Hoher Einsatz wird nicht belohnt – HTG 1:3

Reichlich Improvisationskunst hatte Roger Tschenett, Trainer von HTG Bad Homburgs Volleyballdamen, für das samstägliche Oberliga-Match beim Gießener SV beweisen müssen.

Reichlich Improvisationskunst hatte Roger Tschenett, Trainer von HTG Bad Homburgs Volleyballdamen, für das samstägliche Oberliga-Match beim Gießener SV beweisen müssen. Mannschaftsführerin Nicole Moosbrugger und Anke Limmer mussten stark erkältet die Segel streichen, Christine Bernius ging angeschlagen aufs Feld und Martha Dabrowska war nach ihrer Rückkehr aus Japan direkt vom Flieger aus ins Trikot geschlüpft.

„Trotz all dieser Probleme haben wir uns kämpferisch hervorragend geschlagen und waren ganz nah an einem Sieg dran“, kommentierte Tschenett die aus seiner Sicht unglückliche 1:3 (20:25, 25:12, 22:25, 23:25)-Niederlage in seinem ersten Spiel als alleiniger Homburger Coach. Dirk Kopp, bisheriger Kompagnon, hatte vor wenigen Tagen seinen Ausstieg bekanntgegeben.

Die aus der Not heraus geborene Formation hielt im ersten Satz prima mit. Bis in die Endphase hinein boten die HTG-Damen dem in den zurückliegenden Spielen starken Formanstieg zeigenden GSV die Stirn. „Dass es am Ende nicht gereicht hat, lag daran, dass Gießen konsequent viele einfache Dinge richtig gemacht und uns damit zu Fehlern zwang“, sagte Tschenett.

Schlüssel zum HTG-Erfolg im zweiten Durchgang war laut Tschenett, „dass wir extrem stark aufgeschlagen und damit Druck aufs Gießener Spiel ausgeübt haben. Wir haben fast nichts zugelassen“. 25:12 – ergo 1:1-Satzausgleich.

Glücksgöttin Fortuna war im dritten Satz dann jedoch nicht mit der HTG. Die hielt bis zum 20:20 kämpferisch restlos überzeugend mit, leistete sich dann aber ein, zwei „Fehlerchen“ – und weg war der Satz (22:25).

Im vierten Durchgang schienen die Homburgerinnen bei einer 23:22-Führung auf dem Weg zum 2:2-Satzausgleich. „Leider waren wir dann aber ein wenig nachlässig im Angriff, gepaart mit Netzkantenpech“, meinte Tschenett zum 25:23 und 3:1 für den GSV. Nichtsdestotrotz sparte er in Richtung seiner Damen nicht mit Lob: „Ob eine kränkelnde Tine Bernius im Zuspiel, Anja Beyrich beim Blocken oder aber Zsuzsanna Bender und Chrissi Guschel auf der Mitteposition – das war ganz stark. Von allen.“

HTG Bad Homburg: Auz, Barfeld, Bender, Bernius, Beyrich, Dabrowska, Doll, Guschel, Hesse, Köppe. gg

VOLLEYBALL

Oberliga, Damen

TG Wehlheiden – TSV Hanau 3:0

DSW Darmstadt – TG Bad Soden II 0:3

Gießener SV – HTG Bad Homburg 3:1

VfL Marburg – 1. VC Wiesbaden III 2:3

Eintracht Frankfurt II – FTG Frankfurt 1:3

1. TG Wehlheiden 12 35:8 34

2. VC Wiesbaden III 12 33:13 29

3. TG Bad Soden II 12 29:23 21

4. TSV Hanau 12 26:25 18

5. HTG Bad Homburg 12 23:25 18

6. VfL Marburg 12 23:25 17

7. Gießener SV 12 20:30 13

8. Eintracht Frankfurt II 12 21:30 12

9. DSW Darmstadt 12 16:31 9

10. FTG Frankfurt 12 16:32 9

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