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Im Derby von der Spitze gestürzt

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Von: Marcus Mühlenbeck

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"Es war einfach nicht unser Spiel": Bad Sodens Trainer Steffen Pfeiffer bei einer Ansprache an seine Spielerinnen. FOTO: Lorenz
"Es war einfach nicht unser Spiel": Bad Sodens Trainer Steffen Pfeiffer bei einer Ansprache an seine Spielerinnen. © Marcel Lorenz

Bad Soden verliert in Wiesbaden glatt 0:3

Bad Soden -Als Spitzenreiter in der 2. Bundesliga waren die Volleyballerinnen der TG Bad Soden zum Titelfavoriten VC Wiesbaden II gereist - eine brisante Ausgangslage. Doch die Bad Sodenerinnen schafften es nicht, an die Leistungen der vergangenen Wochen anzuknüpfen und mussten sich deutlich mit 0:3 (17:25, 16:25, 22:25) geschlagen geben. Weil zugleich vier dahinter platzierte Mannschaften ihre Partien gewannen, stürzte das Team von Trainer Steffen Pfeiffer vorerst bis auf Rang sechs ab - bei allerdings weiter nur drei Punkten Rückstand auf den neuen Spitzenreiter aus Wiesbaden.

Die Gäste aus Bad Soden starteten mit vier ehemaligen VC-Spielerinnen auf dem Parkett: Viktoria Lehmann, Samantha Habrich, Nieke Stock und Matylda Bartoszewska hatten einst für Wiesbaden gespielt. Hannah Gürsching und Jonna Lieb komplettierten das Startsextett, das Libera Monika Dolezajova in der Annahme ergänzte. Doch der Start misslang gründlich, sieben der ersten acht Punkte gingen an Wiesbaden. "Wir haben nicht druckvoll aufgeschlagen und waren nicht mutig im Angriff", meinte der 55-jährige Trainer. Beim Stand von 9:20 wechselte er Franziska Koob für Samantha Habrich ein. "Franzi ist ein ums andere Mal am Block vorbei- oder durchgekommen", vernahm Pfeiffer mehr Durchschlagskraft. Der Satz ging aber mit 17:25 verloren.

Im zweiten Durchgang begann Jennifer Burda im Zuspiel und die verbliebene Ex-Wiesbadenerin Anna Koptyeva im Mittelblock. Die TG führte 4:1. Wenige Augenblicke später war der Vorsprung jedoch wieder verpufft (5:6). Mit einem folgenden 4:11-Lauf standen die Weichen auf 0:2-Satzrückstand, der wenig später mit dem 16:25 eintrat. "Unsere Aufschläge haben etwas besser funktioniert, weil wir nun auf Paula Hötschl aufgeschlagen haben", sagte Pfeiffer. Doch vor allem Wiesbadens Ausnahmespielerin Laura Rodwald bekamen die Sodenerinnen nicht in den Griff. "Sie hat gefühlt 70 Prozent aller Angriffe bekommen. Sie hat mit unserem Block gemacht, was sie wollte", so der Bad Sodener Coach.

Im dritten Satz lagen die Bad Sodenerinnen bis zum 14:10 vorne, ehe ein 1:7-Lauf das Ende einleitete. "Wir haben zu keiner Zeit dagegenhalten können. Unsere Annahme war selten gut, weshalb wir auch über die Mitte keinen Stich gemacht haben", konstatierte Pfeiffer. "Es war einfach nicht unser Spiel. Die Mädels haben zwar gekämpft. Aber der Druck hat gefehlt", so der Coach, der den Gastgeberinnen eine "sehr starke Leistung" bescheinigte. "Wiesbaden war einfach die bessere Mannschaft. Es gibt auch mal Ausreißer in einer Saison, in denen gar nix geht", bemerkte der 55-Jährige.

Im nächsten Topspiel

fehlt der Coach

Für Pfeiffer war es in diesem Jahr das letzte Spiel an der Seitenlinie. Er unterzieht sich einer notwendigen Hüftoperation. Marco Vourliotis und Holger Kleinbub werden die Mannschaft in den ausstehenden Partien bis zum Jahresende betreuen. Am kommenden Sonntag (16 Uhr) steht das nächste Topspiel gegen den neuen Tabellenzweiten TV Altdorf an.

Bad Soden: Anna Koptyeva, Hannah Gürsching, Jennifer Burda, Monika Dolezajova, Samantha Habrich, Franziska Koob, Viktoria Lehmann, Jacqueline Pfeiffer, Jonna Lieb, Nieke Stock, Matylda Bartoszewska. mü

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