Kann sich morgen nicht nach dem Volleyball strecken: Zsuzsanna Bender (HTG).
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Kann sich morgen nicht nach dem Volleyball strecken: Zsuzsanna Bender (HTG).

HTG-Relegation in einem Rutsch: Erst siegen, dann abwarten

Aus zwei mach eins – nach diesem Motto verfahren die Damen-Volleyballteams der HTG Bad Homburg und SV Steinwenden. Der hessische Oberliga-Dritte und der Vize der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

Aus zwei mach eins – nach diesem Motto verfahren die Damen-Volleyballteams der HTG Bad Homburg und SV Steinwenden. Der hessische Oberliga-Dritte und der Vize der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bestreiten am morgigen Freitag (16 Uhr) im Bad Homburger Feri-Sportpark ein vorsorgliches Relegationsspiel zur Regionalliga Südwest.

Ursprünglich war diese Entscheidung als Hin- und Rückspiel geplant – bis kürzlich der SV Steinwenden auf die Bad Homburgerinnen zugegangen war und anfragte, ob man denn das Ganze nicht auch in nur einem Spiel ausfechten könne. „Wir haben zugesagt – allerdings unter der Prämisse, dass uns daraus kein Nachteil entsteht, so dass wir darum baten, in diesem Fall ein Heimspiel zu haben“, verrät Bad Homburgs Mannschaftsfügerin Nicole Moosbrugger. Gesagt, getan: Steinwenden – im vergangenen Jahr erst aus der Regionalliga Südwest abgestiegen und jetzt in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Vizemeister hinter der TGM Mainz-Gonsenheim – hatte nichts dagegen einzuwenden, so dass die Relegation morgen in nur einer Partie in Bad Homburg ausgespielt wird. Der Termin am 9./10. Mai, eigentlich angedacht für das Rückspiel, entfällt somit.

Dass das morgige Relegationsspiel mit dem Zusatz „vorsorglich“ versehen ist, bewertet Bad Homburgs Trainer Roger Tschenett durchaus zuversichtlich: „Die Aktien für den morgigen Sieger, 2015/16 auch tatsächlich in der Regionalliga spielen zu können, stehen durchaus gut.“ So werde gemunkelt, dass in einer höheren Spielklasse tatsächlich ein Team zurückziehen könnte – wodurch in der Regionalliga Südwest Platz für einen Nachrücker entstünde. „Und wir wollen auch definitiv aufsteigen“, bekräftigt Roger Tschenett.

Bis auf Zsuzsanna Bender wird die HTG in stärkstmöglicher Formation ans Netz treten können. Die gebürtige Ungarin hat vom ungarischen Verband keine Freigabe für einen Einsatz in der Relegation erhalten. „Für einen vierstelligen Betrag könnten wir Zsuzsanna loseisen, aber das ist uns für dieses eine Spiel zu viel“, sagt der HTG-Coach. Von der untersten Spielklasse bis hinauf zur Oberliga kann der ungarische Verband keine „Einsatz-Gebühr“ verlangen – wohl aber von der Oberliga an aufwärts. Und die Relegation zur nächsthöheren Spielklasse zähle bereits, so Tschenett, nicht mehr zum Oberliga-Bereich. Für den Fall, man würde den Sprung in die Regionalliga packen, steht für Tschenett und HTG-Kapitänin Moosbrugger aber fest: „Dann werden wir alles für Zsuzsannas Freigabe tun, zumal sich an der Höhe des für sie zu entrichtenden Betrages – wenn es auch dann nicht mehr um nur ein Spiel, sondern eine komplette Saison geht – nichts ändern würde.“ gg

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