HTG: „Endspiel“ verloren, Aufstieg dennoch im Visier

Ein „Endspiel“ haben die Bad Homburger TG-Volleyballdamen am Wochenende verloren. Der Traum vom großen Wurf aber ist noch nicht ausgeträumt.

Damit war die allerletzte Chance auf die Vizemeisterschaft dahin: Durch eine 0:3 (22:25, 13:25, 21:25)-Niederlage beim Tabellenzweiten 1. VC Wiesbaden III müssen die Volleyballdamen der HTG Bad Homburg den zweiten Platz in der Oberliga Hessen abschreiben. Den Aufstieg aber wohl noch nicht. Wie jetzt durchsickerte, geht bei den Wiesbadenerinnen die Tendenz dahin, auf die Teilnahme an der Relegation zur Regionalliga Südwest zu verzichten.

Dadurch rückt automatisch der dritte Tabellenplatz ins Zentrum des Interesses, denn der Abschlussdritte würde im Fall eines tatsächlichen Wiesbadener Verzichtes auf einen Start in der Relegation mit dem Vizemeister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – vermutlich der SV Steinwenden – befragt werden. „Und wir würden definitiv Ja sagen und die Chance wahrnehmen“, versichert Bad Homburgs Trainer Roger Tschenett. Allerdings liegt die HTG vor dem letzten Spieltag nur an vierter Stelle – punktgleich mit dem Dritten TSV Hanau. Hanau beschließt die Runde am 21. März mit dem schweren Heimspiel gegen „Vize“ 1. VC Wiesbaden III, die HTG empfängt die so gut wie bereits abgestiegene Eintracht Frankfurt II.

Es hatte seine Gründe, dass die HTG am Samstag in nur 68 Minuten ein 0:3 erleiden und in der Halle am 2. Wiesbadener Ring nur die zweite Geige spielen würde: HTG-Coach Tschenett musste ohne Anke Limmer, Zsuzsanna Bender, Christine Guschel und auch ohne die als „Nachrückerin“ aus der 2. Mannschaft angedachte Mareike Thomer – und damit ohne jegliche etatmäßige Zuspielerin auskommen. „Kristin Bernius sprang auf dieser Position ein und machte ihre Sache auch sehr gut – aber“, so Tschenett, „sie fehlte dadurch an anderer Stelle. Wiesbaden nutzte dies aus und war einfach eingespielter.“

In den ersten Satz starteten die HTGlerinnen folglich mit deutlichem Rückstand. Allmählich fingen sich die Gäste wieder, kämpften sich heran, um sich dann durch neuerliche leichte Fehler – vor allem beim Aufschlag – selbst zu schaden. Über 10:6 und 16:13 angelte sich Wiesbaden den Satz mit einem 25:22. An diesem Satzverlust hatten die Homburgerinnen auch im zweiten Durchgang noch zu knabbern. „Wir hatten die Spannung völlig verloren“, versuchte sich Tschenett an einer Erklärung dafür, dass sein Team erst dann wieder präsent war, als auch der zweite Satz beim Stande von 20:6 bereits so gut wie an Wiesbaden vergeben – und es dann mit 25:13 war.

Im dritten Satz drückte die HTG den Reset-Schalter, legte eine schnelle 4:1-Führung vor und lag bis zum Stande von 18:16 konstant in Front. „Leider unterliefen uns dann zwei leichte Annahmefehler – allerdings mit großer Wirkung“, sah Roger Tschenett sein Team daraufhin auf Entgleisungskurs und den Satz schließlich noch mit 21:25 zum 0:3-Endstand abgeben.

HTG: Auz, Barfeld, Bernius, Beyrich, Dabrowska, Doll, Köppe, Moosbrugger. gg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare