Dieselbe Haltung am Ball wie einst: Jens Nowotny im Trikot der Traditionsmannschaft von Bayer Leverkusen. FOTO: imago images
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Dieselbe Haltung am Ball wie einst: Jens Nowotny im Trikot der Traditionsmannschaft von Bayer Leverkusen.

Fußball

Jens Nowotny und Co. kommen nach Kelsterbach

  • Harald Joisten
    VonHarald Joisten
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Beim deutschen Ü 40-Pokalturnier werden mehrere Ex-Profis in ihren Traditionsmannschaften erwartet

Kelsterbach -Die Haare sind etwas dünner geworden, das Gesicht etwas hagerer. Ansonsten aber hat sich nicht viel verändert. Wer Jens Nowotny von früher kennt, wird den ehemaligen deutschen Fußball-Nationalspieler auch heute noch sofort wieder erkennen. Der WM-Dritte von 2006 ist einer von mehreren ehemaligen Profis, die am kommenden Samstag in Kelsterbach erwartet werden. Im dortigen Sportpark wird die Endrunde um den 3. Deutschen Ü 40-Pokal ausgetragen. Und der inzwischen 47 Jahre alte Nowotny gehört zum Kader der Traditionsmannschaft seines Bundesliga-Vereins Bayer Leverkusen.

Sechs Mannschaften,

Spielzeit 2x15 Minuten

Der 48-fache Nationalspieler, der seit Ende Juli 2021 in neuer Funktion als Co-Trainer der deutschen U 18-Nationalmannschaft arbeitet, ist freilich nicht der einzige klangvolle Name, der sich für das Turnier angesagt hat. Alleine seinem Leverkusener Team gehören die weiteren Ex-Profis Carsten Baumann, Thorsten Judt, Marcus Feinbier, Thomas Zdebel, Mike Rietpietsch und Rene Rydlewicz an.

Sie alle werden ebenfalls erwartet in Kelsterbach, wo die Mannschaft nach Platz zwei 2019 nun den Pokal gewinnen möchte. Vor zwei Jahren hatten sich die Leverkusener im Finale dem VfB Hermsdorf mit 0:2 beugen müssen. Die Titelverteidiger aus Hermsdorf (Berlin) sind nun auch wieder dabei.

Das Eintages-Turnier beginnt um 13 Uhr und wird insgesamt gut sechs Stunden dauern. Das Programm dürfte kurzweilig sein: Die Spielzeit einer Partie beträgt 2x15 Minuten. Die sechs Teams werden in zwei Dreier-Staffeln aufgeteilt. In der Gruppe A treten neben Leverkusen noch der SC Victoria Hamburg und die SG Gießen/Großen-Linden an. In Gruppe B bekommt es Hermsdorf mit dem VfR Fehlheim (Hessen) und FC Vorwärts Wettringen (Westfalen) zu tun. Danach folgen die Halbfinals und das Endspiel (18.35 bis 19.05 Uhr).

Der deutsche Ü 40-Pokalwettbewerb hatte im vergangenen Jahr mit 26 Mannschaften begonnen und war dann im Oktober durch die Corona-Pandemie gestoppt worden. Eigentlich waren zum damaligen Zeitpunkt noch acht Mannschaften im Rennen gewesen. Doch der Hallesche FC und der HSV Barmbek Uhlenhorst sagten nun ihre Teilnahme für das Endturnier ab. Daher wird der Ausrichterverein FC Viktoria Kelsterbach ein sogenanntes "Final six" auf seiner Sportanlage organisieren.

Die sechs Endrundenteilnehmer gehören seit Jahren zu den führenden deutschen Ü 40-Mannschaften. Der bekannteste Akteur des Hamburger Ü 40-Serienmeisters SC Victoria ist Marius Ebbers (Ex-Profi beim MSV Duisburg, 1. FC Köln und FC St. Pauli). Die SG Gießen/Großen-Linden zählt in Hessen zu den besten Ü 40-Teams. Zwar konnte die Spielgemeinschaft noch keinen Landesmeistertitel erringen (Vizemeister 2016). Aber 2017 überraschte das Team unter anderem mit einem 3:1-Sieg in der zweiten Runde des 1. Deutschen Ü 40-Pokals über das Traditionsteam des VfL Wolfsburg.

Bernd Heynemann leitet die Spiele

Titelfavorit VfB Hermsdorf hatte den Ü 40-Pokal 2018 und 2019 gewonnen. Der VfB Fehlheim gehört wie Gießen/Großen-Linden zu den hessischen Altherren-Spitzenteams. Der FC Vorwärts Wettringen aus dem Landkreis Steinfurt/Westfalen hatte beim 1. Deutschen Ü 40-Pokal die Traditionsmannschaft von Bundesligist Arminia Bielefeld nach Verlängerung und Elfmeterschießen mit 9:8 (3:3, 4:4) bezwungen.

"Es werden sechs Hochkaräter des deutschen Ü 40-Fußballs ihre Visitenkarte abgeben. Für guten Fußball und Spannung ist auf jeden Fall gesorgt", sagt Mitorganisator Helmut Wagner. Mit dem ehemaligen Fifa- und Bundesliga-Referee Bernd Heynemann wird eine Schiedsrichterlegende neben den Gruppenspielen auch das Finale pfeifen. Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Okel wird nach dem Finale den Siegerpokal überreichen. Harald Joisten

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