Torwart Stefan Biermann wechselte von TuS Dotzheim zur HSG Eppla - der Spielgemeinschaft aus Eppstein und Langenhain. FOTO: mal
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Torwart Stefan Biermann wechselte von TuS Dotzheim zur HSG Eppla - der Spielgemeinschaft aus Eppstein und Langenhain.

Handball, Landesliga

HSG Eppla und Goldstein/Schwanheim guter Dinge vor dem Saisonstart

  • VonAlexander Wolf
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Ein Rückkehrer und eine neu formierte Spielgemeinschaft gehen ab dem kommenden Wochenende auf Punktejagd

Main-Taunus -"Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht", sagt Thomas Gölzenleuchter als neuer Trainer der HSG EppLa vor dem Saisonstart der Landesliga Mitte 2. Nach dem November-Lockdown 2020 wurden aus einer großen Landesliga zwei 7er-Ligen gemacht. Diese bieten je nach Infektionsgeschehen mehr Flexibilität. Nicht nur die Spielplan-Macher vom Verband, sondern auch die Sportler selbst fühlen sich sicher: "Durch die Impfungen haben wir nicht mehr so viele schwere Verläufe, selbst wenn die Infektionsrate hochgeht", meint Gölzenleuchter.

Der HSG-Coach verrät, dass sich alle seine Schützlinge ein Covid-19-Vakzin verabreichen ließen und es in der langen Vorbereitung keinen einzigen positiv getesteten Fall gegeben hat. "Schon im April, Mai haben wir in Klein-gruppen angefangen und uns dann langsam gesteigert", erklärt der Trainer die Vereinigung der Herrenteams der TSG Eppstein und TGS Langenhain. Nicht nur numerisch, auch die körperliche Belastung wurde im Sommer deutlich gesteigert. "Die Jungs hatten gleich am Anfang schon Lust, zum Aufwärmen Fußball zu spielen. Das mussten wir aber verbieten", nennt Gölzenleuchter ein Beispiel für Prävention und Verletzungsschutz. Bis auf Max Kroth, dessen Rückenprobleme ihn lange behinderten und erst gegen Ende der sechsmonatigen Vorbereitungsphase zurückkommen ließen, konnten alle EppLa-Handballer durchziehen und sich in Form bringen.

Zum Auftakt zu Hause gegen Wiesbaden

"Es gab zwar Hochzeiten und nachgeholte Urlaube, die für Fehlzeiten gesorgt haben, insgesamt fühlen wir uns aber gut vorbereitet", stellt Gölzenleuchter vor dem Auftakt am Sonntag (16 Uhr) in der Langenhainer Wilhelm-Busch-Sporthalle gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden klar.

Zu dem guten Gefühl trugen Testspiele bei wie das 23:23 gegen Oberligist Breckenheim-Wallau/Massenheim oder die knappen Niederlagen gegen Münster II oder Dotzheim II. "Im Angriff sah das schon sehr gut aus. An der Abwehr müssen wir noch etwas feilen", erklärt Gölzenleuchter. Mit Jo Ginter, Tobias Henritzi, Robin Delfs und dem ehemaligen Wetzlarer Lennart Großkopf als Rekonvaleszenten - doppelten Kreuzbandpatienten - schätzt er die Leistungsstärke seiner Deckung - egal ob im 6:0- oder 3:2:1-System - stärker ein als vor 16 Monaten. Dazu trägt auch Rückkehrer Stefan Biermann bei. Der Torwart kehrte von TuS Dotzheim zwischen die Pfosten zurück. "Natürlich wollen wir gegen Wiesbaden einen Sieg einfahren, können aber nicht einschätzen, wie dieser Gegner und die Liga generell aufgestellt ist", gibt der Eppsteiner zu.

Ähnlich geht es seinem Kollegen Moritz Adler von der HSG Goldstein/Schwanheim. Weil die Ära Abdel Bel Hassani im Frühjahr enden musste, wechselte der ehemalige Trainer der Landesliga-Damen des Vereins Ende Mai ins Männer-Lager - ohne seinen Co-Trainer Danny Jackson, dafür aber mit Christopher Seipp als neuem Assistenten. "Wir wissen, dass die TG Friedberg eine gute Truppe hat und gerne mit 3:2:1-Deckung spielt", sagt der neue Coach des Aufsteigers vor dem Auswärts-Auftakt am Samstag (19 Uhr).

Ansonsten gibt es auch in Goldstein/Schwanheim viele Fragezeichen, wenn es um die Qualität der Liga geht. Nach einem lockeren Aufgalopp mit Athletik- und Techniktraining, einer dreiwöchigen Pause und der alljährlichen Schließung der Carl-von-Weinberg-Halle gingen die Landesliga-Herren erst Mitte August in die Vollen. "Da haben wir den Ball dazugenommen und in vielen Spielformen an unserer Wettkampfhärte und dem System gearbeitet." Adler kann sich in der Abwehr auf seinen Kapitän Jan Eric Kleiber genauso verlassen wie offensiv auf Jonas Storck oder Adrian Schwer. "Wir haben eine gute Mischung aus jungen und alten Spielern", meint der Trainer.

Neuer Torwart mit

Zweitliga-Erfahrung

Dass Heiko Stade wegen seines Kreuzbandrisses, den er sich ausgerechnet in Friedberg zugezogen hatte, noch kein Thema für die erste Mannschaft ist, sondern vorsichtig über die Reserve und einem Landesliga-Training pro Woche herangeführt wird, macht Sinn. Ebenfalls sinnvoll war die kurzfristige Verpflichtung von Sebastian Bachmann. Der 42-Jährige kam als Zweitliga-erfahrener Torwart von der HSG Langen. "Mit Christoph Stade und Ivan Adamcevic von der TG Sachsenhausen haben wir zwar zwei starke Torleute. Beide arbeiten aber im Schichtdienst und fehlen ab und zu."

Bei der Generalprobe gegen den Süd-Landesligisten Engelsbach (24:30) fehlten zudem die Vrdoljak-Brüder Stipe und Nikola. Sie werden aber am Samstag bereit sein und versuchen, in Friedberg die ersten Punkte gegen den Abstieg einzufahren. Abdel Bel Hassani war der Liga-Verbleib 2019 - auch wegen des großen Verletzungspechs - verwehrt geblieben. Sein Freund Moritz Adler hofft, dass es seine Schützlinge im zweiten Versuch nicht so hart trifft und sie es sportlich besser hinbekommen.

HSG Goldstein/Schwanheim: Tor: Christoph Stade, Ben Fuß, Ivan Adamcevic, Sebastian Bachmann. Rückraum: Bastian Stade, Jan Ysermann, Denis Kleymann, Jonas Storck, Nikola und Stipe Vrdoljak, Patrick Tran, Sebastian Berger. Kreis: Jan Eric Kleiber, Frederic Wypchlo, Kilian Eickert. Außen: Adrian Schwer, Mirco Grünberg, Niko Schroth, Tim Schlereth, Zarko Jankovic.

HSG EppLa: Tor: Stefan Biermann, Fabian Ladwig, Niklas Angnes. Rückraum: Robin Delfs, Frederic Bocklet, Theo Roos, Max Kroth, Lennart Großkopf, Adrian Steinmeier, Simon Steinert, Johannes Ginter. Kreis: Daniel Henrich, Daniel Schmidt, Yannick Dörrhöfer. Außen: Alexander Bender, Tobias Henritzi, Lukas Daudert, Lukas Erdmann. aewo

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