Heute Pflicht, am Montag Kür

Doppelspieltag für den SV Rot-Weiß Hadamar in der Fußball-Hessenliga: Heute, 15 Uhr, erwarten die Fürstenstädter Abstiegskandidat Viktoria Griesheim in Niederhadamar, am Ostermontag geht es ab 15 Uhr beim Tabellenzweiten, FC Bayern Alzenau, zur Sache.

Hadamars Trainer Torsten Kierdorf macht kein Geheimnis daraus, dass heute Nachmittag gegen Griesheim nur drei Punkte zählen: „Dieses Spiel sollten wir auf jeden Fall gewinnen. Wenn wir unsere Leistung aus der Vorwoche bestätigen können, werden wir erfolgreich sein. Erst danach beschäftigen wir uns mit Bayern Alzenau.“

Die Griesheimer waren in den letzten Spielen ein gerngesehener Gegner der Hadamarer. Im letzten Jahr gab es zu Hause in Liga und Hessenpokal zwei klare 4:0-Siege, in dieser Runde setzte es gar einen 7:0-Auswärtssieg bei der Viktoria. Danach wurde Trainer Suat Türker beurlaubt und Peter Seitel übernahm die stark verunsicherte Mannschaft. Vor der Winterpause erlebten die Südhessen ein Zwischenhoch mit sieben Zählern aus drei Spielen, doch in diesem Jahr scheint die gute Phase wieder verebbt zu sein. Drei Spiele, drei Niederlagen und 14 Gegentore, so die niederschmetternde Bilanz.

Über den Widersacher meint Torsten Kierdorf: „Sie haben scheinbar auf eine Fünfer-Abwehrkette umgestellt, also muss man sie auch erst mal knacken. Wenn wir sie unter Druck setzen, machen sie Fehler. Dennoch brauchen wir die nötige Geduld und sollten die gute Offensive im Auge haben. Wenn wir aber unser Spiel durchdrücken und die nötige Gier auf Tore entwickeln, bin ich sehr optimistisch.“

Gelingt der erhoffte „Dreier“ heute, dürfte der Hadamar-Tross am Montag etwas entspannter zum aufstiegsambitionierten FC Bayern Alzenau fahren. Der Tabellenzweite macht keinen Hehl daraus, nach fünf Jahren Abstinenz wieder zurück in die Regionalliga Südwest zu wollen. Und wenn die „kleinen Bayern“ so weitermachen wie bisher, scheinen zumindest die Aufstiegsspiele ein realistisches Ziel zu sein. Dem überzeugenden 3:0 im Spitzenspiel gegen Watzenborn-Steinberg folgte am Mittwoch ein 3:0 gegen den KSV Baunatal.

Ohnehin hat die Elf von Ex-Profi Angelo Barletta alle fünf Spiele in 2018 erfolgreich bestritten. Torsten Kierdorf weiß also, welches Großkaliber am Ostermontag auf seine Schützlinge wartet: „Wir haben zwar nichts zu verlieren, wollen aber natürlich versuchen, etwas mitzunehmen. Gelingt uns gegen Griesheim ein Sieg, fällt uns die Fahrt nach Alzenau leichter.“ Doch wie lautet dort das Erfolgsrezept? „Natürlich werden wir etwas defensiver auftreten und versuchen, so lange wie möglich ohne Gegentor zu bleiben. Ein früher Rückstand wie bei Watzenborn-Steinberg wäre Gift. Wenn wir dann in der Lage sind, Nadelstiche zu setzen, können wir auch dort bestehen.“ Der Gegner wird die Rot-Weißen mit Revanchegelüsten empfangen, denn im Hinspiel hatte Hadamar die Bayern nach allen Regeln der Kunst mit 5:0 von der „Platte“ gezaubert.

Personell plagen den Rot-Weiß-Coach allerdings Sorgen, denn Steffen Rücker, Marius Löbig, Leon Burggraf und Sven Kunisch stehen mehr als nur auf der Kippe, Robin Böcher ist im Urlaub. Aufgrund der extremen Belastungen mit vielen Spielen in kurzer Zeit hatte Kierdorf im Übrigen am Mittwoch eine etwas ungewöhnliche Maßnahme gezogen: „Wir waren in einem Hadamarer Hotel regenerativ unterwegs, waren schwimmen und in der Sauna. Ich denke, dass das den Spielern gutgetan hat.“ Was die Zielvorgabe für den anstehenden Doppelspieltag angeht, sagt Torsten Kierdorf: „Drei Punkte sind Pflicht, vier oder mehr wären Weltklasse.“

Samstag:

15.00 SV Steinbach - VfB Ginsheim

15.00 SV RW Hadamar - Vikt. Griesheim

(in Niederhadamar)

Ostermontag:

15.00 Bayern Alzenau - SV RW Hadamar

15.00 Spvgg. Neu-Isenburg - Watzenb.-St.

15.00 FC Ederbergland - TSV Lehnerz

15.00 Borussia Fulda - Hessen Dreieich

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