Christopher Skoczny dribbelt in Zukunft nicht mehr für die DJK, sondern die Sportfreunde Friedrichsdorf. FOTO: A. Schirrmann-Ayeni
+
Christopher Skoczny dribbelt in Zukunft nicht mehr für die DJK, sondern die Sportfreunde Friedrichsdorf.

Fußball Hochtaunus, Gruppenliga Frankfurt West

Herbe 0:6-Schlappe für die Sportfreunde Friedrichsdorf, Neu-Anspach bleibt an der Spitze

Während der Titelaspirant in Dortelweil erstmals verliert, hält sich Spitzenreiter Anspach schadlos. Die DJK Bad Homburg verliert nicht nur 0:4, sondern auch vier Spieler.

Hochtaunus -Der FSV Friedrichsdorf, der FC Neu-Anspach und wieder der TSV Vatanspor - aus dem Hochtaunus ist ein Trio am 6. Spieltag der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West erfolgreich.

SV Steinfurth - FC Neu-Anspach 0:3 (0:1):Die Gäste verteidigten zwar die Tabellenführung, doch überzeugen konnte die Mannschaft von Trainer Jörg Loutchan nicht. "Der Sieg ist verdient, wurde aber nicht souverän herausgespielt", konstatierte er. Bei gefühlt 90 Prozent Ballbesitz gelang es den Anspacher erst zwei Minuten vor der Pause, das 1:0 zu erzielen. Es kombinierten sich Philipp Kraus und Torschütze René Gilles durch. "In der ersten Halbzeit agierten wir zu kompliziert, statt den einfachen Ball zu spielen. Nach der Pause war es einen Tick besser, aber noch zu fehlerbehaftet", sagte Loutchan. Nach gutem Pressing erhöhte Patrick Berschick (55.) auf 2:0, ehe Marco Weber einen Strafstoß verwandelte (87.); er war von Torwart Lennart Kopf gelegt worden. (fri)

SC Dortelweil - SF Friedrichsdorf 6:0 (1:0):Alexandros Theodosiadis wollte keinerlei Ausreden gelten lassen. "Wir haben verdient verloren, auch in der Höhe, weil wir uns dumm angestellt und viel zu naiv agiert haben", ärgerte sich der SF-Coach. Schon nach einer knappen Viertelstunde brachte Dennis Geh die Gastgeber in Führung. Nach einem kurz ausgeführten Standard kam der Ball diagonal an den zweiten Pfosten, wo Geh zum 1:0 einschob. In der Pause wechselte Theodosiadis zweimal, brachte Christian Füssel und Eric Mbenoun, doch der Umschwung wollte nicht gelingen. Ein Foulelfmeter und zwei schnelle Angriffe sorgten für das 4:0 innerhalb von fünf Minuten. "Wir haben uns zu leicht auskontern lassen", bemängelte der Trainer, der Niederlagen einkalkuliert habe. "In dieser Höhe darf uns das aber nicht passieren." Am Mittwoch kommt Hessenligist SV Zeilsheim im Pokal.

Tore:1:0 Geh (16.), 2:0 Pröckl (56./FE), 3:0 Strenger (59.), 3:0 Günther (61.), 5:0 Steffen (79.), 6:0 Bell (85.). (rk)

FC Karben - Usinger TSG 4:1 (0:0):Nach einem nervenaufreibenden Spiel mit acht Gelben Karten und zwei Platzverweisen analysierte UTSG-Spielausschuss-Boss Olaf Best sachlich und fair: "Die Karbener haben mehr Kampfgeist und Leidenschaft an den Tag gelegt. Sie haben verdient gewonnen. Von uns war es bisher der schlechteste Auftritt."

Trotzdem war für die UTSG etwas drin, die nach 52 Minuten auch in Führung ging (Max Miot Paschke hatte Vinzent Schell bedient. Nach dem Ausgleich im Gegenzug durch einen Abstauber von Timo Schmidt (54.) blieb's eng bis zehn Minuten vor dem Abpfiff. Dann wollte Luca Konieczny klären, schoss Axel Furkert an und der Ball trudelte zum 2:1 ins Tor. Wenig später ließ sich Nils Jandausch zu einer Beleidigung gegen einen Zuschauer hinreißen und sah dafür Rot. Usingen musste aufmachen, Karben konterte über Yannick Alter - 3:1.

Als der Torschütze in der Nachspielzeit Niklas Lerch in die Hacken trat und dieser Alter umstieß, rechnete Best mit einem Platzverweis für beide, doch nur der Usinger erhielt in. Und Danilo Bruno setzte für den FC das 4:1 drauf. "Für uns ein gebrauchter Sonntag", sagte Best. (rem)

1. FC-TSG Königstein - Türk. SV Bad Nauheim 1:1 (0:0):Nach dem ersten Saisonsieg gegen Niederrad am Mittwoch konnte es Till Sommerfeld nicht fassen, dass die Gastgeber nicht gleich einen "Dreier" nachlegten. "Wir hatten in der ersten Halbzeit fünf Hundertprozentige und müssen das Spiel klar für uns entscheiden", berichtete Königsteins Sportlicher Leiter für den Seniorenfußball. Doch wie es oft so ist: Das erste Tor gelang dem Gegner. Stanley Ike Ugochukwu, bis dato abgemeldet, stand da, wo ein Stürmer stehen muss, und erzielte seinen bereits 13 Saisontreffer.

Wenigstens sprang für die Gastgeber noch der Ausgleich durch Mert Özbek aus dem Gewühl heraus (80.). "Sonst hätte ich Fußball nicht mehr verstanden", sagte Sommerfeld. Ein Sonderlob in diesem fairen Spiel erhielt Königsteins Flügelspieler Nico Grill. (rem)

SG Westend - FV Stierstadt 5:2 (2:0):Die entscheidende Szene in der 67. Minute: Aus klarer Abseitsposition, betonte Stierstadts Sportlicher Leiter Marco Hentsch, markierte Victor Gonta das 4:2. Von diesem Dämpfer erholte sich der FVS nicht, Marvin Diehl sah wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte, ehe Danijal Brkovic das 5:2 erzielte (81.).

Bei Standards hatten die Stierstädter Probleme, so gerieten sie durch Treffer von Gonta (16.) und Brkovic (40.) mit 0:2 in Rückstand. Elliot Baba sorgte für das Anschlusstor (60.), doch nur eine Minute später erzielte Emir Rovcahin das 3:1. Auch der zweite Anschlusstreffer - Levi Ofoe staubte ab (65.) - verpuffte bald. Trainer Christian Liebig: Gegen einen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte "sollte man punkten. Es ist aber kein Rückschlag, dann holen wir gegen Karben einen Dreier." (fri)

Vatanspor Bad Homburg - Spvgg 03 Fechenheim 4:2 (2:1):Abseits der Sportplätze droht Vatanspor angesichts eines möglichen Abzugs von zwölf Punkten Ungemach (Fehler bei Spielerverpflichtungen). Auf dem Rasen läuft es ausgesprochen gut, denn der Sieg über Fechenheim war schon der vierte in Serie. "Ich habe den Jungs gesagt, dass sie all das, was uns zwischen die Beine geworfen wird - ob es von außen kommt oder unsere eigene Schuld ist - ausblenden sollen", verriet Necip Incesu. Der Trainer durfte erleben, wie dies seinen Spielern ausgezeichnet gelang - mit Ausnahme der ersten zehn Minuten. Da fiel das 0:1 nach einem Konter durch Ali Memis (10.).

Danach war es vor allem Ömer Hotaman, der den Ton für die Gastgeber angab. In der 25. Minute zirkelte er einen Freistoß zum 1:1 in den Winkel, in der 44. vollendete er einen Konter zum 2:1 und in der 50. holte er einen Strafstoß heraus, den Kapitän Alex Ujma zum 3:2 verwandelte. Die Gäste mussten zwei fragwürdige Platzverweise hinnehmen: für Kennedy Ogbonnaya (49./Rot) und Kamil Yikilmaz (78./Gelb-Rot).

Tore:0:1 Memis (10.), 1:1, 2:1 Hotaman (25./DFS, 44.), 2:2 Yikilmaz (47. FE), 3:2 Ujma (50./FE), 4:2 Rachdi (72.). (rk)

FSV Friedrichsdorf - FSG Burg-Gräfenrode 3:0 (1:0):Metin Yildiz schüttelte schmunzelnd den Kopf über seine Mannschaft. "Die feiern hier gerade, als ob sie die Meisterschaft gewonnen hätten", berichtete er, während im Hintergrund lautstark die Post ab ging. Verdient hatten es sich die Spieler, obgleich sie den Gegner aus Burg-Gräfenrode noch deutlicher hätten schlagen können. "Wir hatten gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, haben dabei auch wirklich mit hohem Tempo gespielt, aber im letzten Drittel war's meistens dann nur Larifari", so Yildiz. Beim 1:0 in der 29. Minute verwandelte Moritz Kulick den zweiten Abpraller nach einer Ecke aus 17 Metern flach im Eck. Das 2:0 und 3:0 erzielte Salko Quezada Martinez nach einer guten Flanke (63.) und im Eins-gegen-eins mit Keeper Lukas Klein (83.). Der hielt dafür gegen Dennis Winter einen Foulelfmeter.

Tore:1:0 Kulick (29.), 2:0/3:0 Martinez (63., 83.). (rk)

Bitter für DJK Bad Homburg: 0:4 und vier Abgänge

Just nachdem die DJK Bad Homburg wegen des 3:0 im Hochtaunus-Derby am Mittwochabend gegen die Usinger TSG mit Lob überschüttet worden war, erlebten die Verantwortlichen um Trainer Ibrahim Cigdem eine schwarze Stunde: Mit dem talentierten Christopher Skoczny, Stammtorwart Marco Kapias, Adnan Hafiz und Adrian Augustincic schlossen sich vier Spieler dem Ligakonkurrenten Sportfreunde Friedrichsdorf an. Nicht zum ersten Mal sei der Konkurrent so vorgegangen und habe junge Spieler mit Geldscheinen gelockt, sagte Cigdem. Der Trainer klang aber gefasst. "Das ist nicht unbedingt das sportlich fairste Vorgehen, aber auch nicht illegal. Sie dürfen sich dann aber nicht wundern, wenn ihnen so etwas wie mit Emin Yalin passiert." Der Stürmer soll sich noch einen Vorschuss geben lassen haben, um sich dann plötzlich abzumelden. Zurück zur DJK: Bei Olympia Fauerbach fingen die Gäste gut an, doch nach zwei erfolgreichen Standards der Gastgeber (Thum/6., Botschek/35.) habe man dem Team die Unruhe der letzten Tage angemerkt, so Cigdem. Spielertrainer Baufeldt erhöhte auf 4:0 (43., 59.), zudem parierte Torwart Jens Michalak einen Elfmeter von Salih Yasaroglu und auch den Nachschuss in überragender Manier (78.). (rem/rk)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare