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Hájek-Kontrakt aufgelöst, Stürmer Baier verpflichtet

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Für die Kampfmoral haben sich die Roten Teufel in Ravensburg Bestnoten verdient, Zählbares sprang aber nicht heraus.

Die Aufholjagd wurde nicht belohnt. 0:3 und 1:4 lagen die Roten Teufel Bad Nauheim in der DEL 2 bei den Ravensburg Towerstars zurück. In der 52. Minute waren sie bis auf 3:4 heran, dann fehlte jedoch das Quäntchen Glück, um den überragenden Torhüter Christian Rohde nochmals zu bezwingen. „Das Schussverhältnis lautete 34:28 für uns, aber die Chancenausbeute war nicht gut. Was hilft uns, dass Towerstars-Trainer Daniel Naud uns als die bessere Mannschaft sah. Dafür können wir uns nichts kaufen“, sagte Sportdirektor Daniel Heinrizi.

Ob sich Fortuna am Wochenende wieder den Kurstädtern zuwendet? Heute (19.30) gegen die Kassel Huskies und am Sonntag (18.30) bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven brauchen sie Können und Glück, um wieder zu punkten und nicht aus den Pre-Playoff-Rängen zu fallen. Gegen Kassel gab’s bisher zwei Niederlagen: 3:5 in Bad Nauheim, 2:6 in Kassel. Gegen die Hanseaten ist die Bilanz ausgeglichen: Beide Spiele endeten nach Penaltyschießen 4:3 fürs jeweilige Heimteam. „Wir haben die Huskies beim 2:5 gegen Frankfurt analysiert. Sie sind besonders gefährlich bei ihrem Zug zum Tor. Da müssen wir gut stehen und unsere Chancen besser nutzen“, sagt Heinrizi.

In Ravensburg beklagte Trainer Petri Kujala, dass er keine vier Reihen stellen konnte. „Könnte für die Niederlage mitverantwortlich gewesen sein“, sagt er. Matt Beca, viertbester Scorer der „Teufel“, blieb als überzähliger Ausländer auf der Tribüne, dafür durfte David Hájek noch einmal ran. Sven Gerbig blieb „aus sportlichen Gründen“, so Heinrizi, draußen. Das Gleiche gilt fürs kommende Wochenende. Zwischen den Pfosten stand Domenic Bartels, der von einer Mittelohrentzündung genesene Jan Guryca saß als Backup auf der Bank. Die etatmäßige Nummer eins wird heute ihr Comeback gegen Kassel feiern.

An Bartels lag es nicht, dass die Hessen vor 2366 Fans 0:3 in Rückstand gerieten. Die Anfangsphase gehörte Nauheim, die Towerstars taten sich schwer, ihre Angriffe aufzubauen, gingen aber dennoch in Front. Fortan wurde das Tempo höher. Beide Teams zeigten schnörkellose. schnelle Angriffe. Die Gastgeber trafen im Powerplay und kauften mit dem 3:0 den Kujala-Cracks den Schneid ab. Das erste Nauheimer Tor schoss Topscorer Vitalij Aab in Überzahl, doch als Bartels die Sicht verdeckt war, machte Paly das 4:1. Nauheim gab aber nicht auf: Das Spiel wogte hin und her – hüben wie drüben viele Chancen. Max Campbell traf zum 2:4, dann den Pfosten, Dan Ringwald erzielte den 3:4-Anschluss. Das 4:4 auf der Kelle hatte Hájek, völlig frei – doch sein Schuss ging knapp vorbei.

Junger Stürmer

Das war zugleich die letzte Aktion des Tschechen im Teufel-Trikot. „Da uns anderswo der Schuh mehr drückt, wurde der zum 31. Dezember datierte Vertrag mit Hájek nicht verlängert“, erklärte Heinrizi.

Stattdessen wurde aus Ravensburg Stürmer Yannik Baier (22) geholt. Jedoch erzielte er in 32 Spielen – meist in der vierten Reihe agierend – kein Tor und verbuchte nur ein Assist. „Er war in Ravensburg unzufrieden, bekam kaum Eiszeiten und suchte eine neue Herausforderung“, so Heinrizi. Gegen Kassel und in Bremerhaven wird Baier noch fehlen. „Die Passstelle in Nordrhein-Westfalen hat bis Montag geschlossen“, ärgert sich der Sportliche Leiter über die Arbeitszeiten der für Wechsel zuständigen Landesverbands-Funktionäre.

Dafür werden mit den Stürmern Corey Mapes, der die nächsten paar Wochen fest bei den Roten Teufeln bleiben soll, Alexander Thiel und Tim Brazda sowie Verteidiger Jonas Noske vier Förderlizenspieler von Kooperationspartner Düsseldorfer EG dabei sein, so dass Kujala mit vier Reihen operieren kann. löf

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