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Rares Sipos (TTC OE Bad Homburg) feierte in Fulda seinen ersten Sieg in der TTBL.

Tischtennis, 1. Bundesliga

TTC OE Bad Homburg: Der Befreiungsschlag bleibt in Fulda aus

  • vonStefan Fritschi
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Das 1:3 beim TTC Fulda-Maberzell bedeutet für Bundesliga-Aufsteiger TTC OE Bad Homburg die siebte Schlappe im siebten Spiel. Erneut lässt jedoch die Leistung der Bad Homburger Youngster auf eine Trendwende hoffen.

Bad Homburg – Es war ein schwarzer Spieltag für den Tischtennis-Bundesligisten TTC OE Bad Homburg. Nach der 1:3-Niederlage beim TTC Fulda-Maberzell beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer bereits sechs Punkte. Kurzfristiges Ziel muss es für die Ober-Erlenbacher zunächst einmal sein, den letzten Platz zu verlassen. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) erwartet der Aufsteiger den ebenfalls noch punktlosen Vorletzten TTC Grenzau. „Da stehen wir zum ersten Mal unter Druck“, betont der Sportliche Leiter Sven Rehde. Sprich: Ein Sieg ist dann jedenfalls Pflicht.

Es hatte, wie schon so einige Male in dieser Saison, das letzte Quäntchen gefehlt, um ein besseres Resultat oder gar die ersten Punkte einzufahren. Nach verhaltenem Start (0:2-Rückstand) kämpfte sich Lev Katsman in die Partie zurück, agierte entschlossener und erzwang gegen den 32 Jahre alten Weltranglisten-42. Ruwen Filus den Entscheidungssatz. Nach zwei Ballgewinnen von Katsman nahm der Fuldaer eine Auszeit – und der junge Russe (19) leistete sich dann drei Fehler in Folge und geriet gar mit 2:6 in Rückstand. Mit toller Moral stellte Katsman den Anschluss her (6:7), ehe Abwehrspieler Filus seine Routine ausspielte.

„Wir hätten durchaus 2:0 führen können. Wer weiß, wie das Spiel dann gelaufen wäre“, sagte Rehde. Denn im zweiten Match hatte Rares Sipos eine überzeugende Leistung gezeigt und Fan Bo Meng vor allem dank seiner präzisen und bisweilen peitschenden Rückhand in drei Sätzen unter Kontrolle – der Premierensieg in der TTBL war für den Rumänen damit perfekt.

So stand es aber nur unentschieden. Und Maksim Grebnev gelang es – im Gegensatz zu seinem TTBL-Debüt gegen Timo Boll – nicht, an einer Überraschung zu schnuppern. Nach drei Sätzen war diesmal bereits Schluss im Duell mit dem Weltranglisten-20. Quadri Aruna. Der Nigerianer, der 2016 bei den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro die Edelmetallträume von Boll beendet hatte, konnte immer dann zulegen, wenn es nötig war und agierte auch variabler. So verpasste es Grebnev, zwei Satzbälle zu erzielen – dann legte der Afrikaner nach und machte den 3:0-Erfolg klar.

Die Frage war nun, ob es Sipos gelänge, noch eine Schippe draufzulegen. Über vier Sätze lieferte sich der Ober-Erlenbacher ein packendes Spiel gegen Filus. Doch im finalen Durchgang geriet er flugs mit 0:6 in Rückstand, auch eine Auszeit beim Stand von 4:7 brachte nicht mehr die Wende. „Die Jungs können noch nicht so adäquat reagieren, wenn ein Weltklasseabwehrspieler wie Filus sein Spiel umstellt“, konstatierte Rehde.

Im Kellerduell gegen den TTC Zugbrücke Grenzau wird der TTC OE personell wieder stärker aufgestellt sein. Gustavo Tsuboi, sagte Geschäftsführer Mirko Kupfer, habe diesmal noch „in der ,Bubble’ in China“ geweilt und kehre erst diese Woche wieder zurück. Mit dem Brasilianer, der drei seiner fünf TTBL-Einzel in dieser Saison gewann, steigen die Bad Homburger Chancen auf einen Erfolg spürbar.

TTC Fulda-Maberzell – TTC OE Bad Homburg 3:1. – Ruwen Filus – Lev Katsman 3:2 (11:6, 11:9, 9:11, 9:11, 11:6), Fan Bo Meng – Rares Sipos 0:3 (9:11, 10:12, 7:11), Quadri Aruna – Maksim Grebnev 3:0 (11:8, 11:5, 11:9), Ruwen Filus – Rares Sipos 3:2 (12:14, 11:7, 11:6, 7:11, 11:5).

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