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Sprinter auf Distanz (von links): Madleen Manneschmidt, Hermann Schulz und Philip Stahl.

Leichtathletik

Der Kampf gegen den Wind

Die Leichtathletik-Anlage des Königsteiner LV gilt als "nicht sehr schnell", oft bläst dort Gegenwind. Dennoch gab es spät abends einen neuen Hessenrekord über 1500 Meter der männlichen Jugend B. Und die schnellen Sprinter aus dem NNP-Land sorgten ebenfalls für Aufsehen.

Philip Stahl (LG Dornburg) lief die 100 Meter als Vorlaufsieger in 11,38 Sekunden. Die 200 Meter absolvierte er in 23,00 Sekunden - nicht zufriedenstellend für ihn. Er hatte die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften (DM) angestrebt; dazu hätte es allerdings eine 22,50 gebraucht.

Ganz knapp an der DM-Quali vorbei lief Madleen Manneschmidt (LSG Goldener Grund) über 400 Meter Hürden der weiblichen Jugend B in 66,83 Sekunden (Norm: 66,50). Ihr Teamgefährte Hermann Schulz präsentierte sich erneut bärenstark und überzeugte über 100 Meter in 11,12 bei 0,4 Metern Gegenwind pro Sekunde. Bei 22,41 blieben die Uhren für ihn über 200 Meter stehen (1,7 Meter Gegenwind).

Sebastian Arnolds Hochleistungs-Hammer

Im fränkischen Wiesau warf Laura Siegel (TuS Weilmünster) den Hammer auf für sie unbefriedigende 51,11 Meter. Für Laura Siegel geht es aktuell darum, zu den zehn besten Frauen Deutschlands zu gehören, die am 9. August in Braunschweig bei den nationalen Titelkämpfen in den Hammerwurfring steigen werden.

Mit großen Erwartungen war Sebastian Arnold (TuS Weilmünster) zum Werfertag der TSG Eppstein gefahren. Im Gepäck: der frisch eingetroffene Hochleistungs-Hammer, den sich der TuS-Athlet - ebenso wie Laura Siegel - dank der Unterstützung der Max-Stillger-Stiftung hatte leisten dürfen. Der Weilmünsterer zeigte schon beim Einwerfen einen "60-Meter-Kracher", und gleich der erste Versuch im Wettkampf landete bei 58,47 Metern. Doch dann verkrampfte Sebastian Arnold und bekam prompt technische Probleme. Im fünften Versuch schleuderte er das 7,26 Kilogramm schwere Gerät noch einmal auf 57,92 Meter. Auch er will unbedingt noch auf den "DM-Zug" aufspringen. Aktuell wackelt er zwischen Position zehn und elf - zehn Athleten werden aufgrund der Hygienevorschriften zugelassen.

Von der LSG Goldener Grund war Jürgen Willert am Start beim Hammerwerfen. Er blieb aber mit 29,26 Metern hinter seinen Möglichkeiten zurück und ärgerte sich zudem über fünf ungültige Versuche. Ähnlich erging es anschließend Sabine Rumpf von der LSG Goldener Grund mit ungewohnt vielen ungültigen Versuchen im Diskuswurf. Im letzten Durchgang katapultierte sie die Scheibe immerhin auf 48,11 Meter.

Sehr erfreulich - auch aus Sicht des Leichtathletikkreises Limburg-Weilburg - war das Ergebnis von Marius Rosbach (früher TV Elz, jetzt im Trikot der LG Eintracht Frankfurt): Er gewann das Diskuswerfen der Männer mit 52,27 Metern. mru

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