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Jens Schabacker (rechts) kehrt am Samstag mit NSU Neckarsulm nach Ober-Erlenbach zurück.

Tischtennis, 2. Bundesliga

Jens Schabackers Auswärtsspiel „vor der Haustür“

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Klappt der erste Sieg im dritten Anlauf? Während bei Zweitligist TTC OE die neue Nummer eins ihr Debüt geben soll, bringt der Gast zwei Rückkehrer mit.

Seit der erfolgreich absolvierten Pokal-Vorrunde am 26. August ist mehr als ein Monat vergangen, dass die Anhänger des TTC OE Bad Homburg ihre Tischtennis-Mannschaft live in der Wingert-Sporthalle erlebt haben. Nun bekommen die Fans zwei attraktive Heimspiele binnen fünf Tagen geboten: Zunächst am morgigen Samstag um 18 Uhr den Heimauftakt in der 2. Bundesliga gegen NSU Neckarsulm und am Mittwoch, dem Tag der Deutschen Einheit, um 18 Uhr die DTTB-Achtelfinal-Partie gegen den Bundesligisten ASV Grünwettersbach.

Gegen Neckarsulm gibt es ein Wiedersehen mit den ehemaligen Ober-Erlenbachern Julian Mohr und Jens Schabacker, die einst mit dem Team in die 2. Liga aufstiegen und nun bei der Sport-Union auf den Positionen eins und zwei antreten. Da überraschenderweise beide Mannschaften bis dato noch keinen Punkt geholt haben, ist die Parte ein „Keller-Duell“, an dem mit dem TTC OE ein Team teilnimmt, die von der Konkurrenz als Titelaspirant eingestuft wurde.

Für das wichtige Spiel möchten die Ober-Erlenbacher ein Trumpf-Ass aus dem Ärmel ziehen. Der neue Spitzenspieler Rares Sipos soll am Samstagabend sein Debüt für das Taunus-Team geben. „Ich freue mich auf meinen ersten Einsatz und werde mein Bestes geben“, blickt der Rumäne (die Nummer fünf in der U 18-Weltrangliste) seinem Auftritt im „Wingert-Dome“ mit großen Erwartungen entgegen.

Gleiches gilt auch für Jens Schabacker, der von 2013 bis 2016 drei Jahre lang für die Ober-Erlenbacher am Tischtennis-Tisch gestanden hat. Seine alte Wirkungsstätte ist ihm nach wie vor bestens vertraut, denn nach seinem Bachelor-Abschluss an der „accadis-Hochschule“ vor zwei Jahren wohnt Schabacker seit Ende 2016 in Frankfurt und trainiert die meiste Zeit in Ober-Erlenbach – vorrangig mit Dominik Scheja und den Jungs aus der Oberligamannschaft des TTC OE. Zu den Heimspielen von Neckarsulm reist er in der Regel einen Tag vorher an und ist beim Abschlusstraining dabei. Die kürzeste Anfahrt hat Schabacker nun.

Was seine duale Berufslaufbahn angeht, gilt er als Musterbeispiel: Der frühere Neu-Anspacher hat nach einem Jahrespraktikum bei einem großen Sportausrüster in Frankfurt (als Financial Analyst) im Januar ein Fernstudium mit Schwerpunkt Controlling begonnen, das er 2020 mit dem Masters abschließen will. Als Werkstudent hat er in der ersten Hälfte dieses Jahres in Neu-Isenburg bei einem großen Nahrungsmittel- und Getränkeproduzent praktische Erfahrung gesammelt. Auch sportlich gab’s beim ehemaligen Jugendspieler der SG Anspach nach seinem Abschied vom TTC OE keinen Stillstand: 2017 ist er sowohl im Einzel als auch im Doppel (mit Teamkollege Julian Mohr) Baden-Württemberg-Meister geworden, hat mit Mohr Bronze bei den deutschen Meisterschaften im Herren-Doppel gewonnen und mit NSU Neckarsulm als Meister der 3. Liga den Aufstieg geschafft.

„Da die Ober-Erlenbacher gegen uns erstmals in Bestbesetzung antreten werden, liegt der Druck ganz klar auf ihnen. Wir haben als Neuling nichts zu verlieren und können ganz entspannt antreten“, sagt Jens Schabacker. Der Linkshänder freut sich auf das Match und Wiedersehen mit vielen Bekannte aus der Zeit beim TTC OE, zu denen er nach wie vor Kontakt hat. Vor diesem Hintergrund fällt es ihm auch nicht leicht, einen Ergebnistipp abzugeben. „Es wird schwer“, lautet seine diplomatische Antwort.

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