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Die Friedrichsdorferin Katrin Riegelhof (blauer Helm) nimmt es in Hamburg mit einigen Männern auf.

Radsport

Katrin Riegelhof bei den Cyclassics: Megahappy nach großem Finale

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Katrin Riegelhof wird Dritte bei den Cyclassics. Begeistert ist die Friedrichsdorferin über die Stimmung bei Deutschlands größtem Radrennen.

Hamburg ist und bleibt ein „heißes Pflaster“ für Amateur-Radsportlerin Katrin Riegelhof. Im vergangenen Jahr in der Schlusskurve vor der Zielgerade gestürzt, gab’s diesmal schon vor dem Start der EuroEye Cyclassics, dem größten deutschen Radrennen, ein Problem, dass die Friedrichsdorferin aber ebenfalls nicht aus der Bahn warf. Sie eroberte erneut den dritten Platz auf der Sprintstrecke über 56,6 Kilometer. Angesichts der Konkurrenz von 834 Frauen im gemischten Starterfeld will das wahrlich etwas heißen.

Rund 18 000 Teilnehmer für drei Kurse und etwa eine halbe Million Menschen an der Strecke durch die Elbmetropole zieht das Radrennen für Profis und Jedermann in jedem Jahr an. Nachdem Katrin Riegelhof vom Team Rose Münsterland im vergangenen Jahr durch den Sturz die Siegchance eingebüßt hatte, sich aber trotzdem ins Ziel gekämpft hatte, trat heuer das Malheur schon am Vorabend der Cyclassics auf. Die Vorderradbremse war defekt. Zunächst versuchte sich die 45-Jährige noch selbst als Mechanikerin, war am Morgen vor dem Start dann aber heilfroh, dass vom Shimano Team ein kostenloser Reparatur-Service angeboten wurde. Vor allem für 6.20 Uhr in der Früh keine Selbstverständlichkeit.

Die Sprintspezialistin hielt zu Beginn des Rennens zum wiederholten Male in der Spitzengruppe der Männer mit, ehe sie am Kösterberg in Blankenese etwas abreißen musste. Der knapp zwei Kilometer lange Anstieg mit bis zu sieben Prozent Steigung kostete Körner. Die Hamburgerin Maike Overbeck, die später in 1:20,20 Stunden gewann, war für sie danach außer Reichweite. In der nächsten Fahrergruppe orientierte sich Katrin Riegelhof an der Sauerländerin Anja Berg, mit der sie sich auch im Schlusssprint um Platz zwei duellierte, den sie mit einer halben Radlänge verlor (1:22:26).

Die Begeisterung überwiegt freilich bei der Radsportlerin aus dem Taunus: „Ich bin megahappy“, sagt Katrin Riegelhof, „gerade auf der Zielgerade in der Mönckebergstraße waren superviele Zuschauer. Die haben einen ohrenbetäubenden Lärm veranstaltet.“ Auch wenn sie mit dem Giro Münster (3. Oktober) noch ein Rennen in diesem Jahr absolvieren wird, hat Friedrichsdorferin sich schon ein Ziel für 2020 gesetzt: Sie möchte über das Stilfser Joch, den höchsten Gebirgspass in Italien, fahren. „Dafür muss ich aber fitter für die Berge werden“, sagt sie mit einem Lächeln.

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