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Eisbachtals Trainer Marco Reifenscheidt kriegt die Krise.

Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

Heimniederlage statt Befreiungsschlag

Der erhoffte Befreiungsschlag blieb für die Eisbachtaler Sportfreunde in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar aus. Im Gegenteil: Das 0:2 gegen Dudenhofen stürzte die Westerwälder noch tiefer ins Jammertal.

VON NILS SEIP

Sportfreunde Eisbachtal – FV Dudenhofen 0:2 (0:0). In einer zerfahrenen und umkämpften Anfangsphase war Eisbachtal das bessere Team. Dem vermeintlichen Favoriten aus Dudenhofen war hingegen anzumerken, warum der FV lediglich fünf seiner Punkte bisher in der Fremde geholt hatte. Folgerichtig hatten die Sportfreunde durch Lukas Reitz nach schöner Kombination über Jonas Hannappel und Steffen Meuer die erste Chance, doch dieser verzog (4.). Nach 17 Minuten erhöhte sich der Puls der Zuschauer: Eine Freistoßflanke von Meuer fand Neuverpflichtung Altin Vrella, dessen Kopfball die Latte touchierte. In der 28. Minute ließ sich Dudenhofen erstmals vor dem Kasten blicken: Erst parierte Johann Heinz einen scharf getretenen Freistoß Tolga Barins, dann war er nach der anschließenden Ecke beim Schuss von Paul Stock auf dem Posten. 

Kurz vor der Pause drehten die „Eisbären“ noch einmal auf. Steffen Meuer wurde im Strafraum freigespielt und scheiterte aus sieben Metern an FV-Keeper Malcolm Mcquay Little, der blitzschnell unten war (43.). Quasi mit dem Pfiff kam Lukas Reitz nach starkem Flankenlauf von Gabriel Jost zum Abschluss – vergebens. 

Die Eisbachtaler schwelgten noch in Gedanken an die warme Kabine, da holten sie die Dudenhofener in die eiskalte Realität des Nentershäuser Herbstwetters zurück: Nach einem Fehler im Aufbauspiel tauchte Julian Marc Scharfenberger frei vor dem Kasten auf und verwandelte cool gegen den herauseilenden Johann Heinz zum 0:1 (48.). SFE-Trainer Marco Reifenscheidt: „Wir verlieren unglücklich den Ball, dann kommt der Ball in die Tiefe, und Johann Heinz verschätzt sich beim Rauslaufen. Dennoch keinen Vorwurf an ihn, da es sein erstes Saisonspiel war.“ Die Reaktion der „Eisbären“ war ein Freistoß von Reitz, der Richtung linkes Kreuzeck flog; doch Torwart Little machte sich ganz groß (52.). 

In der Folge verstand es der FVD geschickt, die Sportfreunde vom Tor fernzuhalten und Nadelstiche zu setzen. So ließ Stock zwei Eisbachtaler stehen und spielte auf Scharfschütze Scharfenberger, dessen Schuss Heinz zur Ecke lenkte (61.). Drei Minuten später zog Nino Schlosser von rechts nach innen, sein Schuss streifte haarscharf am langen Eck vorbei. Trainer Reifenscheidt beschwerte sich indes etwas zu lautstark über die Schiedsrichterleistung und sah die Gelbe Karte (74.). Seinen Jungs war der Wille, das Spiel zu drehen, nicht abzusprechen. 

Wohl symptomatisch die Entstehung des 0:2: Vrella schießt Marc Tautz auf den „Allerwertesten“, aus dem resultierenden Konter macht der eingewechselte Christopher Koch das 0:2 (90.+3). Das Glück, so resümierten auch beide Trainer, scheint den „Eisbären“ nicht hold zu sein. 

Eisbachtal: Heinz, Vrella, Jost (62. Ushiyama), Kleinmann, Hundhammer, Reitz, Quandel, Tautz, Leber (71. Stahlhofen), Meuer (62. Duchscherer), Hannappel – Dudenhofen: Little, Himmighöfer, Enzenhofer, Häussler (82. Koch), Eppel, Scharfenberger (90. Feuerstein), Zein, Barin, Stock, Schlosser (85. Herbel), Said – Tore: 0:1 Julian Marc Scharfenberger (48.), 0:2 Christopher Koch (90.+3) – SR: Edrich (Bliesen) – Zuschauer: 220.

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