So war es an Christi Himmelfahrt 2019: René Krieg von den Sportfreunden Friedrichsdorf (links) reckt den Kreispokal in die Höhe. Falls die Mannschaft wieder das Finale erreicht, könnte sie an einem der ersten Pflichtspiele im Kreis nach der Corona-Pause beteiligt sein. Foto: Rhode
+
So war es an Christi Himmelfahrt 2019: René Krieg von den Sportfreunden Friedrichsdorf (links) reckt den Kreispokal in die Höhe. Falls die Mannschaft wieder das Finale erreicht, könnte sie an einem der ersten Pflichtspiele im Kreis nach der Corona-Pause beteiligt sein.

Fußball

Hochtaunus: In vier Wochen soll's um Punkte gehen

Der Kreisfußballausschuss Hochtaunus drückt auf die Tube. Am 29. und 30. August soll es wieder Pflichtspiele geben. Dafür müssen die Vereine aber auf die Schnelle ihre Hausaufgaben machen.

Hochtaunus -Woran vor wenigen Wochen noch die wenigsten geglaubt haben, soll schon bald nach den Sommerferien Realität werden. Bereits für das Wochenende des 29. und 30. August wurde im Hochtaunuskreis der Start für die coronabedingt verschobene Fußball-Saison 2020/21 festgelegt. In einer knapp dreistündigen Videokonferenz hat der Vorstand des Hessischen Fußball-Verbands (HFV) am Samstag "grünes Licht" für den Start der neuen Runde gegeben, nachdem das Hessische Innenministerium die behördlichen Verordnungen gelockert hat und ab dem 1. August der Trainings- und Spielbetrieb wieder zugelassen ist.

"Voraussetzung ist allerdings", erläutert Kreisfußballwart Andreas Bernhardt (Oberursel), "dass jeder Verein bei mir ein entsprechendes Hygienekonzept vorlegt, das von den örtlichen Ordnungsämtern und dem Gesundheitsamt in Bad Homburg akzeptiert wird." Erst nach dem Eingang eines solchen Konzepts könnten Test- und auch Pflichtspiele genehmigt werden.

Voraussetzung für die Teilnahme am Spielbetrieb sind laut Bernhardt die Vorlage eines Hygienekonzepts des gastgebenden Vereins, der Nachweis der behördlichen Genehmigung, der Nachweis, dass das Hygienekonzept an den Gegner übermittelt wurde sowie die Bekanntgabe der Kontaktdaten des zuständigen Hygienebeauftragten.

Online-Seminare zum Re-Start

Da Bernhardt bereits mit dem Gesundheitsamt Kontakt aufgenommen hat und darüber hinaus auch dem Arbeitskreis des HFV angehört, der ein Musterkonzept erarbeitet, haben die Hochtaunus-Clubs gegenüber anderen Fußballkreisen einen Vorsprung. Der Verband bietet in dieser Woche täglich bis zum Freitag jeweils um 18 Uhr Online-Seminare zum Thema "Sichere Rückkehr in den Spielbetrieb" an. Die Anmeldung erfolgt über die Internet-Seite des HFV. Bernhardt: "Es sollte von jedem unserer Vereine zumindest ein Verantwortlicher an diesem Seminar teilnehmen."

SG Westerfelds Abteilungsleiter Steffen Heil hatte in der letzten Videokonferenz des Kreisfußballausschusses mit den Vereinsvertretern zudem einen vielbeachteten Vorschlag gemacht: "Ich halte es für sinnvoll, dass ein Vertreter der Gastmannschaft und der Schiedsrichter mit genügend zeitlichem Abstand zum Spielbeginn eine Ortsbegehung durchführt, um sich mit dem jeweiligen Hygienekonzept der Sportanlage vertraut zu machen", sagte sie.

Da in der Vorbereitungsphase viele Testspiele gegen Mannschaften aus benachbarten Kreisen geplant und die Gegner nicht unbedingt mit den Gegebenheiten vertraut sind, dürfte diese Vorgehensweise im Sinne aller Beteiligten sein.

Testspiele theoretisch ab Samstag möglich

Apropos Testspiele: "Ab dem 1. August sind diese möglich und ab dem 15. August auch Pflichtspiele, sofern die Vorgaben erfüllt sind", erteilt Bernhardt seinem Stellvertreter Harald Hyngar unter diesem Vorbehalt die Erlaubnis, nun jene Freundschaftsspiele in das DFB-Portal fussball.de einzupflegen.

Wann genau den Vereinen die Terminpläne für die vier Kreisligen zugestellt werden, vermochte der seit Wochen im Dauereinsatz befindliche Kreisfußballwart noch nicht zu sagen. "Wir arbeiten im Kreisfußballausschuss mit Hochdruck daran und werden diese so schnell wie möglich veröffentlichen, damit die Vereine noch Gelegenheit haben, Terminwünsche zu äußern." Die Vorrundenbesprechung soll dann per Videokonferenz durchgeführt werden. Das habe sich bewährt, so Bernhardt,

Bezüglich der Relegation, die der HFV für ganz Hessen grundsätzlich abgelehnt hatte, gibt es seit Samstag eine neue Situation. Die einzelnen Fußballkreise können nun selbst entscheiden, ob sie eine solche anbieten wollen oder nicht. Bernhardt: "Für die Relegation mit Beteiligung der Mannschaften aus den Kreisligen A, B und C sehe ich keine Probleme. Für die Relegation der Kreisoberliga mit 17 Vereinen und 34 Spieltagen wird es allerdings sehr eng."

Wegen des unerwartet frühen Saisonstarts müssen eventuell auch die Termine für die drei noch ausstehenden Kreispokal-Partien der Saison 2019/20 geändert werden. Das Endspiel - angestammter Termin ist sonst Christi Himmelfahrt - sollte nach Bernhardts Vorschlag am 30. August sein. Dies wäre aber nur möglich, denn sich im Halbfinale die Gruppenligisten SF Friedrichsdorf (der Titelverteidiger muss zum EFC Kronberg) und Vatanspor Bad Homburg (spielt bei Teutonia Köppern) durchsetzen, da die Punktrunde in der Gruppenliga Frankfurt West erst am 6. September beginnen soll.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare