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Auf ein Neues: Morgen treffen wieder Rot-Weiss Frankfurts Philipp Topic (links) und Walldorfs Firat Tayboga mit ihren Teams aufeinander.

Fußball-Verbandsliga

Sportfreunde erwarten Hanauer SC zum Verfolgerduell - Rot-Weißes Duell am Brentanobad

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Rot-Weiss Frankfurt fühlt dem Tabellenzweiten Walldorf auf den Zahn. Die Sportfreunde können von einer Walldorfer Niederlage profitieren, einen eigenen Sieg vorausgesetzt.

Frankfurt - Die SG Bornheim/Grün-Weiß wartet in der Fußball-Verbandsliga Süd im neuen Jahr noch auf ein Erfolgserlebnis. Die nächste Chance bietet sich bereits am heutigen Samstag im Spiel bei Viktoria Urberach. Rot-Weiss Frankfurt hat nach der Winterpause immerhin schon drei Punkte eingefahren und muss nun am Sonntag gegen den Tabellenzweiten Rot-Weiß Walldorf ran. Alle hier angekündigten Spiele beginnen um 15 Uhr.

Der FFV Sportfreunde (4.) empfängt am Sonntag den Hanauer SC (3.) an der Mainzer Landstraße. Auch wenn sich der eine oder andere verwundert die Augen reibt: Mit einem Sieg im Verfolgerduell könnten die Frankfurter tatsächlich in den Kampf um Platz zwei eingreifen – also um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Hessenliga spielen. Nach schon zwei Aufstiegen in Serie: Wahnsinn.

„Schauen wir mal, was so möglich ist“, sagt Trainer Mehmet Somun, der den Gegner zur „Topmannschaft der Stunde“ mit einer „hohen individuellen Klasse“ erklärt: „Die haben die meisten Tore geschossen und im neuen Jahr einen super Auftakt hingelegt.“ Was nicht heißen solle, dass man sich nichts ausrechne, gerade mit dem Rückenwind des jüngsten 2:0 in Ober-Roden: „Vielleicht können wir uns im Vergleich zur letzten Woche sogar noch steigern. Das wird sicher nötig sein. Jedenfalls werden wir einen Matchplan haben und versuchen, etwas zu holen.“ Bis auf den „Gelb-Rot“-gesperrten Adem Brajanac sind bei den „Speuzern“ alle Mann an Bord.

Rot-Weiss Frankfurt steht am Sonntag vor einer hohen Hürde gegen eine Mannschaft, die letzte Saison noch zwei Klassen tiefer spielte: Aufsteiger Rot-Weiß Walldorf kommt mit breiter Brust ans Brentanobad. Was aber natürlich nichts heißen muss, denn die Frankfurter waren gerade daheim auch schon für Überraschungen gut – positive wie negative. Das 5:1 über den Hanauer SC, damals Tabellenführer, sei da vor allem wieder einmal erwähnt. „Aber Walldorf ist der Favorit, der eine sehr gute Rolle spielt und sicher bis zum Schluss um den Aufstieg mitkämpfen wird“, stellt Frankfurts Co-Trainer Sven Kunisch klar. Die eigenen Ziele beschreibt er wie folgt: „Wir wollen unsere spielerische Entwicklung weiter vorantreiben und versuchen, gegen den qualitativ stark besetzten Gegner unsere Niederlage gegen Urberach auszumerzen.“ Canel Burcu ist wegen seiner Roten Karte gesperrt, Justin Pierre am Knie verletzt und Johnson Toko krank. Außerdem fehlt weiterhin Torjäger Ozan Keskin, der sich aber immer mittlerweile im Aufbautraining befindet.

Abstimmung verbessern

Trotz zweier Siege von Rot-Weiß Walldorf in Folge war Max Martin nicht gänzlich zufrieden: „Wir müssen zusehen, dass wir bei eigenem Ballbesitz souveräner sind und den Ball nicht so einfach herschenken.“ Das hat dem Trainer des Tabellenzweiten zuletzt gar nicht gefallen, auch wenn es beim 4:1 gegen die TS Ober-Roden schon etwas besser gewesen sei. In dieser Woche nahm sich Martin daher auch die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen vor. Dabei speziell die Zusammenarbeit innerhalb der Abwehrkette und im Verbund mit dem Mittelfeld.

Beim morgigen Gastspiel am Brentanobad muss Martin auf den „Gelb-Rot“-gesperrten Kapitän Christian Matheisen und den beruflich verhinderten Jan Deumlich verzichten, beides Stützen im zentralen Mittelfeld. Die „Roten“ schätzt der Walldorfer Coach als „starken Gegner“ ein, der einen guten Mix aus Jugend und Erfahrung habe.

Im Eintracht-Fieber

Bei der SG Bornheim/Grün-Weiß droht Trainer Maik Rudolf gerade so ein bisschen der Optimismus abhanden zu kommen. Das hängt auch mit den Ausfällen der längerfristig verletzten Till Schmanke und Simon Horn zusammen. Außerdem steht hinter dem Einsatz von Roberto Martins Pereira, Oktay Bulut, Leon Malsch, Marius Troll und Dennis Borchardt jeweils ein Fragezeichen.

Dazu ist die Trainingsmoral offenbar nicht mehr ganz so gut wie vor der Winterpause. „Wir sind im Fußballfieber. Aber leider hat das mehr mit der Eintracht zu tun als mit uns“, ärgert sich der Coach auch über die Absagen für das Training am Donnerstagabend. Die Ansprüche für die heutige Begegnung im Rödermarker Stadtteil sind dementsprechend bescheiden. „Ein Punkt wäre wünschenswert, bevor wir in die beiden spielfreien Wochen kommen“, sagt Rudolf.

(rst)

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