Sie gehen positiv gestimmt in die Saisonspiele drei und vier: Gustavo Tsuboi, Rares Sipos, Lev Katsman und Nils Hohmeier (von links), die Tischtennis-Profis des TTC OE Bad Homburg. Foto: Rhode
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Sie gehen positiv gestimmt in die Saisonspiele drei und vier: Gustavo Tsuboi, Rares Sipos, Lev Katsman und Nils Hohmeier (von links), die Tischtennis-Profis des TTC OE Bad Homburg.

Tischtennis, 1. Bundesliga

TTC OE Bad Homburg: Aller guten Dinge sind vier

  • vonGerhard Strohmann
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Die Bundesliga-Mannschaft aus dem Hochtaunus hat am Freitag und Sonntag Einsätze vor der Brust. Warum der erste Saisonsieg des TTC OE Bad Homburg eher im Pokal als in der Bundesliga gelingt.

Manchmal werden Träume wahr. Noch vor vier Monaten stand keinesfalls fest, dass der TTC OE Bad Homburg nach dem Corona-bedingten Abbruch der Saison 2019/20 die wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen Aufstieg in die 1. Tischtennis-Bundesliga erfüllen würde. Ebenfalls nicht gesichert war die deutsche Meisterschaft des 1. FC Saarbrücken-TT. Die holten sich die Saarländer erstmals durch ein 3:1 im Endspiel gegen TTC Liebherr Ochsenhausen am 14. Juni.

Nachdem sowohl hüben wie drüben die sehnlichsten Wünsche in Erfüllung gegangen sind, stehen sich am morgigen Freitag um 19 Uhr der deutsche Mannschaftsmeister, der sich 2011 von den Fußballern abkapselte und ein eigenständiger Verein ist, und der Aufsteiger aus dem Bad Homburger Stadtteil in der Joachim-Deckarm-Halle an der Halbergstraße am 3. Spieltag erstmals in der 1. Bundesliga gegenüber.

Kräftemessen gegen Shang und Franziska

Kam eine Begegnung verdient den Vergleich von David gegen Goliath so sehr wie diese Partie. In dieser erwartet der mit einer 1:3-Niederlage bei der Endspiel-Revanche in Ochsenhausen sowie einem 3:0 gegen den Post SV Mühlhausen in die Saison gestartete FCS den krassen Außenseiter, der nicht unerwartet nach den beiden 1:3-Niederlagen gegen den TTC Neu-Ulm und beim TTC Schwalbe Bergneustadt noch ohne Punkte ist (wie übrigens auch Mühlhausen, Werder Bremen und der TTC Zugbrücke Grenzau). "Wir haben in Saarbrücken absolut nichts zu verlieren", sieht Sven Rehde, der Sportliche Leiter des TTC OE Bad Homburg, der morgigen Partie gegen die Top-Spieler Kun Shang (China), Patrick Franziska (deutscher Nationalspieler) und Darko Jorgic (Slowenien) gelassen entgegen.

Gestern hat das Team von Trainer Tobias Kirch nochmals gemeinsam in der Wingert-Sporthalle an der Seulberger Straße trainiert und begibt sich heute auf den 200-Kilometer-Trip ins Saarland. Die genaue Aufstellung der Gäste wird auch diesmal erst kurz vor Spielbeginn festgelegt.

Grebnev vor Debüt

Der 18-jährige Neuzugang Maksim Grebnev, der am Samstag im Oberligaspiel des TTC OE II beim TSV Besse seinen Einstand im Trikot der Ober-Erlenbacher gegeben hat und am Sonntag in Bergneustadt mit seinem russischen Landsmann Lev Katsman für das Doppel vorgesehen war, wird am Wochenende auf jeden Fall zum Einsatz kommen. Wenn nicht am Freitagabend in Saarbrücken, dann am Sonntag 30 Kilometer südlichen von Nürnberg im vierten Saisonspiel. Zweitligist TV Hilpoltstein ist um 15 Uhr der Gegner im DTTB-Pokal.

Mit dem Verein im mittelfränkischen Landkreis Roth besteht eine Fanfreundschaft. Der TTC OE spielt zum vierten Mal nach 2015, 2016 und 2018 ein Achtelfinale. Als Erstligist ist die Mannschaft erstmals gesetzt. Einmal, vor fünf Jahren, schafften die Ober-Erlenbacher die Qualifikation für das Viertelfinale. Im Anschluss an diese englische Woche, die mit der Partie in Bergneustadt eröffnet wurde, beginnt für die Ober-Erlenbacher eine 14-tägige Spielpause, denn das Heimspiel gegen den TTC Zugbrücke Grenzau ist vom 11. Oktober auf den 18. Oktober verlegt worden. Das zweite Heimspiel dieser Saison beginnt um 15 Uhr.

Karten sind über die Homepage www.ttcoe.de erhältlich. Bis zu 250 Zuschauer sind im "Wingert-Dome" an der Seulberger Straße zugelassen.

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