichen bis 14 Jahre auf dem Platz am Reis ihren Trainingsbetrieb aufnehmen. "Mal sehen, wie sich die Zahlen der Erkrankungen entwickeln. Wir hoffen, dass die Kinder wieder auf Dauer ins Training und auch wieder ihre Spiele haben dürfen", wünscht sich Christa Klöckner.

Erst in der kommenden Woche wird der FC Eddersheim den Trainingsbetrieb für die bis zu 14-jährigen aufnehmen. "Wir warten noch etwas ab, weil wir noch ein genaues Konzept über das genaue Vorgehen erstellen wollen. Da sind noch einige Fragen - auch von der Verbandsseite - offen", berichtet Jürgen Paul. Dem Eddersheimer Jugendleiter liegen ebenfalls bisher keine Abmeldungen wegen der langen Pause vor. Rund 270 Nachwuchskräfte jagen derzeit beim Hessenligisten dem Ball nach, zu den 14 Mannschaften gehören auch zwei Mädchenteams. "Auch wir hoffen, dass sich die Lage bis zum Sommer stabilisiert und wir wieder auf verstärkten Zulauf bei den Jüngsten bauen können", sind die Erwartungen von Jürgen Paul. Vor allem die in der Gruppenliga spielende Zweite Mannschaft konnte in den vergangenen Jahren verstärkt auf viele Akteure aus dem eigenen Nachwuchs bauen, was auch zu dem steten Aufschwung des Vereins beitrug.

Bei Viktoria Kelsterbach und beim FC Sulzbach sind zwar jeweils etwa 100 Jugendliche weniger als in Hornau und Eddersheim aktiv, aber bei beiden Vereinen hat es ebenfalls noch keine Abmeldungen gegeben. "Wir haben wie in jedem Jahr in Januar die Beiträge eingezogen, es gab keine negativen Rückmeldungen", berichtet der Kelsterbacher Vorsitzende Udo Würz, der sein langjähriges Amt nach der nächsten Hauptversammlung nicht mehr ausführen wird. "Wir haben uns im Vorstand besprochen und den Beitragseinzug in diesem Jahr noch etwas zurückgestellt, doch auch wir sind zuversichtlich, dass es kaum Abmeldungen über den üblichen Rahmen hinaus geben wird", erklärt der Sulzbacher Vorsitzende Ottmar Heyer. kbe

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