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Alexandra Polishchuk (Falcons Bad Homburg, links) wird von Annemarie Potratz (Panthers Osnabrück) abgeschirmt.

Basketball

Kampf um die Playoffs: Falcons benötigen nach dem 50:71 Schützenhilfe

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Nach der Niederlage gegen Spitzenreiter Osnabrück rutscht Bad Homburg aus den Playoff-Rängen. Trotz des letztlich klaren Resultats lobt Coach Brown Homburgs Zweitliga-Basketballerinnen. Zwei Voraussetzungen müssen nun für eine erneute Playoff-Teilnahme erfüllt werden.

In der 2. Basketball-Bundesliga Nord der Frauen kommt es am letzten Saisonspieltag zum Showdown. Beim Kampf um Platz vier in der Tabelle, dem letzten Playoff-Rang, haben die Elangeni Falcons Bad Homburg mit der 50:71-Niederlage gegen Spitzenreiter GiroLive Panthers Osnabrück einen Rückschlag erlitten und sind nun auf Schützenhilfe der Gisa Lions Halle angewiesen.

„Die Chancen stehen meiner Meinung nach bei 50:50“, schätzt Bad Homburgs Coach Jay Brown die Situation realistisch ein. Seit Samstag und ihrem 87:43-Sieg gegen die Bender Baskets Grünberg steht die BG 89 Avides Hurricans Rotenburg/Scheeßel um zwei Punkte besser da als die HTG. Die muss beim Saisonfinale am Sonntag um 17.30 Uhr beim sieglosen Absteiger ASC Theresianum Mainz antreten, während es Rotenburg/Scheeßel zeitgleich gegen den Tabellendritten Gisa Lions SV Halle ungleich schwerer haben dürfte.

„Wir werden sicherlich auch gegen Mainz kein Risiko eingehen, damit sie ihre Verletzung bis zum Beginn der Playoffs vollständig auskurieren kann“, begründete Physiotherapeut Tino Lehmann, wieso die Bad Homburgerinnen am Samstag gegen Osnabrück auf einen Einsatz von Nerea Garmendia verzichtet haben. Deren Faserriss im Adduktoren-Bereich ist nämlich trotz täglicher Behandlung immer noch nicht ganz ausgeheilt. Mit großem Engagement versuchte die 28-jährige Spanierin aber von der Bank aus alles, um ihre Kolleginnen zu unterstützen.

Eine Halbzeit lang konnten die Gastgeberinnen ihre Nachteile in puncto Länge mit großem Kampfgeist kompensieren, aber gegen Ende des dritten Viertels riss dann der Faden und die auf den Ausländerpositionen überragend besetzten Panthers zogen davon. Somit blieb das 7:6 durch einen verwandelten Freiwurf von Leah McDerment die einzige Führung der Falcons, die nach dem ersten Abschnitt mit 13:15 und zur Pause mit 29:33 zurücklagen. „Sie haben keine klare Linie gehabt“, ärgerte sich Brown über viele umstrittene Entscheidungen der Schiedsrichter, die den Spielfluss beider Mannschaften erheblich gestört hätten. Warum sie von ihren 19 Zweitliga-Begegnungen erst zwei verloren haben, demonstrierten die Osnabrückerinnen nach dem Seitenwechsel, als sie mit klugem Spiel bis zur 30. Minute auf 53:43 davonzogen und diesen Vorsprung weiter ausbauten.

„Kein Vorwurf an mein Team, das alle Vorgaben umgesetzt und dem Spitzenreiter das Leben so schwer wie möglich gemacht hat“, lobte Brown sein Team.

Falcons Bad Homburg: Furr (16/1), McDerment (13/1), Georgieva (11), Kuschel (4), Krentz (3/1), Kacperska (2), Gregor (1), Polishchuk, Jugo, Rhein, Wächter.

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