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Er wirkt nachdenklich: Ingo Hörning, Trainer des RSV Würges 2, hat die Hoffnung auf den Aufstieg dennoch nicht aufgegeben.

Fußball-Kreisligen C1 und C2

Hüben wie drüben ein Vierkampf

Winterpause im NNP-Fußball-Land. Das ist die Gelegenheit, die Spielklassen von der Hessenliga abwärts bis zu den Kreisligen C Limburg-Weilburg etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Heute blicken wir hinter die Kulissen der Kreisligen C1 und C2 Limburg-Weilburg.

VON PATRICK JAHN

Sowohl in Gruppe 1 als auch in Gruppe 2 der Fußball-Kreisligen C Limburg-Weilburg kämpfen vier Teams um den Aufstieg in die B-Liga. Für den Rest geht’s wohl nur noch um die „goldene Ananas“.

Für die beiden C-Liga-Klassen hatte es vor der Saison eine Änderung gegeben: Während in den Vorjahren jeweils die ersten beiden Mannschaften aus jeder Gruppe aufgestiegen waren, darf ab dieser Saison lediglich der Meister das „Abenteuer B-Liga“ angehen. Für die jeweils Zweiten bleibt die Hoffnung über den Umweg Aufstiegsrunde mit den jeweiligen Vertretern aus den zwei Spielklassen der Kreisliga B.

Wie in jedem Jahr, stellten sich vor Saisonbeginn die gleichen Frage: Welche der beiden Gruppen ist die stärkere? Wo spielen mehr erste Mannschaften, wo mehr Zweitvertretungen? Klar ist, dass in Gruppe 1 mit Ausnahme der acht Reservemannschaften der Kreisoberligisten ausschließlich erste Mannschaften um den Aufstieg kämpfen. In Gruppe 2 kicken derweil nur zweite Mannschaften – überwiegend Reserven der Kreisliga A, auch aber aus der Kreisliga B. Und mit dem FCA Niederbrechen 3 und dem RSV Weyer 3 kicken hier sogar zwei dritte Mannschaften.

FSV Würges Top-Favorit

In Gruppe 1 durfte sich der FSV Würges über die Herbstmeisterschaft freuen. Der B-Liga-Absteiger war zweifelsohne vor der Runde zum großen Top-Favoriten ernannt worden. Dieser Rolle wurde der FSV auch überwiegend gerecht, denn von 21 absolvierten Partien verloren die Würgeser nur deren zwei. Bei 55 Zählern und einem stattlichen Torverhältnis von 76:19 sieht es mit der „Operation Wiederaufstieg“ gut aus. Sich aber auf dem Erfolg auszuruhen, wäre angesichts von „nur“ vier Punkten Vorsprung die falsche Option – eine Vorentscheidung ist längst noch nicht gefallen. Mit dem SV Mengerskirchen 2 und der SG Weiltal folgen punktgleich zwei Vereine, die ebenfalls noch mit sehr guten Chancen ausgestattet sind. Von der Kreisoberliga-Reserve aus Mengerskirchen durfte diese Rolle erwartet werden, etwas überraschend spielt aber auch die SG Weiltal eine außerordentlich gute Runde. Aufgrund der „Erfahrung“ im oberen Tabellenbereich könnte der SV Mengerskirchen 2 ein Stück weit im Vorteil sein, doch wie so oft, hängt bei Reserven-Teams eben auch vieles vom Personal der ersten Garnitur ab.

In Lauerstellung zum Zweiten und Dritten befindet sich der TuS Staffel, der wiederum nur drei Punkte weniger auf dem Konto hat. Der Aufstiegskampf dürfte also reichlich Spannung versprechen. Einen Rückzug hat diese Spielklasse im Übrigen auch schon erlebt: Nach dreimaligem Nicht-Antritt ist der Traditionsverein Weilburger FV aus dem Spielbetrieb ausgeschieden – schade und traurig zugleich. Alle anderen Vereine, die sich im unteren Bereich des Klassements aufhalten, dürfen sich – anders als in den Vorjahren – über das eine oder andere Erfolgserlebnis freuen.

Faire Obertiefenbacher

Besonders bemerkenswert: Der TuS Obertiefenbach 2, sportlich gesehen Schlusslicht der C1, führt die Fair Play-Tabelle an. Hut ab! Bester Torschütze der Liga ist derweil Daniel Menger von der SG Gaudernbach/Hasselbach mit 28 Treffern. Düzgün Aktan von der SG Weiltal sitzt ihm mit 27 „Buden“ aber fest im Nacken.

In Gruppe 2 schien sich zu Saisonbeginn ein Dreikampf zu entwickeln. Der wieder ins Leben gerufene RSV Würges 2 sorgte in den ersten sechs Spielen für gewaltiges Aufsehen: Schier unglaubliche 42 Tore erzielte der Neuling und gewann all seine Spiele. Doch auch der B-Liga-Absteiger TuS Waldernbach 2 und die SG Taunus 2 durften sich über einen tollen Saisonstart freuen und etablierten sich ziemlich zügig in der Spitzengruppe. Für die SG Nord 2 begann die Runde so richtig erst im September. Nach Startschwierigkeiten sorgten elf Siege am Stück dafür, dass auch die Westerwälder ein gehöriges Wörtchen im Aufstiegskampf mitsprechen werden.

Nach nun 18 beziehungsweise 19 absolvierten Partien hat der TuS Waldernbach 2 mit 47 Zählern die allerbesten Karten, den direkten Wiederaufstieg zu realisieren. Für den aktuell Vierten, RSV Würges 2, dem gegen Ende ein wenig die Luft ausgegangen war, dürfte zumindest noch die Aufstiegsrunde das erklärte Ziel sein. Die SG Taunus 2 und die SG Nord 2 hingegen wollen das ebenfalls für sich beanspruchen. Für alle anderen Mannschaften geht es in dieser Liga nur noch um die „goldene Ananas“, da es keine Absteiger gibt. Am Tabellenende fallen Schlusslicht FC Rubin Limburg-Weilburg 2 (6 Punkte) und der SV Thalheim 2 (7) ein bisschen ab.

RSV: Nur zehnmal Gelb

In der Fair Play-Tabelle rangiert der RSV Würges 2 mit nur zehn Gelben Karten auf dem Platz an der Sonne. Die Torschützenliste führt Eduard Stephan vom TuS Waldernbach 2 mit 27 Treffern an, gefolgt von „Oldie“ Heiko Brands, der immerhin schon 23 mal zugeschlagen hat.

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