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Riesengroß war der Jubel beim TTC OE Bad Homburg am 6. Dezember nach dem 3:2-Hinspielsieg gegen Grenzau.

Tischtennis, 1. Bundesliga

Der TTC OE Bad Homburg spielt heute ein "Endspiel" im Abstiegskampf

  • vonGerhard Strohmann
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Der Aufsteiger hat sich akribisch auf die Partie gegen Grenzau vorbereitet. Warum das Spiel so wichtig für die Ober-Erlenbacher Tischtennis-Profis ist.

Bad Homburg – Dass Timo Boll und dessen Teamkollegen mit Maske im Konfettiregen ihren nächsten Titelgewinn feierten, war für den TTC OE Bad Homburg von Vorteil. Das vergangene Wochenende war für das Final Four des DTTB-Pokals reserviert, den Rekordmeister Borussia Düsseldorf mit einem 3:1 gegen Liebherr Ochsenhausen zum 26. Mal gewann. Somit waren die restlichen Clubs der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) spielfrei.

„Für uns ist diese Konstellation perfekt, denn dadurch können wir uns optimal auf das wichtige Spiel in Grenzau vorbereiten“, ist Sven Rehde, der Sportliche Leiter des Aufsteigers aus dem Hochtaunus, froh über diese Pause. Ab Montag trainierte der komplette Kader der Ober-Erlenbacher in der Wingert-Sporthalle und fuhr bereits am Donnerstag in den Westerwald, um sich im Hotel Zugbrücke auf das Kellerduell gegen Tabellenschlusslicht TTC Zugbrücke Grenzau einzustimmen.

Vor der Partie, die am heutigen Freitag um 19 Uhr beginnt, stehen für das Team von Trainer Tobias Beck vor Ort noch zwei Trainingseinheiten auf dem Programm. Das Aufeinandertreffen in Höhr-Grenzhausen kann fast schon als „Endspiel“ um den Klassenverbleib bezeichnet werden.

Der historische erste Sieg

Zur Erinnerung: Am Nikolaustag hatten sich die Ober-Erlenbacher zu Hause dank eines Sieges im Doppel durch Lev Katsman und Maksim Grebnev (11:6, 11:8, 11:9 gegen Cristian Pletea und Routinier Aleksandar Karakasevic) mit 3:2 durchgesetzt und damit ihren historischen ersten Sieg in der TTBL gefeiert.

Es ist bis dato der einzige in dieser Saison geblieben, während Grenzau sogar sämtliche zwölf Begegnungen verloren hat. Die beiden Teams haben in der Tabelle den Kontakt zur schon acht Punkte besser gestellten Konkurrenz verloren. Dem heutigen Spiel in der Zugbrückenhalle kommt deshalb im Hinblick auf den Klassenerhalt enorme Bedeutung zu. Zwar sind in der 1. Liga zwei Absteiger vorgesehen, jedoch fand sich in den vergangenen Jahren jeweils nur ein Verein, der aufsteigen wollte. Und auch in diesem Jahr scheinen sich die Ambitionen der infrage kommenden Zweitligisten in Grenzen zu halten.

Aus diesem Grund gehen beide Teams auch im Rückspiel mit „voller Kapelle“ in die Partie, wobei die Gäste mit Gustavo Tsuboi (Bilanz: 6:3 Siege), Lev Katsman (1:13), Rares Sipos (3:10), Maksim Grebnev (0:2) und Nils Hohmeier (0:6) antreten. Grenzau bietet Ioannis Sgouropoulos (3:11), Cristian Pletea (2:9), Aleksandar Karakasevic (2:6), Robin Devos (0:8) und Tobias Sältzer (0:1) auf. „Wir werden uns akribisch auf dieses Spiel vorbereiten und im Training verschiedene Doppel-Konstellationen ausprobieren, denn wir wollen das Rückspiel unbedingt gewinnen, um uns die Chancen auf den Klassenerhalt zu bewahren“, wird Grenzaus Cheftrainer Colin Heow auf der Homepage des Vereins zitiert, der immerhin sechs Mal Deutscher Meister war (zuletzt 2002).

Drei Spiele binnen fünf Tagen

Für den TTC OE Bad Homburg beginnt heute die „Woche der Wahrheit“ mit drei Begegnungen binnen fünf Tagen. Am Sonntag um 15 Uhr folgt schon das zweite Heimspiel des Jahres gegen den deutschen Meister 1. FC Saarbrücken-TT (derzeit Fünfter) und am Dienstag um 19 Uhr steht bereits die Partie beim Tabellendritten TTC Neu-Ulm auf dem Terminplan.

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