Bei Talenttag entdeckt

Kebirali Canpolat: Vom TuS Staffel zur Eintracht

Was ihm gelungen ist, davon träumen so viele Nachwuchsfußballer: Der Limburger Kebirali „Ali“ Canpolat wechselt vom TuS Staffel zur Frankfurter Eintracht.

Was ihm gelungen ist, davon träumen so viele Nachwuchsfußballer: Der Limburger Kebirali „Ali“ Canpolat wechselt vom TuS Staffel zur Frankfurter Eintracht. Sein herausragender Auftritt beim Talenttag des Deutschen Fußball-Bundes und des Hessischen Fußball-Verbandes in Grünberg am 17. Juni, bei dem der DFB-Stützpunkt Limburg unter der Leitung von Stützpunkttrainer Hans-Dieter te Poel Dritter geworden war, hatte dem Fußball-Talent den Durchbruch gebracht.

Bereits im Vorfeld des jüngsten Turniers hatte der 12 Jahre alte Staffeler auf Einladung hin, an Sichtungen bei den Bundesligisten FSV Mainz 05 und Fortuna Düsseldorf teilgenommen. Nach Aussagen seines DFB-Stützpunkttrainers Hans-Dieter te Poel, der für den entsprechenden Jahrgang zuständig ist, kam er dabei jeweils in die enge Wahl und wurde etwa bei der Fortuna nicht berücksichtigt, weil für sein Alter die Entfernung zwischen Düsseldorf und seinem Wohnort Limburg zu groß gewesen wäre. Schule und Nachwuchsleistungsfußball müssen eben zusammenpassen, und einen Internatsplatz gibt es erst in einem späteren Alter. Kebirali Canpolat besucht die Mittelstufe der Theodor-Heuss-Schule in Limburg. „Er ist ein sehr ehrgeiziger junger Spieler, der das Eins-gegen-Eins und das kreative Spielen liebt und immer alles gibt und, darauf lege ich sehr großen Wert, sehr teamorientiert denkt und spielt“, lobt ihn sein Stützpunkttrainer.

Der im nordrhein-westfälischen Euskirchen geborene Ali Canpolat hat zwei Geschwister. Seine Eltern Heybet und Ebru kümmern sich liebevoll um ihre Kinder. So kommt es vor, dass Alis Vater Heybet, der häufig beruflich auf Montage sein muss, innerhalb der Woche mehrere hundert Kilometer mit dem Auto zurücklegt, um Kebirali etwa zu einem Turnier zu begleiten. Der 35-Jährige, der in der Türkei geboren ist, stand als Fußballspieler selbst vor einer vermeintlich großen Karriere. Hans-Dieter te Poel: „Er kennt den Leistungsfußball selbst aus dem Effeff und hat stets mit mir, meinen Kollegen und dem Heimtrainer im Sinne der Entwicklung seines Jungen kommuniziert. Meinen großen Respekt.“ Der gesamte DFB-Stützpunkt freut sich sehr darüber, dass Kebirali Canpolat die Chance erhält, beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt den nächsten Schritt in Richtung Ausbildung zu einem Profi-Fußballer machen zu können.

„Wir kümmern uns im DFB-Stützpunkt um jeden einzelnen Spieler und können sagen, dass die Zusammenarbeit mit den Vereinen und den Trainern in der Region sehr produktiv und angenehm ist“, sagt Hans-Dieter te Poel. „Wo die Talente spielen, das tangiert uns als DFB-Trainer in unserer Leistungsarbeit im Stützpunkt nicht. Wir müssen stets neutral bleiben. Daher sollten wir nicht vergessen, dass an so einem erfolgreichen Transfer in Richtung Bundesligist viele Menschen ihren Anteil haben. Das nenne ich Integration: machen statt reden. Ich freue mich schon auf den nächsten Spieler, der den Sprung in Richtung Bundesliga schafft. Das Gefühl kenne ich selbst als Spieler: Als meine Eltern mir mitteilten, dass der damalige Präsident des FC Schalke 04 bei ihnen persönlich angefragt hatte, ob ich Schalker werden möchte, ging die Motivation zu noch mehr bei mir durch die Decke. Das Gefühl kann einem jungen Spieler Flügel verleihen, denn den langen und intensiven Ausbildungsgang hält man ohne Lob und Bestätigung nicht durch.“

(red)

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