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Horst und Groß hören bei Germania Schwanheim auf

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Von: Alexander Wolf

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"Uns fehlt die Kraft": Trainer Ralf Horst (links) und Torwart-Trainer Dominique-Pascal Groß. FOTO: Lorenz
"Uns fehlt die Kraft": Trainer Ralf Horst (links) und Torwart-Trainer Dominique-Pascal Groß. © Marcel Lorenz

Trainer-Duo zieht sich nach Saison zurück - Auch Andreas Schreier könnte folgen

Main-Taunus -Jetzt ist es raus. Bei Fußball-Verbandsligist Germania Schwanheim werden Ralf Horst und Dominique Groß nicht über die Saison hinaus zum Trainerteam gehören. Der Chef- und der Torwarttrainer entschieden sich gegen eine dritte Saison beim stark abstiegsbedrohten Tabellenvorletzten der Mitte-Staffel. "Wir werden bis zum Schluss alles geben", stellt Horst vor dem Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den SV Bauerbach klar.

Allerdings haben nicht nur die Geschehnisse in der Corona-Saison 2020/21 Spuren hinterlassen, sondern vor allem die letzten Monate der aktuellen Spielzeit. "Ehrlich gesagt fehlt uns die Kraft, um im Sommer noch einmal einen Umbruch mitzumachen", erklärt Horst. Im Falle eines Abstiegs, nach dem es bei lediglich vier Siegen aus 21 Spielen und sieben Punkten Rückstand zum wohl rettenden Ufer aktuell aussieht, stünde Schwanheim wohl vor einer Spielerflucht wie im Sommer 2020. Damals hatten Horst, Groß und Andreas Schreier nach dem Abschied von Tomas Pelayo eine komplett neue Mannschaft aus dem Boden gestampft. "Die Perspektive, die der Verein für die kommende Saison bieten kann, ist nicht anders als unsere aktuelle Situation", meint Horst, "allerdings haben wir dann in der Gruppenliga mehr Konkurrenz auf dem selben sportlichen Niveau und mit anderen finanziellen Mitteln." Ob es Hornau, Okriftel, Unterliederbach, Eddersheim II, Höchst, Oberliederbach, Niederhöchstadt, Diedenbergen und in der nächsten Saison wohl auch noch Weilbach sind. Die Auswahl an Main-Taunus-Vereinen in der Gruppenliga ist riesig. Und die Chancen, dass Schwanheim die Mannschaft zusammenhalten kann, eher gering.

Deswegen überlegt sich auch Andreas Schreier in den nächsten Tagen, wie es für ihn als in Schwanheim wohnhaften Dritten im Trainer-Bunde, weitergehen kann. "Ich habe natürlich schon eine andere emotionale Verbindung zu diesem Verein", erklärt der 57-jährige Coach. Sowohl in Jugend als auch bei den Senioren war er schon vor dem aktuellen Engagement für die Germania tätig. Schreier betont, dass seine Entscheidung genau wie jene der Kollegen Horst und Groß "Liga-unabhängig" fallen wird.

Am Sonntag

gegen Bauerbach

Am Sonntag könnte der im Jahr 2022 noch ohne Sieg dastehende Vorletzte also etwas für die Zukunft des Vereins tun. Selbst wenn Horst, Groß und vielleicht auch Schreier die Zelte im Schwanheimer Stadtwald abbrechen, stünde der Germania das Alleinstellungsmerkmal "Verbandsliga" für 2022/23 gut zu Gesicht. "Wir haben noch 13 Spielen und 'nur' sieben Punkte Rückstand auf den 13. Platz", stellt Schreier klar. Und sein Kollege Horst pflichtet ihm bei: "Vielleicht zieht noch eine Mannschaft zurück - so wie in den letzten Jahren. Oder es gibt aus anderen Gründen vier oder sogar nur drei Absteiger. Dann können wir es noch packen."

Dafür sollte Schwanheim allerdings spätestens am Sonntag (14 Uhr) gegen den sieben Punkte besser dastehenden 14. SV Bauerbach mit dem Siegen beginnen. Die Marbuger schlugen die Schwanheimer schon im Hinspiel verdient mit 4:2. Zuletzt gab es für den SVB eine 2:8-Schlappe in Pohlheim. Am vergangenen Wochenende waren beide Teams spielfrei. "Wir haben das letzte Wochenende gut genutzt, uns stehen alle Spieler zur Verfügung", freut sich Horst über neue Energie nach der witterungsbedingten Absage des Breidenbach-Spiels. "Wenn wir es jetzt schaffen, mal über die vollen 90 Minuten unser Spiel durchzuziehen, holen wir Punkte und kommen dann hoffentlich in einen Lauf rein." awo

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