Christian Kaus (rechts) schaffte am Sonntag für die Usinger TSG einen Hattrick. Links: Alexander Zharkov vom FV Stierstadt. foto: sp
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Christian Kaus (rechts) schaffte am Sonntag für die Usinger TSG einen Hattrick. Links: Alexander Zharkov vom FV Stierstadt.

Fußball, Gruppenliga Frankfurt West

DJK Bad Homburg - Usinger TSG: Trainer erwarten viele Tore im heutigen Topspiel

  • vonRobin Kunze
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DJK Bad Homburg empfängt am heutigen Mittwoch um 20 Uhr Tabellenführer Usinger TSG. Die Sportfreunde Friedrichsdorf sind über den abermaligen Wechsel von Emin Yalin nicht erfreut.

Hochtaunus -Wenn heute Abend die Usinger TSG zu Gast bei der DJK Bad Homburg ist (20 Uhr), erwarten die Beteiligten ein stürmisches Derby. "Ich gehe davon aus, dass es ein torreiches Spiel wird. Das werden wir nicht verhindern können, und solange die Kräfte mitspielen, werden beide Teams wohl mit offenem Visier agieren", sagt Marius Walz. Nur die Offensivstärke der Gastgeber zu neutralisieren, ist für den Usinger Coach keine Option. Das verwundert nicht, schließlich ist der Tabellenführer selbst mit einem ausgeprägten Torhunger ausgestattet.

"Vier Siege aus vier Spielen und die ausgezeichnete Torbilanz von 20:3 sprechen eine deutliche Sprache", weiß Ibrahim Cigdem. Der DJK-Trainer erwartet Gäste mit "breiter Brust und viel Selbstvertrauen". Speziell Christian Kaus hat sich am vergangenen Spieltag warmgeschossen. Er erzielte beim 3:1 gegen die SG Westend alle drei Treffer. Parallel schnürte DJK-Flügelflitzer Kyle Howie einen "Dreierpack" gegen Aufsteiger SV Steinfurth.

Während der Tabellenführer individuelle Klasse mit unbändigem Willen paart, setzt Bad Homburg häufig auf Topspeed. "Schon letzte Saison haben sie uns überfallartig bespielt und vor große Probleme gestellt", erinnert sich Walz. Sich nur auf Howie oder einen anderen Spieler zu konzentrieren, würde aber nicht funktionieren. "Ihr Angriff harmoniert bereits sehr gut und es wird für uns richtig schwer. Dennoch fahren wir mit Selbstvertrauen und guten Mutes da hin, um etwas mitzunehmen", sagt Walz.

Den psychologischen Vorteil hat die ungeschlagene UTSG. Die DJK musst trotz großer Pläne bereits Rückschläge hinnehmen. Allem voran die fragwürdige Rote Karte für Joel Tekie aus dem Spiel gegen Neu-Anspach (0:4) von vor zwei Woche erhitzte die Gemüter. Zudem habe das ungewöhnlich hohe Pensum dem jungen Team zugesetzt. Cigdem sieht die Situation nun als Charaktertest. "Wenn du immer 3:0 gewinnst, ist es nicht schwer, als Mannschaft zusammenzuhalten", betont er. Cigdem setzt auf den tiefen Kader von 23 Feldspielern, um die aktuelle Phase bestmöglich zu überwinden.

Die Sperre von Tekie ist abgelaufen. Sie wurde vom Sportgericht heruntergesetzt. Trainerkollege Walz muss mit einem kleineren Kader auskommen. Er wird heute Abend auf die Stammkräfte Max Miot Paschke (Zerrung) und Nicolai Dörnte (Adduktorenprobleme) verzichten müssen.

Emin Yalin wird sich so schnell nicht mehr auf den Plätzen des Hochtaunus zeigen. Der türkischstämmige Torjäger war im Sommer zu den SF Friedrichsdorf gewechselt und setzte sich nun bereits wieder in Richtung seines Ex-Clubs Türkgücü Frankfurt ab. Abgesprochen sei dieser Abgang mit den Sportfreunden jedoch nicht gewesen.

Yalin-Abgang "war das Allerletzte"

"Seine Aktion war das mit Abstand Allerletzte, was ich in meinem Leben von einem Fußballer erlebt habe", echauffiert sich Holger Krieg. Der Hauptsponsor und Präsidentschaftskandidat berichtet, dass Yalin sich am Mittwoch nach der Partie gegen DJK Bad Homburg (0:0) einen finanziellen Vorschuss abgeholt habe, nur um zwei Tage später bei seinem alten und neuen Club zu unterschreiben. "Als Vertragsamateur ist das noch bis zum 30. September möglich und wir können nichts dagegen machen", erläutert Krieg.

Sportlich sei der Abgang kein Verlust. "Er hat sehr hohe Stücke auf sich gehalten, doch im Endeffekt mussten die anderen zehn für ihn mitlaufen", so Krieg, "die Mannschaft ist erleichtert, dass er nun weg ist, und ich glaube, wir sind ohne ihn sogar stärker." Beweisen können es die Sportfreunde morgen (20.15 Uhr) beim SV Steinfurth.

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