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Historische Niederlage des TuS Dietkirchen: 0:9 bei der SG Barockstadt

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Musste am Mittwochabend in Fulda als Feldspieler auflaufen: Torwart Raphael Laux, Kapitän des TuS Dietkirchen.
Musste am Mittwochabend in Fulda als Feldspieler auflaufen: Torwart Raphael Laux, Kapitän des TuS Dietkirchen. © Thomas Klein

Eine Packung von vereins-historischer Tragweite hat der TuS Dietkirchen im Nachholspiel der Fußball-Hessenliga-Aufstiegsrunde bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz bezogen.

VON PATRICK JAHN

Welch ein katastrophaler Abend für den TuS Dietkirchen in den Play-offs der Fußball-Hessenliga: Bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz bezog die Mannschaft von Trainer Thorsten Wörsdörfer nach dem 0:5-Debakal im Kreispokal beim FC Dorndorf die nächste Tracht Prügel und verlor mit 0:9. Allerdings: Der Dietkircher Tross war mit nur 13 Spielern extrem dezimiert angereist, so dass Torwart Raphael Laux sogar in der Startelf stand – und zwar als Feldspieler und Kapitän.

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz – TuS Dietkirchen 9:0 (2:0). Wer vermutete, dass TuS-Trainer Thorsten Wörsdörfer nach Abpfiff zum Rundumschlag gegen die eigene Elf ausholen würde, wurde enttäuscht. „Es sollte uns hoch angerechnet werden, dass wir überhaupt nach Fulda gefahren sind. Man kann dem Verband zu dieser Ansetzung nur gratulieren“, übte sich „Wörsi“ in Galgenhumor. Was er damit meinte, war klar: Nicht einmal 48 Stunden nach dem niederschmetternden Pokal-Aus in Dorndorf mussten die Schwarz-Roten mit dem wirklich allerletzten Aufgebot nach Osthessen reisen.

„Die Moral unserer Truppe war in Ordnung, es hat keiner gemeckert, deswegen mache ich auch niemandem einen Vorwurf“, fand Wörsdörfer keine harten Worte. Dass Raphael Laux in der Innenverteidigung zum Einsatz kam, sagte eigentlich schon alles über die personelle Lage aus. Ausgerechnet dem etatmäßigen Torhüter unterlief dann nach nicht einmal 120 Sekunden ein Eigentor, als er eine stramme Hereingabe ins eigene Netz bugsierte. Weil die Barockstädter bis auf einen Pfostenschuss Marius Löbigs (4.) ansonsten in der Offensive zumeist ungenau agierten, hielt sich der Schaden bis zur Pause in Grenzen. Auf Vorarbeit von Moritz Reinhard besorgte Dominik Rummel den 2:0-Pausenstand (25.).

Bald nach Wiederbeginn war der Widerstand der Dietkircher aber gebrochen. Mit dem Treffer zum 3:0 von Moritz Reinhard (52.) folgte ein regelrechtes Scheibenschießen. Binnen 13 Minuten schraubten Dominik Rummel (59.), Leon Pomnitz (64.), Moritz Reinhard (69.) und Dominik Wüst (72.) das Resultat auf 7:0 in die Höhe. In der Offensive tauchte der TuS im Übrigen nur einmal gefährlich auf, als Julius Gross aussichtsreich zum Abschluss gekommen war (46.). In den Schlussminuten stellten Julian Pecks nach einer Pomnitz-Ecke (81.) und Tolga Duran (89.) mit einem direkt verwandelten Freistoß den 9:0-Endstand her.

Durch den klaren Erfolg würden die Osthessen nach aktuellem Stand die Aufstiegsspiele Richtung Regionalliga Südwest bestreiten, während beim TuS Dietkirchen nach zwei heftigen Pleiten nach Gang erst einmal Wunden-Lecken angesagt ist. Thorsten Wörsdörfer: „Auch wenn es heftig war, bekommen sie dafür nur drei Punkte. Und im Rückspiel gibt es auch wieder drei Punkte“…

Fulda-Lehnerz: Wolf, Tavares Ganime Bastos, Pecks, Wüst (74. Kovac), Pomnitz, Reinhard (77. Trägler), Rummel (63. Göbel), Grösch, Löbig, Duran, Hillmann – Dietkirchen: Gotthardt, Nickmann, Hautzel (82. Zimmer), Zuckrigl (60. Mink), Stahl, Bergs, Schmitt, Gross, Enders, Laux, Lengwenus – SR: Tim Waldinger (Rauschenberg) – Tore: 1:0 Raphael Laux (2., Eigentor), 2:0 Dominik Rummel (25.), 3:0 Moritz Reinhard (52.), 4:0 Dominik Rummel (59.), 5:0 Leon Pomnitz (64.), 6:0 Moritz Reinhard (69.), 7:0 Dominik Wüst (72.), 8:0 Julian Pecks (81.), 9:0 Tolga Duran (87.) – Zuschauer: 440.

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