Jetzt darf auch Maximilian Münster mal für den FC Dorndorf fliegen.
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Jetzt darf auch Maximilian Münster mal für den FC Dorndorf fliegen.

Fußball-Gruppenliga Wiesbaden

Jermaine Pedraza trifft in der 95. Minute zum RSV-Sieg

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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Wenn man ein Remis als „Ausrutscher“ bezeichnen darf, so ist ein solcher dem FC Dorndorf im elften Saisonspiel passiert. Gegen die Hessenliga-Reserve des FC Eddersheim gab es für die Elf des rot-gesperrten Spielertrainers Florian Hammel ein 1:1. Dennoch bleiben die Schwarz-Weißen Tabellenführer mit einem Punkt vor dem TuS Hornau.

Die fünfte Niederlage in Folge kassierte der SV RW Hadamar 2 beim 1:5 in Wörsdorf und muss sich als Zehnter nun in der unteren Tabellenhälfte zurechtfinden; allerdings mit engem Kontakt zum erweiterten Mittelfeld. Im Tabellenkeller rappelt sich der RSV Würges langsam, aber sich auf. Beim FSV Hellas Schierstein feierten die „Roten“ einen 3:2-Auswärtssieg mit turbulenter Schlussphase und bleiben Sechszehnter. Von drei Punkten kann die SG Selters derzeit nur träumen. Gegen die SG Hoechst reichte es nur zu einem 2:4; aber da war deutlich mehr drin, denn die Selterser schnupperten mehrfach am Ausgleich.

FC Dorndorf – FC Eddersheim 2 1:1 (0:0). Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel, in dem die Gäste der spielerischen Qualität der Schwarz-Weißen in nichts nachstanden. Zwar hatte die FCD-Elf die erste Chance durch Fabio Dahlem, doch sein Drehschuss verfehlte das Gehäuse (20.). In der 37. Minute dann Glück für die Heimelf, denn Turgay Akbulut zimmerte aus halblinks einen Freistoß ans Lattenkreuz. Ajmir Koochi besaß die nächste Chance für Dorndorf, doch der sehr gute Keeper Harbrecht stand goldrichtig und konnte das Leder aus kurzer Distanz gerade noch so unter Kontrolle bringen. Die vielen Zuschauer sahen jetzt eine Partie auf hohem technischem und läuferischem Niveau, ein echtes Spitzenspiel. Kurz nach der Halbzeit schossen dann die Eddersheimer die nicht unverdiente Führung heraus. In der 48. Minute fand ein Weitschuss den Weg ins Tor; Florian-Hammel-Ersatz Maximilian Münster, der seine Sache sehr gut machte, musste den strammen Schuss von Dodic passieren lassen. Der FCD blies nun zum Angriff und machte Druck; allerdings nur bis zum gegnerischen Strafraum. Zu viele Bälle wurden im letzten Drittel leichtfertig vergeben, und so gestattete man den starken Eddersheimern einige Konterchancen. In der 69. Minute flog ein Dahlem-Kopfball nur haarscharf über die Querlatte, und auch Florian Kröners Schuss aus zentraler Position wurde von der kompromisslosen FCE-Abwehr unschädlich gemacht (79.). Dann kam der Auftritt von Fabio Dahlem: Er kam im gegnerischen Strafraum über Umwege an den Ball, ließ noch einen Abwehrspieler stehen und schoss halbrechts aus der Drehung und unhaltbar für Harbrecht zum umjubelten Ausgleich ein (82.). Dieses Unentschieden ging bis dahin in Ordnung. Dass man als Tabellenführer auch Glück benötigt, um im elften Spiel nacheinander nicht zu verlieren, zeigte die Schlussminute. Die Eddersheimer hatten noch einen letzten Angriff vorgetragen; aber Fuchs hatte Pech, weil der Pfosten einem Auswärtssieg des FCE im Wege stand. lah

Dorndorf: Münster, M. Schneider, Park, Hindic, Mansur, Kunz, Jede, Kröner, Wilhelmy, Dahlem, Koochi (N. Schneider, Tuzlak) – Tore: 0:1 Dodik (48.), 1:1 Fabio Dahlem (82.) – SR: Harbusch (Marburg-Biedenkopf) – Zuschauer: 170.

TSG Wörsdorf – SV Rot-Weiß Hadamar 2 5:1 (0:1). Dieses Mal waren nach vier Wochen verletzungsbedingtem Ausfall Jura Gros und Larion Kosuchin wieder an Bord. Dies wirkte sich zumindest im der ersten Halbzeit positiv auf das Spiel der Rot-Weißen aus. Jura Gros bereitete in der 26. Minute den Führungstreffer für Hadamar vor, den Mo. Kazerooni nach langer „Torflaute“ aus 15 Metern abgeklärt erzielte. Als man sich schon mit einer Pausenführung in der Halbzeit wähnte, drehte die TSG binnen drei Minuten das Spiel. In der 45. Minute traf Toure mit einem Distanzschuss zum Ausgleich, in der 3. Minute der Nachspielzeit erzielte Wörsdorf gar das 2:1. Diesen „Nackenschlag “ steckte der SVH noch recht gut weg, denn die Elf kam gut aus der Pause. Die Mannschaft von Heiko Weidenfeller bestimmte die Partie, hatte zahlreiche Chancen zum Ausgleich, aber immer wieder war ein Abwehrbein dazwischen oder der finale Pass kam nicht an. Jura Gros traf (60.) das Außennetz. Als die TSG (73.) wieder durch einen „Sonntagsschuss “ auf 3:1 erhöhte, war die Partie entschieden. Mo Kazerooni sah zudem (80.) nach einem Foulspiel Rot, und so nutzte Wörsdorf in den letzten fünf Minuten die Überzahl zu zwei weiteren Treffern. rei

Hadamar: Wolozyn. Mehmeti (75. Kullmann), Steinebach (47. Syla), Hetzl, Kazerooni, Rausch, Kosuchin, Gros, Schröder, Horz, Ludwig – Tore: 0:1 Mo Kazerooni (26.), 1:1 Toure (45.), 2:1 Njie (45.+3), 3:1 Toure (73.), 4:1 Nana (88.), 5:1 Alexiada (90. +4) – Zusch.: 70.

SG Selters – SG Hoechst 2:4 (1:3). Hoechst wurde seiner Favoritenrolle gerecht und drückte dem Spiel schon früh seinen Stempel auf. Nach knapp 20 Minuten markierte Julien Antinac mit einem Schuss ins lange Eck das 0:1. Kurze Zeit später war es Anas Amjahid mit einem strammen Schuss aus der Distanz, der auf 0:2 stellte. In der Folge schaltete die SGH einen Gang zurück, Selters kam besser ins Spiel und wusste auch fußballerisch zu überzeugen. Zehn Minuten vor der Pause fiel der gerechte Anschlusstreffer: Samuel Stähler bediente Dominic Voss mit einem Freistoß, der per Kopf Torhüter Mustafa Kara bezwang. Und es hätte noch besser kommen können, doch Yannik Walli versäumte nach Voss-Vorarbeit den möglichen Ausgleich. Quasi mit dem Halbzeitpfiff stellte Julien Antinac mit einem Kopfball den alten Abstand wieder her – für die Einheimischen ein äußerst unglücklicher Zeitpunkt. Auch in Hälfte zwei lieferten die Selterser ein mehr als gutes Spiel ab. Erneut war es Routinier Dominic Voss, der nach einem Freistoß per Kopf verkürzte (68.). Der Punktgewinn schien jetzt möglich, denn die „Wassermänner“ waren in der Schlussphase drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Moritz Steul und Yannik Walli ließen ihre Gelegenheiten aber liegen. Als die Hausherren die Pforten öffneten, begrub Marius Antinac die Hoffnungen auf ein Remis, als er mit Hilfe des Innenpfosten den 2:4-Endstand besorgte.

Selters: Muth, Müller, Toffeleit, da Conceicao, S. Stähler, Wolter (86. Vormann), Pabst, Walli, Voss, Schmidt (82. Annecke Petri) – SR: Uhl (Maintal) – Tore: 0:1 Julien Antinac (19.), 0:2 Anas Amjahid (27.), 1:2 Dominic Voss (35.), 1:3 Julien Antinac (45.), 2:3 Dominic Voss (68.), 2:4 Marius Antinac (83.) – Zusch.: 90.

Hellas Schierstein – RSV Würges 2:3 (0:0). Was Hellas spielerisch eventuell voraus hatte, machten die „Roten“ mit unbändigem Kampfgeist und Einsatzfreude locker wett. Beide Teams schenkten sich nichts. Vom 1:0-Schock erholte sich der RSV schwer, doch nach der Pause gab es nur noch „rote Power“, Würges glich aus und ging durch Alen Nukovic in Führung. Als Nakos in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 2:2 traf, wollte sich das Harmouch-Team damit auf keinen Fall abfinden, stieß noch einmal am Mittelpunkt an und brachte den Ball tatsächlich dank Jermaine Pedraza ins Ziel zum Auswärtssieg. Jetzt gab es für die jubelnden Spieler im RSV-Dress kein Halten mehr. Unter der Spielertraube begraben: der Sieg-Torschütze.

Würges: Kröller, Haeder, Hecht, Uran, Akcakaya, Nukovic, Kazerooni, Din, Pedraza, Harmouch, Erwe (Chaparro, Schäfer) – Tore: 1:0 El Funte (18.), 1:1 Tobias Uran (51.), 1:2 Alen Nukovic (67.), 2:2 Nakos (90.+4), 2:3 Jermaine Pedraza (90.+5).

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