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Wenn 2,11-Meter-Mann Tobias Krick (United Volleys) am Netz auftaucht, haben es die Gegner schwer.

United Volleys

Im Hexenkessel die Nerven behalten

Mit einem deutlichen Sieg beim TV Bühl holen sich die United Volleys Selbstvertrauen für den ersten Einsatz im CEV-Cup nächste Woche in Bosnien-Herzegowina.

Die United Volleys Rhein-Main beeindrucken auch im letzten Spiel des Jahres. Mit dem 3:0 (25:23, 25:18, 25:23)-Sieg gestern Abend beim TV Bühl verteidigten die Hessen ihren Platz in der Spitzengruppe der 1. Bundesliga. „Es war ein hart erkämpfter Sieg. Der Gegner hat mit viel Risiko aufgeschlagen, aber unsere Annahme funktionierte gut. Die gegnerischen Angriffe konnten wir oft erfolgreich blocken oder abwehren, wir haben kaum Fehler gemacht“, fasste Trainer Michael Warm die Gründe für den Sieg zusammen.

Warum die Bühler einer Verlegung nicht zugestimmt hatten, wurde schon beim Betreten der Halle sichtbar. Der Termin zwischen Weihnachten und Neujahr ist nahe der französischen Grenze traditionell der Volleyballtag 1700 Zuschauer verwandelten die rappelvolle Halle in einen wahren Hexenkessel. Vor allem, als die Gastgeber im ersten Satz die 7:3-Führung der Gäste in einen 8:7-Vorsprung drehen konnten und die knappe Führung bis zum 21:20 verteidigten.

Die Lokomotiven der Gäste waren zunächst Außenangreifer Moritz Reichert (insgesamt 14 Punkte) und der zum besten Spieler des Tages gewählte Mittelblocker Tobias Krick, der sieben seiner Schmetterbälle in Punkte umwandeln konnte. Den zweiten Satzball zum 25:23 verwandelte der für den diesmal nicht zu seiner Form findenden Adrian Aciobanitei eingewechselte Jan Klobucar. Im zweiten Durchgang lagen die Bühler bis zum 8:4 vorne. Klobucar gelang aus dem Hinterfeld der Ausgleich, danach setzten sich die Gäste ab. Sie wirkten sicherer, spielten variabler, Jan Zimmermann nutzte die gute Form von Moritz Reichert aus, auch die Mittelblocker Tobias Krick und Lukas Bauer konnten sich gut in Szene setzen.

Bei den mit sechs Ausländern auf dem Feld stehenden Badenern lief fast alles über den polnischen Diagonalspieler Slawomir Jungiewicz, der zwar bester Punktesammler (13) seiner Mannschaft war, oft aber am Block oder an der beweglichen Abwehr der United Volleys scheiterte. Der sonst so gefährliche kongolesische Mittelblocker Nzeza Mayaula kam kaum zum Zuge.

Dies sollte sich erst im dritten Satz ändern. Nachdem sich die Annahme der Bühler etwas stabilisiert hatte, konnte der Spanier Juan Finoli auch öfters über Mitte spielen. Der Satz verlief ausgeglichen, kein Team konnte sich absetzen. Bühl lag noch mit 20:18 vorne. Doch die Schlussphase gehörte Christian Dünnes. Der Kapitän übernahm in der entscheidenden Phase das Zepter. Sechs der letzten neun Punkte der United Volleys gingen auf sein Konto. Und auch den Matchball zum 25:23 verwandelte der mit insgesamt 15 Zählern erfolgreiche Diagonalspieler sicher. löf

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