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HSG Breckenheim Wallau ist fast durch

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Von: Volker Hofbur

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Spielertrainer Daniel Wernig (beim Wurf) und die TSG Münster haben den Klassenerhalt in der Oberliga nicht mehr in der eigenen Hand. Ein Sieg am letzten Spieltag ist Pflicht, zudem benötigt das Team Schützenhilfe. FOTO: Lorenz
Spielertrainer Daniel Wernig (beim Wurf) und die TSG Münster haben den Klassenerhalt in der Oberliga nicht mehr in der eigenen Hand. Ein Sieg am letzten Spieltag ist Pflicht, zudem benötigt das Team Schützenhilfe. FOTO: Lorenz © Marcel Lorenz

Die TSG Münster braucht die Schützenhilfe des Nachbarn, um drin zu bleiben

Main-Taunus -In der Abstiegsrunde der Handball-Oberliga kommt es am letzten Spieltag zum Showdown. Über Dritte haben die Verantwortlichen der HSG Breckenheim Wallau/Massenheim nun erfahren, dass sie offenbar den Klassenverbleib praktisch sicher haben. "Uns kann nichts passieren, wenn wir nicht mit mehr als 21 Toren beim TV Petterweil verlieren", erläutert der Sportliche Leiter Mathias Beer, "gegenüber Münster haben wir den besseren direkten Vergleich. Da wir nur einmal gegen Groß-Umstadt/Habitzheim gespielt haben, zählt dort der Quotient der Tordifferenz. Da sind wir viel besser als sie". Eine direkte Auskunft vom Klassenleiter haben sie allerdings nicht, ebenso wenig etwas Schriftliches.

Für die TSG Münster ist die Lage nicht so gut. Die Mannschaft muss in Wettenberg gewinnen und darauf hoffen, dass die Breckenheimer in Petterweil siegen sowie Groß-Umstadt/Habitzheim in Bruchköbel verliert. Dann hätten die Münsterer gegenüber Groß-Umstadt den besseren direkten Vergleich und würde in der Oberliga bleiben. "Wir haben einen Antrag gestellt gegen die ausgebliebenen Punktabzüge gegen Groß-Umstadt/Habitzheim wegen fehlender Schiedsrichter in der Abstiegsrunde. Der HHV hat mit dem Beschluss, die Hauptrunde am 3. April durch einen Präsidiumsbeschluss abzubrechen, eine Rechtssicherheit geschaffen, die wir nicht angreifen können, so dass die ausgefallenen Spiele nicht mehr nachgeholt werden konnten", erklärt der Münsterer Abteilungsleiter Stefan Dobhan. "Der Hessische Handball-Verband wäre gut beraten, wegen der fehlenden Rechtssicherheit die Absteigerzahl auf vier zu senken. Das wäre eine sportliche Lösung, die allen Seiten gerecht werden würde", hat Stefan Dobhan eine klare Meinung zu den Handlungen der Verantwortlichen des Verbandes.

Er macht zudem deutlich, dass er mit Daniel Wernig als Trainer in jedem Fall weiterarbeiten möchte:: "Wenn man sieht, was in dieser Saison alles passiert ist, kann man ihm das nicht anlasten. Ich rechne ihm hoch an, dass er noch mal als Spieler aufs Feld gegangen ist. Daher macht er als Trainer weiter, wenn er es möchte." Für den Münsterer Spielertrainer wird es personell besser. Drei der infizierten Spieler könnten nach kardiologischer Untersuchung in den Kader zurückkehren, wenn sie die Trainingsbelastung gut wegstecken. "Wir wollen in Wettenberg gewinnen, aber ich mache daraus kein Endspiel, denn wir haben vorher andere Spiele verloren. Für mich ist wichtig, dass wir uns weiterentwickeln. Wir wollen in der Oberliga bleiben", erklärt Wernig, der alle Spieler in dieser Woche im Training eingebunden hat, die gegen Petterweil ohne Training gespielt hatten.

Ein Wechselbad der Gefühle hat Mathias Beer mit der HSG Breckenheim Wallau/Massenheim hinter sich. "Es war sehr enttäuschend, als die Gerüchte aufkamen, dass wir dann keine Auskunft vom HHV erhalten haben", erklärte er, "wir hatten alles auf dieses Spiel gegen Wettenberg ausgerichtet und haben nun viele angeschlagene Spieler. Wir sind einfach nur froh, wenn die Saison rum ist und wir in der Oberliga bleiben". Zumal Henri Gottron, der sich am Kreis in den Vordergrund gespielt hatte, sich das Knie verdreht hat und ausfällt, auch die Mrowietz-Brüder und Paul Kaufmann neben einigen weiteren Akteuren angeschlagen sind. Die Saison fordert auch von den Breckenheimern ihren Tribut, da die Spieler mehr als zehn Monate im Einsatz sind, nachdem es zuvor von März 2020 an keine Spiele gegeben hatte. "Wir gehen alle am Stock, doch wir hoffen darauf, in Petterweil noch ein schönes Spiel zu haben", erklärt der Sportliche Leiter. Danach möchte die Oberliga-Mannschaft gemeinsam mit der Zweiten Mannschaft, die in die Bezirksoberliga aufsteigen wird und Meister werden kann, diese denkwürdige Saison mit einer Feier abschließen. vho

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