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Kapitän Fabian Däke geht von Bord

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Von: Volker Hofbur

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Als wertvollster Spieler der Krifteler Mannschaft beim Heimsieg gegen Delitzsch verabschiedete sich Fabian Däke (Nummer 4) aus dem Zweitliga-Team. FOTO: alix nickel
Als wertvollster Spieler der Krifteler Mannschaft beim Heimsieg gegen Delitzsch verabschiedete sich Fabian Däke (Nummer 4) aus dem Zweitliga-Team. © Alix Nickel

Der Krifteler wird heute beim letzten Spiel in Dresden fehlen

Kriftel -Heute (19 Uhr, Schulsportzentrum) bestreiten die Volleyballer der TuS Kriftel das letzte Saisonspiel in der 2. Bundesliga Süd beim VCO Dresden. Nach den Irritationen um die Spielverlegung Anfang April wegen der Abstellung eines Jugend-Nationalspielers wurde die Partie auf den heutigen Tag verlegt. Die Dresdener wollten ursprünglich am Osterwochenende spielen. Dort hätten die Krifteler keine konkurrenzfähige Mannschaft stellen können.

Unter diesen Vorzeichen und dem sicheren und überzeugenden 3:0-Erfolg der Krifteler in der Hinrunde geht es für das Team von Trainer Tim Schön heute nach Sachsen. Ein weiteres Ziel: Die Krifteler wollen die 40-Punkte-Schwelle knacken, ein Zähler fehlt ihnen dazu. "Wir haben das Hinspiel gut durchgezogen und sind heiß auf die Partie. Dabei treffen wir auf einen groß gewachsenen Gegner, der sehr athletisch ist, aber Probleme im Spielaufbau hatte und durch Corona gebeutelt ist", macht Schön deutlich, "es wird abhängig davon sein, dass wir gut aufschlagen und ihre Annahme vom Netz weghalten können". Schön wird auf Nils Kreitling, Fabian Däke, Florian Bonadt, Florentin Richter und Fynn Müller verzichten müssen, die alle verhindert sind, und Marvin Steiner und Markus Floren mitnehmen.

Der Aufwand geht an die Substanz

Mit Fabian Däke wird der Kapitän nicht mehr beim letzten Saisosnspiel mit dabei sein. Er hat seinen Rücktritt aus der Ersten Mannschaft erklärt, "Ich spiele seit 13 Jahren 2. oder 3. Liga. Mir wird der Aufwand zu groß, der Trainingsaufwand und die Fahrererei mit drei Mal Ball- und zwei Mal Krafttraining. Das geht an die Substanz", erklärt Däke, der im Juni 30 Jahre alt wird, "vom Körper her könnte ich spielen, aber zeitlich schaffe ich es nicht mehr". Sein Trainer Tim Schön kennt ihn seit fast 20 Jahren.

"Er war in meinem zweiten Jahrgang in Kriftel, hat als Zuspieler begonnen, ehe ich ihn zum Angreifer umfunktioniert habe. Fabian war immer zuverlässig, strukturiert und reflektiert. Er war ein angenehmer Spieler, der aber auch nachgefragt hat, wenn er nicht gespielt hat", beschreibt Schön seinen Kapitän, "er hat zuletzt eigenständig an seinem Fitnesszustand gearbeitet. Als Kapitän hat er der Mannschaft gut getan und hatte die Kabine im Griff, wobei er nie laut, aber bestimmend war. Ich habe ihn immer als eine ehrliche Haut empfunden".

Leicht gefallen ist dem Flörsheimer diese Entscheidung nicht. Mit einer zweijährigen Unterbrechung bei Eintracht Frankfurt war er 19 Jahre bei der TuS Kriftel. "Faszinierend finde ich ja, dass fast alle aus unserer Mannschaft aus der eigenen Jugend kommen, wobei ich von der jetzigen Besetzung nur mit Felix Blume in der Jugend gespielt habe. Unter Tim Schön habe ich in der Jugend trainiert, dann mit ihm zusammen gespielt, was ja auch eine besondere Situation war. Ich bin damals aus der Bezirksliga in die 2. Bundesliga gewechselt", erläutert Däke, der zwölf Jahre im Aktivenbereich der TuS Kriftel gespielt hatte. Als die Krifteler aus der 3. Liga in die Regionalliga abgestiegen war, wechselte er nach Frankfurt, kam dann nach der Rückkehr in die 3. Liga aber wieder.

Blickt Däke zurück, schaut er auf etliche Höhepunkte zurück: "Mit 17 habe ich in der 2. Liga mit Anton Borger und Frank Bachmann zusammengespielt. Und die letzten vier Jahre mit dem Aufstieg in die 2. Liga und die Jahre dort waren richtig geil. Es ist schön zu sehen, wie wir uns weiterentwickelt haben und jetzt in der oberen Tabellenhälfte gelandet sind. Als Kapitän zu spielen, die Jungs zu führen und wieder vor Zuschauern zu spielen, das war stark. Und dann mit Marius Büchi auf einer Position zu spielen, der sich unglaublich weiterentwickelt hat,"

Im Umfeld dem Team

erhalten bleiben

"Jetzt müssen die Jüngeren die Verantwortung übernehmen, das Team wird seinen Weg weitergehen. Ich werde der Mannschaft im Umfeld weiter erhalten bleiben", erklärt Fabian Däke, der gerne in Kriftel weiterspielen würde, "ich würde es wieder so machen". Volker Hofbur

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