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Hessenmeisterschaft: U14-Mädels der HTG fühlen sich wie Siegerinnen

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Das Endspiel verloren, aber viele Urkunden, Medaillen und Erfahrungen gesammelt: die U14-Mannschaft der HTG mit Trainerin Anke Drape (vordere Reihe, 2. v. rechts).
Das Endspiel verloren, aber viele Urkunden, Medaillen und Erfahrungen gesammelt: die U14-Mannschaft der HTG mit Trainerin Anke Drape (vordere Reihe, 2. v. rechts). © HTG

Im spannenden Finale der Jugendhessenmeisterschaften "kocht" der Primodeus-Park. Der Bad Homburger Nachwuchs verliert gegen Eintracht Frankfurt, jubelt aber trotzdem.

Bad Homburg -Die Stimmung im Primodeus-Park war beeindruckend. Nach fast zwei Jahren ohne viele Zuschauer in der Halle, Spielausfällen und Ungewissheiten wegen Corona, war das Finalspiel um die Hessenmeisterschaft in der Oberliga für die U14-Basketballerinnen der HTG Bad Homburg ein tolles Erlebnis. Daran konnte auch die knappe 51:63 (24:30)-Niederlage im Endspiel gegen Eintracht Frankfurt nichts ändern. Am Ende durften sich sogar beide Finalisten als Sieger fühlen.

Neben der HTG Bad Homburg, die mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatte - bei Topscorerin Katherina Romanou reichte es nur für einen Kurzeinsatz - waren Eintracht Frankfurt, der TV Hofheim und der BC Marburg für die Finalrunde qualifiziert. Die HTG kämpfte in einem spannenden Finalspiel aufopferungsvoll bis zur letzten Sekunde, es reichte jedoch nicht zum Titel (51:63). "Uns haben am Ende einfach die Kräfte gefehlt, um das Spiel noch mal zu drehen", erklärte HTG-Trainerin Anke Drape. Zuvor hatte ihr Team gegen den TV Hofheim das Halbfinale souverän mit 79:33 gewonnen.

Valentina Beising lässt die HTG bis zum Schluss hoffen

Die Halle war von der ersten Minute an voll da. Beide Mannschaften wurden im Finale von ihren Fans lautstark mit Trommeln, Rasseln und Sprechchören nach vorne gepeitscht. Die HTG fand gut ins Spiel, lag mit 6:4 vorne und erzwang die erste Auszeit der Frankfurterinnen. Zum Ende des ersten Viertels kamen die Gäste aber besser ins Spiel und verkürzten durch mehrere Korbleger in Folge von Dilara Özdemir (insgesamt 22 Punkte) auf 15:14. Es bahnte sich ein enges Spiel an - wie schon beim letzten Duell in der regulären Oberliga-Saison, als Bad Homburg in der Verlängerung mit 74:67 gewonnen und dadurch das Final Four in die Kurstadt geholt hatte.

Das Endspiel verloren, aber viele Urkunden, Medaillen und Erfahrungen gesammelt: die U14-Mannschaft der HTG mit Trainerin Anke Drape (vordere Reihe, 2. v. rechts).
Das Endspiel verloren, aber viele Urkunden, Medaillen und Erfahrungen gesammelt: die U14-Mannschaft der HTG mit Trainerin Anke Drape (vordere Reihe, 2. v. rechts). © HTG

Der Beginn des zweiten Viertels war geprägt von vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten. Eintracht Frankfurt gelang es dann, sich zur Pause mit sechs Punkten abzusetzen (24:30). Immer wieder war es Özdemir mit guten Korblegern. Sie war von den HTG-Spielerinnen nicht in den Griff zu bekommen.

In der zweiten Halbzeit zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Die Gastgeberinnen kamen gut ins Spiel, aber die Eintracht antwortete mit schnellen Korblegern von Dilara Özdemir und Marlene Lorenz (19 Punkte) und baute die Führung zum Ende des dritten Viertels auf 35:44 aus.

Im entscheidenden vierten Viertel wurde es dann richtig spannend. Die starke Spielmacherin der Bad Homburgerinnen, Valentina Beising, verkürzte mit einem Drei-Punkte-Wurf und einem Korbleger auf 47:52 und brachte ihr Team damit noch mal heran. Die Halle bebte. Die Fans der HTG spürten, dass noch etwas möglich ist und feuerten ihre Mannschaft lautstark an. Schlussendlich reichten die Kräfte für einen Schlussspurt aber nicht mehr aus. Eintracht Frankfurt setzte sich mit einem 9:0-Lauf ab und krönte sich zum U14-Hessenmeister.

HTG vs. Eintracht: Revanche bei der Regionalmeisterschaft?

Von der Tribüne gab es trotzdem auch Standing Ovations für den starken Auftritt der HTG. Und bei den Spielerinnen gab es freudige Gesichter. Grund dafür war bestimmt die Qualifikation für die Regionalmeisterschaften, bei denen die beiden besten Teams der jeweiligen Landesverbände mitspielen dürfen. Auf die HTG wartet am 3. April in Mainz der Meister aus Rheinland-Pfalz, der SC Lerchenberg. Ziel ist erneut, das Endspiel zu erreichen, um auch bei den südwestdeutschen Meisterschaften dabei sein zu können, sagte HTG-Trainerin Drape. Wer weiß, vielleicht kommt es im Finale der Regionalmeisterschaften zu einer Revanche gegen die Eintracht-Mädchen. Dann dürfte die HTG-Topscorerin Katherina Romanou wieder fit sein.

Beste Werferinnen der HTG waren im Hessen-Finale Valentina Beising mit 17 Punkten und Emily Haux mit 15 Zähler. Weitere Punkte erzielten Elina Sumono (9), Katherina Romanou (4), Anna Brunner (4) und Marie Vorhauser (2). Mit dabei waren zudem Julia Dobrota, Sifora Tsegai, Luisa Hoops und Klara Johanns. Es fehlten Azra Jugo (verletzt) und Sophia Sielmann (Covid-19) .

FYNN HORNBERG

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