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Yannik Dietrich (links), Louis Presle (FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach)

Fußball

KOL Hochtaunus: FSG Weilnau stellt "Nullfünfern" ein Bein

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Richtig feiern können am Fastnacht-Samstag die Sportfreunde aus Friedrichsdorf. Während der Titelfavorit sich erwartungsgemäß mit einem Erfolg in Schneidhain die Spitzenposition zurückholt, patzen die Verfolger. Köppern kommt in Oberursel nicht über ein Unentschieden hinaus, und die SpVgg Bomber Bad Homburg kassiert in Steinfischbach sogar eine Niederlage.

FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach – SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg 3:2 (2:1): Es war eine sehr interessante Partie für die Zuschauer. Die Mannschaften lieferten sich ein ausgeglichenes Duell und spielten munter Offensivfußball. Das glücklichere Ende hatten freilich die Gastgeber: Vier Minuten vor Schluss setzte sich der eingewechselte Jochen Schäfer am Flügel durch, flankte dann, und der völlig freistehende Sören Hofmann traf aus sieben Metern. Den besseren Start hatten indes die Gäste. In der ersten halben Stunde dominierten sie, das 0:1 war fast schon folgerichtig – nach feiner Vorarbeit von Victor Radu war El Mard Zouhir erfolgreich (28.). Danach kam die FSG besser ins Spiel, und Yücel Demir sowie Louis Presle wendeten noch vor der Pause das Blatt. Mit einem sehenswerten Schuss aus 20 Metern in den Winkel egalisierte Haben Embaye für die „Nullfünfer“ – doch Hofmann hatte darauf noch eine Antwort parat. „Eine Punkteteilung wäre okay gewesen“, sagte der FSG-Vorsitzende Armin Klimmek.

Tore: 0:1 Zouhir (28.), 1:1 Demir (38.), 2:1 Presle (43.), 2:2 Embaye (60.), 3:2 Hofmann (86.).

Eintracht Oberursel – Teutonia Köppern 0:0: Eintracht-Trainer Mehmet Cetin hatte sein Team ziemlich defensiv eingestellt und überließ der Teutonia das Feld. Bei diesem recht starren Gefüge blieben Chancen Mangelware. Aufseiten der Gastgeber hatte Ben Obhafuoso die beste Möglichkeit, für die Gäste hätte indes Rückkehrer Carsten Hofmann das 0:1 erzielen können. Aufregung gab es, als Silas Duddeck im Strafraum zu Fall kam. „Der Torwart hat ihn klar von den Beinen geholt“, kritisierte Cetin den Unparteiischen Kadir Bagdatli. Auch Köpperns Pressewart Werner Steuer war mit der Leistung des Schiedsrichters nicht zufrieden, der zu häufig die Gelbe Karte gezeigt hätte. In der 70. Minute sah Constantin Roeser wegen wiederholten Foulspiels sogar Gelb-Rot. Danach schaltete die Teutonia einen Gang zurück, die Eintracht konnte mit der numerischen Überlegenheit wenig anfangen. Insgesamt sei es ein leistungsgerechtes Unentschieden gewesen, stellten Cetin und Steuer fest.

Blau-Weiß Schneidhain – SF Friedrichsdorf 0:8 (0:3): Im ersten Meisterschaftsspiel unter dem neuen Trainer Bodo Dick, der zunächst bis Saisonende bleibt, hatten die Sportfreunde leichtes Spiel. Wenngleich die Friedrichsdorfer die einseitige Angelegenheit etwas zu pomadig angingen und daher bei weitem nicht so häufig trafen wie in der Hinrunde (24:0). Auf dem kleineren Feld in Schneidhain war es aber auch ungleich schwieriger, nochmals einen derartigen Kantersieg hinzubekommen. Die Gastgeber waren fast ausschließlich mit Abwehrarbeit beschäftigt. „Die Schneidhainer haben nur zweimal auf unser Tor geschossen“, sagte Friedrichsdorfs Spielausschussmitglied Joachim Sommerkorn.

Tore: 0:1 Kister (6.), 0:2 Füssel (37.), 0:3 Schäfer (39.), 0:4 Mäuser (56.), 0:5 Schiffmann (60.), 0:6 Kister (66.), 0:7 Aliaj (83.), 0:8 Schiffmann (88.).

SG Ober-Erlenbach – SV Seulberg 3:1 (1:0): „Über das ganze Spiel gesehen, waren wir die bessere Mannschaft, haben das Bällchen laufen lassen und sind auch nach dem Ausgleich ruhig geblieben“, resümierte Mario Höss. Ober-Erlenbachs Co-Trainer musste nach den schweren Knieverletzungen von Marco Schudt (im Test gegen den VfB Friedberg) und Deniz Akemlek (bei den Futsal-Hessenmeisterschaften) zwischen die Pfosten. Mit einem Kopfball nach einem Freistoß markierte Oliver Beck das 1:0 (24.). In der Folgezeit vergaben Adrian Matuschewski und Eric Kemen zu erhöhen. Nach der Pause dominierten zunächst die Seulberger, und auf Vorarbeit von Mike Horn erzielte Dominik Nürnberger den Ausgleich (50.). Mit einem strammen Schuss ins Eck brachte Matuschewski die Grün-Weißen dann auf die Siegerstraße. Der SVS blieb zwar dran, doch laut Höss hatte der Gegner keine zwingenden Chancen, um nochmals egalisieren zu können. Drei Minuten vor Schluss sorgte Michael Pottmeyer nach einem Konter für klare Verhältnisse.

Tore: 1:0 Beck (24.), 1:1 Nürnberger (50.), 2:1 Matuschewski (64.), 3:1 Pottmeyer (87.).

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