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In der Hitze zurück zur schönen Normalität

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Von: Walter Mirwald

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Anspannung vor dem Start des Schwanheimer Laufes. FOTO: Mirwald
Anspannung vor dem Start des Schwanheimer Laufes. FOTO: Mirwald © Walter Mirwald

541 Läufer erreichen Ziel beim Schwanheimer Pfingstlauf - Deutscher Jugendmeister siegt

Schwanheim -Die Sonne knallte erbarmungslos vom Himmel, so dass der 28. Schwanheimer Pfingstlauf für die Sportler bei Temperaturen von mehr als 25 Grad zu einer echten Strapaze wurde. Dennoch herrschte eine fröhliche Stimmung auf der Sportanlage an der Schwanheimer Bahnstraße, denn nach der zweijährigen Corona-Zwangspause waren Organisatoren und Teilnehmer froh, dass wieder halbwegs Normalität eingekehrt ist. "Es ist schwer, das alles nach einer Pause wieder hinzukriegen", sagt Christian Haerkötter vom Organisationsteam, der mit einem "harten Kern" von acht Personen und weiteren bis zu 50 Helfern die Großveranstaltung stemmte.

Mehr als 600 Läuferinnen und Läufer hatten sich angemeldet. Nicht alle erschienen letztlich zum Start, und nicht alle erreichten das Ziel, so dass in den vier Wettbewerben 541 Läuferinnen und Läufer Platz in der Siegerliste gefunden haben. Dass die Turngemeinde Schwanheim optimistisch in die Zukunft schauen kann, zeigt, dass beim Bambini-Lauf über einen Kilometer 119 Kinder ins Ziel kamen.

Hochklassig besetzt war der Männerlauf über zehn Kilometer, den Tristan Kaufhold vom SSC Hanau-Rodenbach in 32:42 Minuten knapp vor seinem zeitgleichen Vereinskameraden Marius Abele gewann. Beide überquerten Hand in Hand die Ziellinie. Tristan ist deutscher Jugendmeister über 3000 Meter und Marius deutscher Vizemeister über 10 000 Meter in der Klasse U 23.

Petra Wassiluk lässt Gegnerin gewinnen

"Es war sehr anstrengend, hat aber auch Spaß gemacht", sagte Sieger Tristan Kaufhold im Ziel. Platz 29 erreichte Christian Frankenbach vom Höchster Schwimmverein (42:19 Minuten), 49. wurde Thomas Fleck aus Bad Soden (43:27), 53. Thomas Kämmerer vom Höchster Schwimmverein (43:44) und 66. Joachim Ponseck vom EFC Schwanheim (44:43).

Die 34 Jahre alte Anna Herzberg von Spiridon Frankfurt war zum ersten Mal beim Schwanheimer Pfingstlauf am Start und schaffte auf Anhieb den Sieg in 37:56 Minuten. Sie profitierte dabei von der Erfahrung der 51 Jahre alten einstigen Spitzenläuferin Petra Wassiluk vom DSW Darmstadt. Die Diplom-Sportlehrerin, die bei den Olympischen Spielen in Atlanta 1996 und in Sydney 2000 am Start war und in 37:57 Minuten Zweite wurde, motivierte Anna Herzberg, die in Führung liegend einen Durchhänger hatte.

"Petra hat mich aufgemuntert weiterzumachen und hat mich am Ende gewinnen lassen", sagte Anna Herzberger dankbar nach dem Lauf, den sie als "knallhart und knallheiß" kommentierte. Die Siegerin 2022 will im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederkommen.

Platz 99 in dem 341 Personen zählenden Läuferfeld erreichte Christine Halfen vom Höchster Schwimmverein in 47:18 Minuten. Auf Platz 127 landete Margret Göttnauer von der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain, die am 24. Juni 70 Jahre alt wird, in 49:52 Minuten. Auch sie hatte mit der großen Hitze zu kämpfen. "Gestern habe ich zudem erst ein hartes Bahntraining absolviert", berichtet die Schwalbacherin, für die der Start in Schwanheim eine Trainingseinheit auf dem Weg zu einem großen Ziel war. Sie bereitet sich auf die Senioren-Weltmeisterschaft vom 26. Juni bis 8. Juli in Tampere in Finnland vor. Dort will sie über 400 Meter, 800 Meter, 1500 Meter, 5000 Meter, 10 000 Meter und Halbmarathon ein Riesen-Wettkampfpensum absolvieren. Ihre Einschätzung: "Plätze zwischen eins und fünf sind möglich." Den Fünf-Kilometer-Lauf der Junioren gewann Lukas Bugar vom VfL Münster in 16:47 Minuten vor Nico Debus vom SSC Hanau-Rodenbach (18:07), Theo Boberg (18:52) und Jakob Boberg (19:33, beide Höchster Schwimmverein) und dem Kelkheimer Maximilian Käbisch (19:50).

Schnellster im Einsteigerlauf über fünf Kilometer war Jonas Kilian vom Athletics Team Karben in 16:40 Minuten. Die Plätze elf und zwölf belegten die Hofheimer Leonard Größer (25:01) und Steffen Größer (25:34).

Im Bambini-Lauf über einen Kilometer siegte Alina Pfetzig von der TG Zeilsheim in 3:36 Minuten vor Emilia Wagner vom TV Preungesheim (3:37) und Lukas Büchner von der SG Oberliederbach (3:38).

Stark vertreten war der Höchster Schwimmclub mit 54 Teilnehmern, die sich alle auf wichtige Triathlon-Wettkämpfe vorbereiten. Abteilungsleiter Hubertus Kraus: "32 starteten über 10 Kilometer, 16 beim Juniorenlauf und sechs bei den Bambini."

Der Höchster Schwimmverein erreichte in der Zehner-Mannschaftswertung (Männer und Frauen) Platz zwei, in der Mannschaftswertung der Frauen Platz drei und in der Mannschaftswertung der Männer Platz sieben. wm

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