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Holger Krieg: "Zu 80 Prozent höre ich hier auf"

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Von: Wolfgang Bardong

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Bild aus erfolgreichen Zeiten: Holger Krieg (links) wird im Frühjahr 2019 nach dem Kreispokalsieg von Spielern der SF Friedrichsdorf umarmt.
Bild aus erfolgreichen Zeiten: Holger Krieg (links) wird im Frühjahr 2019 nach dem Kreispokalsieg von Spielern der SF Friedrichsdorf umarmt. © Heiko Rhode

Nachdem der "Meisterschaftszug" in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West quasi abgefahren ist: Friedrichsdorfs Boss Holger Krieg äußert sich zur sportlichen Zukunft.

Friedrichsdorf -Die neuerliche Klatsche - diesmal ein 0:5 beim 1. FC-TSG Königstein - hat bei den Sportfreunden Friedrichsdorf reichlich Staub aufgewirbelt. Vereinspräsident und Sponsor Holger Krieg sprach von einer "Unverschämtheit", die sich sein Team geleistet habe. Es sei eine ganz maue Vorstellung gewesen: "Lauter klasse Einzelspieler, aber keine Mannschaft. Und einen Leader haben wir auf dem Feld auch nicht mehr."

Nicht mehr - damit spielt Krieg auf den in der Winterpause zu Hessenligist SV Zeilsheim gewechselten Jonatan Tesfaldet an: "Jonny war ein richtiger Anführer auf dem Platz." Zum Glück sei jetzt die Sperre von Davor Babic abgelaufen. "Er ist der wohl beste Sechser der gesamten Liga. Davor kann diese Leader-Rolle ausfüllen", ist Holger Krieg überzeugt.

Erst das 0:4 beim FC Karben, dann ein ebenso blamables 0:0 bei der TSG Niederrad - nun ein 0:5 in Königstein: "Auch wie wir dort auf die Verliererstraße gerieten, ist unglaublich", sagt Krieg. Ein Eigentor zum 0:1, ein "absolut dummes Foul" von Rafaele Banchetto, der einem Gegenspieler beim Einwurf den Ball aus nächster Nähe ins Gesicht schleuderte und folgerichtig Rot sah, und ein Strafstoß zum 0:2 - binnen fünf Minuten war die Partie noch vor der Pause entschieden gewesen.

Holger Krieg: "Die Misere liegt am Charakter der Mannschaft"

Konsequenzen nach der Klatsche in Königstein schließt Krieg nicht aus. Was sich aber nicht auf die Person von Trainer Alexandros Theodosiadis beziehe, so Krieg: "Alex sitzt weiter fest im Sattel. Vielmehr liegt die Misere am Charakter der Mannschaft, die kein Team ist." Die Konsequenzen verbindet Krieg dafür mit seiner Person: "Ob ich bei den Sportfreunden weitermache, glaube ich nicht. Zu 80 Prozent höre ich hier auf." Was die Gerüchte um seinen möglichen Wechsel an den Homburger Wiesenborn zur DJK angeht, hält er sich bedeckt: "Dazu sage ich weder nein, noch ja."

Jetzt wolle man die Saison nach dem spätestens am Sonntag verspielten Titelgewinn ("Das Rennen ist gelaufen, ich gratuliere Dortelweil zur Meisterschaft" - O-Ton Krieg) wenigstens mit dem Gewinn des Kreispokals halbwegs retten. Am Mittwoch, 11. Mai (20 Uhr), geht es im Bad Homburger Sportzentrum Nord-West gegen die SpVgg 05/99 Bomber.

Das für Mittwoch geplante Gruppenliga-Spiel gegen SV Steinfurth werde nicht stattfinden. Die Rosendörfler, die bereits zweimal aus Spielermangel abgeschenkt hatten, treten morgen (zum dritten Mal) nicht an. Womit das Schlusslicht erster Absteiger wäre.

Was die Sportfreunde-Reserve angeht, die selbst jetzt bereits zum zweiten Mal nicht in der KOL angetreten ist, versichert Krieg, "dass wir die Runde zu Ende spielen. Das ohnehin dünn besetzte Team hatte Verletzungs- und Corona-Sorgen."

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