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Der DJK Bad Homburg hat sich im Stadtderby mit der SGK Bad Homburg mit 1:0 durchgesetzt.

Fußball, Aufstiegsspiele zur Gruppenliga

DJK Bad Homburg vor dem ersten von 2 „Endspielen“

Wenn eine Fußballmannschaft Großes geleistet und weit vorne in der Endtabelle abgeschlossen hat, der Jubel nach dem finalen Spieltag aber dennoch verhalten ist, dann steht sie vor der Tür: die Relegation.

Wenn eine Fußballmannschaft Großes geleistet und weit vorne in der Endtabelle abgeschlossen hat, der Jubel nach dem finalen Spieltag aber dennoch verhalten ist, dann steht sie vor der Tür: die Relegation. In diesem Falle handelt es sich um eine Aufstiegsrunde dreier Kreisoberligisten. Die jeweiligen Vizemeister DJK Bad Homburg (Hochtaunus), FC Olympia Fauerbach (Friedberg) und SV Griesheim Tarik (Frankfurt) treten an, um ein Ticket für die Gruppenliga Frankfurt West zu lösen. „Wir haben Respekt vor dieser Aufgabe, aber wir wollen aufsteigen“, sagt Jürgen Bornschein und sein Trainerkollege bei der DJK, Stephan Bodenröder, ergänzt: „Die beiden Spiele werden definitiv keine Selbstläufer, aber wir brauchen uns auch nicht zu verstecken.“

Zum Auftakt am Donnerstag empfängt Fauerbach die DJK (15 Uhr). Bornschein und Bodenröder haben den Gegner beobachten lassen, doch um dessen größte Stärke zu ermitteln, reicht ein Blick in die Abschlusstabelle. 111 Tore hat das Team in 32 Spielen erzielt. So viele wie kein anderes in der KOL Friedberg. Im Schnitt trifft der FC dreimal. Eine amtliche Marke, die mit zwei Namen eng verbunden ist. „In Andreas Baufeldt und Christian Bodea haben sie zwei starke Stürmer, die zusammen über 60 Tore erzielt haben“, weiß Bornschein, „da wird ein gutes Stück Arbeit auf unsere Abwehr zu kommen.“

Noch steht aber nicht fest, ob der Traumsturm auflaufen wird. Baufeldt (Probleme im Oberschenkel) setzte bereits am letzten Spieltag beim 3:0 über den FC Karben aus. Auch hinter Abwehrstabilisator Tarik Tosunoglu (Rückenbeschwerden) setzt FC-Trainer Lars Osadnik ein Fragezeichen. „Das sind unsere beiden Sorgenkinder“, erklärt er, „doch wir setzen alles daran, sie bis Donnerstag fit zu bekommen.“ Dass er mit personellen Engpässen umgehen kann, zeigt der Saisonverlauf. Trotz eines kleinen Kaders und einigen Verletzungsausfällen erreichte man die Vizemeisterschaft. „Eine Superleistung“, betont Osadnik, „die Aufstiegsrunde ist jetzt ein Bonbon für uns. Wir wollen an diese Spiele, die wir jetzt bestreiten dürfen, mit Freude angehen.“ Fauerbach könnte die direkte Rückkehr in die Gruppenliga perfekt machen.

Die DJK ist der 7. Liga schon länger abstinent. Trainer Bornschein könnte zum Start auswärts mit einem Punkt leben. Möglicherweise gehen – abhängig von den Aufstiegsrunden zur Hessen- und Verbandsliga – am Ende sogar zwei Teams gemeinsam hoch. Darauf verlässt sich aber niemand. Beobachter dürfen sich daher am Donnerstag auf ein packendes Duell zweier starker Teams freuen. rk

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