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Hat jetzt beim FC Oberstedten an der Seitenlinie das Sagen: Leo Caic.

FC Oberstedten

Interview mit Leo Caic: „Das Gesamtpaket muss passen“

Der neue Besen kehrt im Oberstedtener Tannenwald vorerst einmal nur bis zur Winterpause. Stimmen bis dahin die beiderseitigen „Signale“, kann es weitergehen.

Der Manager des FC Oberstedten, Rüdiger Rau, hat so reagiert, wie man es von einem guten Sportlichen Leiter einer Fußballmannschaft erwartet. Gut vernetzt, die richtigen Leute kennend, hat er nicht gezögert, als er erfuhr, dass Leo Caic verfügbar war. Zuletzt bei Kickers Offenbach im Jugendbereich tätig, hat der 48-jährige Ex-Profi und Trainer einen guten Namen in der Region. Es ist zwar vorerst eine „Ehe auf Probe“. Bis zur Winterpause wird erst einmal kurzfristig zusammengearbeitet. Dann aber will man weitersehen.

Nur vier Gruppenliga-Spiele sind es bis dahin. Gleich an diesem Sonntag um 14.30 Uhr empfängt der neue Coach mit seinem Team, das mit elf Punkten auf dem vorletzten Platz steht, einen „dicken Brocken“. Mit dem SV der Bosnier tritt in Oberstedten der Tabellenzweite aus Frankfurt an, der bisher erst zwei Spiele verloren hat und in 15 Spielen schon 42 Tore erzielte. Schwerer könnte Leo Caics Start kaum werden.

Unser Reporter Wolfgang Kullmann hat Leo Caic befragt, wie er die neue Aufgabe angehen will.

Am Dienstagabend begann mit dem ersten Training Ihre Tätigkeit beim 1. FC Oberstedten. Wie sind Ihre Eindrücke von der Mannschaft?

LEO CAIC: Bis auf Max Lorenz kannte ich keinen der Spieler. Aber das muss kein Nachteil sein, so beginnt alles vom Punkt Null. Nach meinen ersten Empfindungen ist das ein willensstarkes Team. Das wollen wir in den nächsten Wochen in den Vordergrund stellen. Es wird nicht darum gehen, spielerisch zu glänzen.

Die Vereinbarung mit dem FCO über ein Trainerengagement läuft vorerst nur bis zur Winterpause. Entsprach das auch Ihrem Wunsch?

LEO CAIC: Es war mein Vorschlag, weil es, wie ich finde, eine absolut faire Lösung ist. Beide Partner könnten da ohne Streit und Ärger wieder aussteigen. Es wird in den nächsten Wochen Signale geben, ob es passt oder nicht.

Wie müssen für Sie diese Signale aussehen? Was muss von Vereinsseite kommen, damit es weitergeht?

LEO CAIC: Ich weiß sehr gut, was in Oberstedten geht und was nicht. Ich kann nicht verlangen, dass sie für mich ein neues Stadion bauen (schmunzelt). Das Gesamtpaket muss passen. Ebenso muss alles mit meinem Lebensrhythmus vereinbar sein. Schließlich habe ich einen Bürojob und führe mit viel Freude eine eigene Fußballschule.

Ihre neue Mannschaft ist Tabellenvorletzter. Was glauben Sie, in den vier Spielen bis zur Winterpause noch bewegen zu können?

LEO CAIC: Ich werde hier nicht als „der große Retter“ auftreten. Aber ich habe gerade in den letzten Jahren viel Erfahrung gesammelt und dazu gelernt. Das will ich an die Mannschaft weitergeben. Disziplin ist für mich ein wichtiger Baustein. Das Team soll in jeder Hinsicht stabil sein. Egal, wie lange meine Tätigkeit dauert, die Spieler sollen hinterher sagen: „Bei dem habe ich was gelernt.“

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