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Sie hoffen zum Saisonfinale auf einen Sieg und Schützenhilfe anderer Teams: Trainer Enis Dzihic (links) und Goran Skeledzic, Sportlicher Leiter von Fußball-Gruppenligist DJK Bad Homburg.

Fußball, Hochtaunus

Für DJK Bad Homburg und TuS Merzhausen wird's in der Gruppenliga eng

Saisonfinale in der Fußball-Gruppenliga. Während die FG Seckbach (gegen Neu-Anspach) und Türk. SV Bad Nauheim (gegen Kalbach) um die Aufstiegsrelegation buhlen, geht es im Tabellenkeller hochspannend zu.

Vor dem letzten Spieltag der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West haben drei Teams bereits Klarheit: Die (zurückgezogene) Mannschaft der TSG Nieder-Erlenbach, der FC Oberstedten und der FV Hausen werden die Klasse nach unten verlassen. Zwei weitere Abstiegsplätze sind allerdings noch zu vergeben, und gleich vier Teams kann es am Sonntag noch erwischen: Die DJK Bad Homburg (14., 36 Punkte), den FC Kalbach (13., 36), die Spvgg. Fechenheim (12., 37) und den TuS Merzhausen (11., 38).

Fechenheim und Merzhausen treffen zum zeitgleichen Saisonfinale (Anpfiff jeweils um 15 Uhr) sogar direkt aufeinander. Aber nicht nur deswegen birgt das Spiel eine gewisse Brisanz.

TuS Merzhausen: Ohne Training ins Spiel

„Momentan geht es bei uns drunter und drüber“, erklärt Pedro Ribeiro vom TuS-Spielausschuss, „die Gesamtlage ist schwierig einzuschätzen.“ Dass in dieser Woche das Training komplett ausfallen musste, ist dem Wetter geschuldet. Die starken Regenschauer haben den heimischen Rasenplatz unter Wasser gesetzt. Doch selbst bei gutem Wetter war in dieser Saison die mangelnde Trainingsbeteiligung der große Knackpunkt beim TuS. „Was das angeht, sind wir nicht Gruppenliga tauglich“, meint Ribeiro, „da dürften wir uns auch nicht wundern, wenn wir am Ende absteigen. Von der Qualität müssten wir eigentlich mindestens im gesicherten Mittelfeld stehen.“

Dass es einige Spieler zu Vereinen ziehen wird, die in höheren Tabellenregionen anzutreffen sind, davon geht Ribeiro aus. Auch für ihn wird das Spiel im Frankfurter Osten zum Abschied. Der ehemalige TuS-Spieler folgt seinem guten Freund Yasin Bozdag zum TSV Vatanspor Bad Homburg. „Ich möchte aber auf gar keinen Fall mit einem Abstieg aus Merzhausen gehen“, betont Ribeiro, „ich hoffe, dass wir es schaffen. Ich weiß allerdings nicht, wie ernsthaft der eine oder andere Spieler überhaupt noch bei der Sache ist.“ Zudem gäbe es angeschlagene Leistungsträger wie Kai Hohmann (Knie), Damjano Demasi (Wade) und Daniel Maric (Oberschenkel).

DJK Bad Homburg: Seit fünf Spielen ohne Sieg

Bei allen Unwägbarkeiten hat Merzhausen den Klassenerhalt zumindest in der eigenen Hand. Ein Sieg reicht definitiv. Die DJK Bad Homburg hingegen muss auf Schützenhilfe hoffen. „Kalbach darf nicht in Bad Nauheim gewinnen“, weiß Trainer Enis Dzihic. Da es für den TSV Bad Nauheim (aktuell Dritter) noch um den zweiten Platz geht, käme ein Auswärtssieg aber überraschend. „Das bedeutet, dass wir uns vor allem auf unsere eigenen Hausaufgaben konzentrieren müssen“, betont Dzihic. Heißt: Am Wiesenborn muss gegen den SKV Beienheim gewonnen werden. Als Tabellensechster gehen die Gäste favorisiert in die Partie, doch in der Rückrunde läuft es bei dem Team aus dem Wetteraukreis nicht mehr wirklich rund. Seit fünf Spielen ist es sieglos.

Dass die Formkurve des Gegners nach unten zeigt, spielt für Dzihic allerdings keine große Rolle. „Unsere Form ist zuletzt auch nicht eben berauschend gewesen.“ Auch die DJK ist seit fünf Spielen ohne Sieg. Zuletzt setzte es eine 0:4-Schlappe beim FC Kalbach, dem unmittelbaren Konkurrenten um den Ligaverbleib. Im direkten Vergleich hätten die punktgleichen Kirdorfer deshalb das Nachsehen. Am Sonntag sind die Einsätze von Mike Schaidreiter und Andre Stoss (beide mit Knieproblemen) fraglich. Nicht nur deswegen überlegt Dzihic (44), selbst die Fußballschuhe zuschnüren. Auf dem Platz könnte der Ex-Profi den Einsatz, den er sich von seinem Personal wünscht, vorleben. „Ich bin noch am Überlegen, aber für 45 Minuten würde es wohl auf jeden Fall reichen.“ROBIN KUNZE

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