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Beweglich am Pauschenpferd: Neuzugang Dimitri Lavrinenko (TV Weißkirchen).

Regionalliga

Höhenflug der TVW-Turner

So gut sind die Weißkirchener Kunstturner noch nie in die Regionalliga gestartet. Dabei fehlt der Spitzenmann. Dafür gibt es aber auch drei Verstärkungen.

Die Turner des TV Weißkirchen sind in der hessischen Regionalliga optimal in die Saison 2018 gestartet. Nach dem Sieg im Auftaktwettkampf bei der TG Ober-Ramstadt (191,50:189,80) haben die Schützlinge von Erich Kalhöfer, Gerd Benner und Norbert Fleckenstein in Stierstadt auch den ersten Heimdurchgang gegen den Turnerbund Wiesbaden mit 201,35:196,80 gewonnen. Gemeinsam mit der ebenfalls zweimal erfolgreichen TSG Sulzbach steht die TVW-Riege damit an der Tabellenspitze und ist damit so gut wie noch nie in die Regionalligasaison gestartet.

Vor den Augen von Weißkirchens 93-jährigem Ehrenkampfrichter Hans Lukesch und seiner Gattin Traudel setzten sich die Gastgeber nach dem 35,10:34,70 am Boden an weiteren vier der sechs Geräte durch und hatten in der Endabrechnung fast fünf Zähler Vorsprung vor den Wiesbadenern, die sich am Reck drei unfreiwillige Abgänge geleistet hatten.

Die deutlichste Steigerung der Weißkirchener gegenüber dem ersten Wettkampf gab es an den Ringen, wo die drei in die Wertung gekommenen Turner 31,90 Punkte sammelten und damit 4,05 Punkte mehr als in Ober-Ramstadt.

Dass die TVWler auch ohne ihren Spitzenturner Fabian Urban erfolgreich sind (der weilt nach dem Abitur zu einem längeren Aufenthalt in Neuseeland), haben sie den drei Neuzugängen vom befreundeten 1. FC Spich aus der Nähe von Bonn zu verdanken. Der Kontakt zu Dimitri Lavrinenko, Ronald Gerber und Robert Gerber ist durch Julian Peters zustande gekommen, der an der Sporthochschule in Köln studiert.

Peters sorgte gegen Wiesbaden mit einer nahezu perfekt vorgetragenen Darbietung am Boden für einen enormen Motivationsschub. Seine Übung, die mit einem Doppelsalto spektakulär begann, wurde von den Kampfrichtern mit der Tageshöchstnote von 12,55 Punkten honoriert. Insgesamt kam der „Sportler des Jahres 2014“ im Hochtaunus auf 56,95 Zähler. Weiterhin punkteten für den TVW Dimitri Lavrinenko (44,20), Maximilian Spieker (32,60), Robin Heyser (32,90), Ronald Gerber (22,75), Marlon Urban (22,50), Robert Gerber (21,0) und Patrick Ohl (20,70). Den dritten Durchgang bestreitet der TVW am Samstag um 16 Uhr beim TuS Ober-Ingelheim.

Die weiteren Ergebnisse vom zweiten Durchgang der Regionalliga: TuS Ober-Ingelheim – TV Ober-Ramstadt 193,40:193,25, TV Großostheim/Hösbach – TSG Sulzbach 195,70:199,85.

Tabelle: 1. TSG Sulzbach 4:0 Punkte/18:6 Gerätepunkte, 2. TV Weißkirchen 4:0/16:8, 3. TV Großostheim/Hösbach und TuS Ober-Ingelheim je 2:2/10:14, 5. TV Ober-Ramstadt 0:4/14:10, 6. TB Wiesbaden 0:4/4:20.

Die Turnerinnen der SGK Bad Homburg, die seit 2015 mit Siebenmeilenstiefeln im Durchmarsch den Aufstieg aus der Landesliga IV in die Landesliga I geschafft haben, sind in dieser Saison auf höchster Ebene im Hessischen Turnverband auf Rang acht unter den neun angetretenen Vereinen gelandet.

Nach den Wettkämpfen in Hadamar (148,80 Punkte) und Kassel (152,90) wurde der abschließende Durchgang der Landesliga I in Eschhofen geturnt . Dort erreichte die Kirdorfer Riege mit 150,30 Zählern Platz sieben. 41,0 Punkte beim Sprung waren das beste Einzelergebnis der SGK, gefolgt von 38,15 am Boden, 37,30 auf dem Balken sowie 33,85 Punkten am Barren.

SGK: Nadine Denkhaus (39,75), Isabelle Schwarz (37,55), Emilia Buncsak (28,85), Johanna Winter (16,95), Amelie Keck (9,95), Emily Yamashita (9,85), Marlene Hohmann (7,40).

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