Meister und Aufsteiger: Daniel Hirschel, Spieler und gleichzeitig Vorstandsmitglied der Sentinels, reckt den Pokal in die Höhe.
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Meister und Aufsteiger: Daniel Hirschel, Spieler und gleichzeitig Vorstandsmitglied der Sentinels, reckt den Pokal in die Höhe.

Football, Regionalliga

Die Bad Homburg Sentinels feiern den vierten Aufstieg in fünf Jahren

  • vonGerhard Strohmann
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Nach dem 41:0 gegen Rüsselsheim sind die Bad Homburger Zweitligist. Viel Lob gibt es vom hessischen Verband.

Bad Homburg -Die Bad Homburg Sentinels spielen in der kommenden Saison 2021 in der 2. Football-Bundesliga (GFL II). Nach dem 49:14-Hinspielerfolg bei den Rüsselsheim Crusaders vor zwei Wochen war dies keine Überraschung mehr. Auch im Rückspiel demonstrierten die "Wächter" ihre haushohe Überlegenheit und gewannen am Samstag vor 550 Zuschauern im Sportzentrum Nord-West gegen die Crusaders mit 41:0 (21:0). Mehr Fans waren aufgrund der Corona-Pandemie nicht zugelassen.

Für den Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga Mitte gab es einen silbernen Pokal mit zwei Schleifen, der den Sentinels vor der Zuschauertribüne von Thomas Meyer überreicht wurde, dem Vize-Präsidenten des American-Football-Verbands Hessen. Passend dazu ließ DJ Micha die Queen-Hymne "We Are The Champions" erklingen.

Nicht nur Bad Homburgs Footballer, die am Samstagabend bereits den vierten Aufstieg in der erst fünfjährigen Vereinsgeschichte perfekt machten, sondern auch die Kontrahenten aus Rüsselsheim fanden sich zu einer Jubeltraube zusammen. "Wir haben in diesen beiden Spielen gegen Bad Homburg sehr viel gelernt und werden diese Erfahrungen nutzen, um 2021 den nächsten Schritt in unserer Entwicklung zu machen", waren für Crusaders-Coach Toni Bogner die heftigen Klatschen für den Liga-Neuling von nachrangiger Bedeutung.

Von enormer Bedeutung war hingegen für die Vereine, für die Spieler und Fans die Tatsache, dass in dieser Corona-verkorksten Saison der Football überhaupt noch fliegen konnte. "Es ist ja nicht eure Schuld, dass die übrigen Mannschaften die Teilnahme am Ligabetrieb gescheut haben", wollte AFV-Vize Meyer den Erfolg der Sentinels nicht schmälern. Ein dickes Lob packte er noch obendrauf: "Wie ihr das hier mit den Hygienevorschriften hinbekommen habt, verdient meine Hochachtung."

Corona-Regeln

akribisch umgesetzt

Die große Helferschar des Clubs hatte sich akribisch an alle Vorgaben des Gesundheitsamts gehalten, die Tickets online verkauft sowie Kaltgetränke ausschließlich in Flaschen und Sandwichs in Verpackungen angeboten. Ein- und Ausgang waren mit Flatterbändern eindeutig kenntlich gemacht worden, und Stadionsprecher Mike Hanke wies die Fans immer wieder darauf hin, auch auf der Tribüne stets Mund-/Nasenschutz zu tragen und den Sicherheitsabstand einzuhalten.

Da die 550 Besucher große Lärminstrumente und Megafone mitgebracht hatten, war eine ähnliche Atmosphäre wie bei den Heimspielen der vergangenen Jahre zu verspüren. Wenngleich die Wetterkapriolen dazu führten, dass beim Kickoff um 16 Uhr die Flutlichtlampen eingeschaltet waren und diese im dritten Quarter wieder ausgeschaltet wurden, weil gleißende Sonnenstrahlen das Spielfeld erhellten. Die acht Sentinels-Cheerleader, die angesichts der herbstlichen Temperaturen ihr Outfit diesmal durch wärmende schwarze Strumpfhosen ergänzt hatten, hatten nach Stefan Hickls Extra-Kick zum 28:0 eine Sonderaufgabe. Sie machten auf Geheiß des Publikums 28 Kniebeugen. Begonnen hatte das einzige Heimspiel des Jahres mit einer Gedenkminute für Karlheinz "Kalli" Herbert. Der sympathische Fotograf, der für den AFC Universe Frankfurt und die Sentinels gearbeitet hatte, war am 14. September an Krebs gestorben.

Bad Homburg - Rüsselsheim 41:0 (14:0/7:0/7:0/13:0): 6:0 Cushan Davis (Touchdown), 7:0 Stefan Hickl (Kick), 13:0 Jasper Small (TD), 14:0 Hickl (Kick), 20:0 Max Siemssen (TD), 21:0 Hickl (Kick), 27:0 Leo Udasco (TD), 28:0 Hickl (Kick), 34:0 Hickl (TD), 35:0 Hickl (Kick), 38:0 Hickl (Fieldgoal), 41:0 Hickl (FG).

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