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Turgay Akbulut erwartet mit dem FC Eddersheim am ersten Spieltag die Spvgg. Neu-Isenburg.

Fußball

Hessenliga: Eddersheim startet am 27. Juli

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Die alte Saison war noch nicht ganz abgelaufen, da kamen die Vertreter der Hessenligisten schon in Grünberg zusammen, um die Weichen für die neue Runde zu stellen.

Der Verbandspräsident persönlich begrüßte die Vereinsvertreter am Freitagabend zur obligatorischen Vorrundenbesprechung der Fußball-Hessenliga. Es gelte „Aufbruchstimmung“ zu erzeugen, meinte Stefan Reuß mit Blick auf die „historische Situation“ nach dem frühen WM-Aus der deutschen Mannschaft. Das war natürlich nicht ganz so ernst gemeint, denn, so betonte Reuß: „Der Fußball lebt.“ Es gelte die „positiven Effekte“ aus der abgelaufenen Runde mitzunehmen. Solche hatte der Präsident des Hessischen Fußball-Verband einige registriert.

So zum Beispiel das steigende Interesse am Hessenpokal, dessen Endspiel ja im Rahmen des „Finaltag der Amateure“ am Pfingstmontag von der ARD live gezeigt wurde. Im nächsten Jahr, erläuterte Reuß, würden erstmals alle Endspiele der 21 deutschen Landesverbände sowie das DFB-Pokalfinale an einem Tag (25. Mai) ausgetragen und im Fernsehen gezeigt werden.

Auch in punkto Zusammenarbeit mit „Sporttotal.TV“, einer Streaming-Plattform für Amateurfußball, die vom DFB und einem Technologie-Unternehmen ins Leben gerufen wurde, zeigte sich Reuß positiv gestimmt. Die Rückmeldungen von Vereinen aus anderen Landesverbänden, in denen die Online-

Liveübertragung

mittels einer festinstallierten Kamera schon praktiziert werde, sei durchweg positiv. Und der befürchtete Zuschauerrückgang sei nicht eingetreten, eher das Gegenteil. In der Hessenliga wollen nun zur neuen Runde erstmals einige Vereine das Experiment angehen.

Da Verbandsfußballwart und Klassenleiter Jürgen Radeck (Ortenberg) noch im Urlaub weilt, leitete sein Stellvertreter Matthias Bausch (Waldbrunn) die Sitzung. Sein Rückblick fiel kurz und knapp aus, zu bemängeln hatte er nichts. Im Gegensatz zum Vertreter des zuständigen Sportgerichts der Verbandsligen Klaus Kremer (Eltville), der eine Zunahme beim „unsportlichen Verhalten der Trainer und Betreuer“ registrieren musste. „Es hat mehr Fälle gegeben, das ist überflüssig“, fasste Kremer treffend zusammen und mahnte die Vereine, auf ihre Akteure an der Seitenlinie entsprechend einzuwirken.

Bevor es in die Feinabstimmung des Terminplans ging, stellten sich noch die vier Aufsteiger Hünfelder SV, FC Eddersheim, FV Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg vor, die allesamt zunächst einmal den Klassenerhalt anpeilen. „Wir wollen nicht noch einmal so sang- und klanglos wie 2013 absteigen“, erklärte der Eddersheimer Sportliche Leiter Erich Rodler bei der Vorstellung seines Vereins. Auch mit dem Startprogramm (zwei Heimspiele gegen Neu-Isenburg und Waldgirmes) konnte Rodler „gut leben“.

Der Klassenverbleib könnte in dieser Saison etwas leichter zu erringen sein, denn im günstigsten Fall (kein Regionalliga-Absteiger) steigen nur zwei Mannschaften am Ende ab. Denn die sogenannte Richtzahl für die Liga (festgelegte Anzahl an Vereinen) wurde nach einem einstimmigen Beschluss der Hessenligisten für die Saison 2019/20 von derzeit 17 auf 18 erhöht. Die maximale Anzahl an Absteigern beläuft sich auch in dieser Spielzeit auf fünf.

Neben den Vereinen FC Gießen (Zusammenschluss aus Hessenligist Teutonia Watzenborn-Steinberg und der Fußball-Abteilung des VfB Gießen) und der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (bisher TSV Lehnerz) ist Hessen Kassel aus sportlicher Sicht ein „Neuling“. Der Regionalliga-Absteiger verfügt über ein größere und durchaus reisefreudige Anhängerschaft, weshalb diesmal auch zwei Vertreter der Polizei an der Besprechung teilnahmen. Die wiesen beide darauf hin, dass von den Kasseler Fans eigentlich kein Ungemach zu erwarten sei. Dennoch sei ein professioneller Sicherheitsdienst neben separatem Eingang und Catering durchaus empfehlenswert, wie der Kasseler „Szenekundige Beamte“ betonte.

Nachdem Horst Kziuk (FC Ederbergland) als Vertreter der Hessenligisten im Verbandsspielausschuss von den Clubvertretern in seiner Funktion bestätigt worden war, wurden die Spieltermine festgezurrt. Erwartungsgemäß gibt es wieder etliche Freitagsspiele, auch der Rundenstart beinhaltet drei Partien am Freitag (27. Juli). So startet auch der Neuling und einzige Hessenliga-Vertreter aus dem Fußball-Kreis Main-Taunus, der FC Eddersheim, mit einem Heimspiel am Freitagabend (19.30 Uhr) in die neue Saison. Der Aufsteiger aus der Verbandsliga Mitte erwartet zum Auftakt die Spvgg. Neu-Isenburg. Erneut wurde wieder der nominell letzte Spieltag des Jahres vor den eigentlichen Auftakt am 4. August gesetzt, um den Vereinen zuschauerträchtige Derbys in der bundesligafreien Zeit zu bescheren. Gekickt wird in 2018 bis zum 24./25. November, wobei aber einige Spiele der beiden englischen Wochen im August und September auf den 1./2. Dezember verlegt wurden. Darunter ist auch die Partie des FC Eddersheim bei der SG Barockstadt am 1. Dezember. So bleibt es dem FCE erspart, am vierten Spieltag unter der Woche die Reise in Richtung Fulda anzutreten. Gespielt wird im übrigen auch am Feiertag, 3. Oktober, einem Mittwoch.

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