HTG: Aus Trainerduo wird Solist

Vor Beginn der laufenden Saison hatte man bei HTG Bad Homburgs Oberliga-Volleyballdamen zwei aus eins gemacht. Jetzt geht’s wieder in die andere Richtung.

Das seit Beginn dieser Saison neu installierte Trainergespann bei den Volleyballdamen der HTG Bad Homburg ist vorerst Geschichte. Dirk Kopp muss für den Rest der laufenden Runde aus beruflichen (er ist in Nieder-Eschbach im Marketing-IT-Bereich tätig) und auch privaten Gründen sportlich kürzertreten und den Trainerposten ruhen lassen.

„Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich nach nun fünf Jahren im Einsatz für die HTG so fürs Erste aussteigen würde, aber zeitlich kann ich das alles nicht mehr unter einen Hut bringen“, denkt Kopp dabei auch an sein kleines, dreijähriges Töchterchen. „Es wäre unserer Mannschaft einfach nicht fair gegenüber, wenn ich mich nach allen Seiten verbiegen würde und nur mit halbem Herzen und halber Kraft im Training und beim Spiel dabei wäre“, sagt Kopp.

Folglich wird der zu Saisonbeginn als Kopps Mitstreiter verpflichtete Roger Tschenett die noch ausstehenden sieben Saisonspiele der HTG-Damen im Alleingang coachen. „Ursprünglich hatte ich es ja nach acht alleinverantwortlichen Trainerjahren bei der FTG Frankfurt aus beruflichen und auch privaten Gründen ganz gut gefunden, mit Beginn der laufenden Saison im Trainergespann tätig zu sein“, verrät Tschenett, „aber für mich ist das jetzt kein sonderlich großes Problem, unsere Mannschaft bis zum Saisonende solo zu trainieren.“ Dirk Kopp ergänzte: „Natürlich stehe ich bis zum letzten Spieltag mit Rat und Tat allen zur Seite. Danach werden wir uns nochmal zusammensetzen und die Situation nochmal neu besprechen.“

Was das bevorstehende Spiel am Samstag bei Aufsteiger Gießener SV (19 Uhr, Herderschule) angeht, sieht es im HTG-Lager nicht gerade erfolgsversprechend aus. Roger Tschenett nickt: „Zuletzt waren nur vier Spielerinnen im Training – alle anderen waren krank oder anderweitig angeschlagen.“ Dicke Fragezeichen ranken sich für den Samstag noch um die Einsätze der grippekranken Jenny Hesse und Anke Limmer. Fraglich sind zudem die erkälteten Nathalie Barfeld und Christine Bernius; obendrein plagt sich Christine Doll auch noch mit einem Bluterguss im Knie herum. Da dürfte es für Trainer Tschenett wohl nicht ohne eine Anleihe an die 2. Mannschaft (Landesliga Süd) gehen.

Am zurückliegenden Wochenende näherten sich die HTG und der Gießener SV tabellarisch an. Die Homburgerinnen purzelten nach ihrer 1:3-Heimniederlage gegen Spitzenreiter TG Wehlheiden von Rang drei auf fünf – gleichzeitig kletterte Aufsteiger Gießener SV (mit der Ex-HTGlerin Manon Klein im Team) durch einen 3:1-Erfolg über den VfL Marburg vom neunten auf den achten Platz und blickt im Kampf um den Klassenerhalt wieder optimistisch drein. gg

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