Auf Andrej Aurelian Moise (SG Nord, vorne) muss die SG Taunus am Sonntag im A-Liga-Spitzenspiel ein Auge haben. Leichter hat es Marvin Knapp (hinten), der mit seiner TSG Oberbrechen spielfrei ist. Foto: Häring

Fußball im NNP-Land

Hotspot: SG Taunus - SG Nord

Es gibt sicherlich langweiligere Spieltage in den Spielklassen im NNP-Fußball-Land. Überall geht es hoch her.

VON PATRICK JAHN

In der Fußball-Gruppenliga fordert Hadamar 2 den Tabellenführer, in der Kreisliga A kommt es zum Showdown zwischen der SG Taunus und der SG Nord, und auch in der Kreisliga B1 steht das Gipfeltreffen an.

Gruppenliga Wiesbaden.Spitzenspiel für den SV Rot-Weiß Hadamar 2 (3.): Die Hessenliga-Reserve erwartet am Sonntag mit dem SV Niedernhausen den aktuellen Tabellenführer, und ist gewillt, ihre fantastische Form erneut unter Beweis zu stellen. Zur Erinnerung: Die Hadamarer Reservisten haben in den letzten drei Spielen sagenhafte 19 Tore erzielt und scheinen absolut in der Lage, dem Liga-Primus eine Niederlage zuzufügen. Sollte der Elf von Trainer Heiko Weidenfeller der Heimsieg gelingen, würde der Rückstand auf den SVN auf einen mickrigen Zähler schrumpfen. In Schlagdistanz zu den drei Top-Teams befindet sich mit dem FC Dorndorf (4.) ein weiterer Kreisvertreter. Die Schwarz-Weißen stehen beim noch immer sieglosen Schlusslicht SV Hallgarten vor einer klaren Pflichtaufgabe. Tritt die Elf von Spielertrainer Florian Hammel mit der richtigen Einstellung auf, wird sie aus dem Rheingau mit drei Punkten heimfahren. Bereits heute Nachmittag versucht der RSV Würges (15.) weitere, wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Bei der SG Hoechst (12.), die ihrerseits im Schlamassel steckt, scheint ein Erfolg durchaus möglich. Kehren die "Roten" allerdings ohne Zähler heim, wird der Abstand zum "rettenden Ufer" schon spürbar größer. Nach dem jüngsten Erfolgserlebnis droht der SG Niedershausen/Obershausen in Oberliederbach wieder Ungemach. Der Fünfte hat die letzten fünf Spiele gewonnen, die letzten drei ohne Gegentreffer.

Kreisoberliga Limburg-Weilburg.Am Sonntag finden lediglich sechs Partien statt. Der zweitplatzierte TuS Frickhofen steht bei der Hessenliga-Reserve des TuS Dietkirchen (9.) vor keiner einfachen Aufgabe, befindet sich aber alleine aufgrund seiner individuellen Qualität in der Favoritenrolle. Ebenfalls nicht zu unterschätzende Widersacher haben die weiteren Verfolger SV Elz (4.) und SG Weinbachtal (3.). Während die Elzer beim zuletzt stark verbesserten SV Mengerskirchen (8.) gefordert sind, reisen die Weinbachtaler zum FC Waldbrunn 2 (14.), der nach bisher enttäuschender Saison jeden Zähler benötigt, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Nach dem 2:5 beim TuS Frickhofen möchte die SG Ahlbach/Oberweyer (7.) gegen den TuS Waldernbach (11.) zurück in die Erfolgsspur. Im Tabellenkeller braucht der FCA Niederbrechen (10.) nach zuletzt weniger erfolgreichen Wochen dringend einen Heimsieg gegen Schlusslicht SG Winkels/Probbach/Dillhausen, um nicht weiter in den Keller zu rutschen. Diesbezüglich hat es auch das Duell zwischen dem VfR 07 Limburg (16.) und dem SC Offheim in sich (13.).

Kreisliga A Limburg-Weilburg.Mehr Spitzenspiel geht nicht: Tabellenführer SG Taunus trifft am Sonntag in Haintchen auf die zweitplatzierte SG Nord. Sollte die Spielgemeinschaft aus Eisenbach und Haintchen auch dieses Duell für sich entscheiden, hätte sie schon satte neun Punkte Vorsprung. Zwei Spieltage vor dem Ende der Hinrunde wäre das schon eine immense Hausnummer. Die Westerwälder werden ihrerseits versuchen, den Rückstand auf drei Punkte zu reduzieren, um im Geschäft zu bleiben. Da die TSG Oberbrechen (3.) und die SG Heringen/Mensfelden (4.) am Wochenende pausieren, würde der VfL Eschhofen Dritter werden, wenn er sein Auswärtsspiel bei der zuletzt schwachen SG Villmar/Arfurt/Aumenau (8.) gewinnt. Ansonsten steht der Tabellenkeller im Fokus. Bereits heute kommt es zwischen der FSG Dauborn/Neesbach (12.) und dem SV Erbach (15.) zu einem vor allem für die Erbacher eminent wichtigen Spiel. Dass die SG Weilmünster/Laubuseschbach (14.) beim RSV Weyer 2 (6.) oder der TuS Obertiefenbach (17.) beim FC Steinbach (7.) punkten können, scheint eher unrealistisch. Bessere Karten hat da die SG Selters 2 (13.), die nach dem 3:2-Coup beim FC Steinbach auch bei der FSG Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen (9.) nicht chancenlos ist.

Kreisliga B1 Limburg-Weilburg.Das Topspiel schlechthin steht auch in der B1 auf der Tagesordnung, wenn der TuS Drommershausen (2.) Tabellenführer Osmanischer SV Limburg begrüßt. Der Rückstand des TuS könnte bei noch einem weiteren Spiel in der Hinterhand auf drei Punkte schmilzen. Andererseits könnte sich der OSV einen ordentlichen Puffer erarbeiten. Ein Spitzenspiel der anderen Sorte steigt zwischen Schlusslicht Wolfenhausen und dem Vorletzten, FSG Runkel. Der Verlierer geht ungemütlichen Zeiten entgegen.

Kreisliga B2 Limburg-Weilburg.Nachdem der SV Elz 2 (2.) am Freitagabend den SV RW Hadamar 3 (1.) bezwungen hat, sind beide Teams schon wieder im Einsatz. Weder die Hadamarer (bei der SG Kirberg/Ohren 2, 11.), noch die Elzer Reservisten (beim SV Mengerskirchen 2, 16.) laufen aber Gefahr, zu stolpern. Oben dran bliebe auch der TuS Waldernbach 2 (3.), vorausgesetzt er bringt drei Punkte aus Steinbach mit.

Kreisligen C Limburg-Weilburg.Wenig los in Gruppe 1, dafür aber ein Top-Spiel. Liga-Primus FC Zaza Weilburg möchte auch gegen die SG Nord 2 (5.) bestehen. In Gruppe 2 ist das Spitzentrio spielfrei. Der TuS Staffel (4.) könnte den Rückstand auf die Top-Teams mit einem Heimsieg gegen die SG Hangenmeilingen/Niederzeuzheim 2 (13.) verkürzen.

Bezirksliga Rheinland-Ost.Für die drei Vereine aus dem NNP-Land wird die Luft dünner. Nicht nur deshalb muss Schlusslicht TuS Gückingen gegen den Vorletzten, FC Kosova Montabaur, zwingend gewinnen. Schwieriger haben es die TuS Burgschwalbach (11.) bei der SG Westerburg (7.) und die SG Hundsangen/Obererbach (14.), die den Zweiten, SG Weitefeld, zu Gast hat und deren Trainer Thomas Arzbach sein Amt zur Verfügung gestellt hat. "Ich bleibe bis zur Winterpause in Hundsangen. Wenn der Verein aber früher einen Nachfolger findet, räume ich das Feld natürlich direkt", sagte der DFB-Elite-Lizenz-Inhaber auf Anfrage dieser Zeitung. Nach eineinhalb Jahren sehe er im Moment keine Handlungsmöglichkeit mehr. "Diese Situation will ja keiner", so Thomas Arzbach.

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