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Musste nach wenigen Minuten verletzt vom Parkett: Moritz Rompel (TuS Holzheim).

Handball-Landesliga Mitte

TuS Holzheim kann beim TSV Lang-Göns einfach nicht gewinnen

„The same procedure as every year“ – dieser geflügelte Satz aus dem berühmten Silvester-Fernseh-Sketch trifft haargenau auf die Landesliga-Handballer des TuS Holzheim zu, wenn der Gegner TSV Lang-Göns heißt.

Trainer Christian Bittkaus Fazit nach dem 32:37 (13:18) seines TuS Holzheim beim TSV Lang-Göns fiel nüchtern aus: „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff gefunden auf die beiden prägenden Rückraumspieler.“ Das war zum einen Spielmacher Patrick Engel, ehemaliger Juniorennationalspieler mit Vergangenheit beim TV Hüttenberg, und zum anderen Robin Jänicke, einer der wurfgewaltigsten Spieler der Liga. „Sie hatten erheblichen Anteil an unserer Niederlage. Wir konnten in der Abwehr nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen, was man sich gegen die Lang-Gönser Angriffsqualität nicht erlauben darf. Das hat heute die beiden Punkte gekostet“, analysierte Bittkau. Egal ob mit 6:0-, 5:1- oder 4:2-Deckung – keine Variante brachte Engel und Jänicke richtig aus dem Tritt. 15 von 37 Toren gingen auf das Konto dieses brandgefährlichen Duos.

Im Angriff hingegen präsentierten sich die Ardecker wieder besser als beim Sieg über Lollar/Ruttershausen. „Man muss die Voraussetzungen bedenken, mit denen wir zu kämpfen hatten. Dafür war das vorne ordentlich“, sagte Bittkau. Neben Lennard Hien und David Schwarz stand auch der grippekranke Robert Dettling nicht zur Verfügung, so dass der etatmäßige Mittelmann Davin Nink auf Halblinks begann. Der 21-Jährige lief aufgrund seiner noch nicht 100-prozentig auskurierten Bänderverletzung nicht richtig rund, trotzte diesen Problemen jedoch mit fünf Toren. Dass der TuS mit Moritz Rompel nur drei Minuten nach dessen Einwechslung einen weiteren Ausfall zu beklagen hatten, tat sein Übriges. Der Sprunggewaltigste im Team knickte um und humpelte aus der Halle. Kurz danach musste auch Linksaußen Maximilian Schenk passen – ihn hatte es am Auge erwischt. Gut, dass Lennart Jakobi als weitere Alternative im Kader stand.

Nach einer Viertelstunde sah es so aus, als hätte Holzheim Chancen, seine Siegesserie zu verlängern. Nils Wolfgram traf zum 9:6 für den TuS und zwang TSV-Trainer Michael Razen zur Auszeit. Diese wendete das Blatt. Engel und Jänicke drehten nun auf. Die Pausenführung ließen sich die Hausherren bis zum Ende nicht mehr nehmen.

Holzheim: Linke, Marcel Schenk, Nink (5), Moos (2), Rompel, Becker (1), Giebenhain (4), Lazzaro (2), Wolfgram (7/2), Grandpierre, Max Schenk (2/1), Jakobi (3/1), Baum (5), Friedrich (1) – SR: Rudolph/ Rudolph (Kassel) – Zuschauer: 100 – Zeitstrafen: 6 Minuten – 14 Minuten – 7 m: 3/2 – 7/4.

(cfr)

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